Wie viel Urlaub steht Arbeitnehmern im Jahr zu?

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Der Urlaubsanspruch bemisst sich daran, wie viele Tage in der Woche Sie arbeiten.

Der Urlaubsanspruch bemisst sich daran, wie viele Tage in der Woche Sie arbeiten.

Die meisten Arbeitnehmer arbeiten fünf Tage in der Woche mindestens acht Stunden, worauf eine zweitägige Erholungsphase in Form des Wochenendes folgt. Dieser Zeitraum dient der Regeneration. Darüber hinaus haben sie auch einen Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Urlaubstagen im Jahr, die der Gesetzgeber als Ausgleich zur Arbeit gewährt.

Festgehalten ist der Urlaub laut Arbeitsrecht im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG). Hierbei handelt es sich jedoch nur um die unterste Grenze. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sich im Arbeitsvertrag auch auf eine höhere Anzahl einigen.

Dieser Ratgeber gibt Auskunft darüber, welchen Mindestanspruch auf Urlaub Sie haben, wie es mit dem Urlaub in der Probezeit aussieht, welche Regelungen bei Krankheit im Urlaub gelten und was mit dem Urlaubsanspruch bei einer Kündigung geschieht.

Detaillierte Informationen zum Urlaub

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Sonderurlaub

In manchen Situationen können Sie Sonderurlaub beantragen, der nicht vom eigentlichen Urlaub abgeht.

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Unbezahlter Urlaub

Unbezahlter Urlaub kann nötig werden, wenn das Kind erkrankt und zu versorgen ist.

Gesetzlicher Urlaubsanspruch

Wie viel bezahlte Urlaubstage Ihnen im Jahr gewährt werden müssen, ist im Bundesurlaubsgesetz geregelt. Es gilt sowohl für Arbeiter als auch Angestellte. Und auch Auszubildenden wie Geschäftsführern steht der gesetzliche Mindestanspruch zu.

Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt im Minimum 24 Werktage. Da das BUrlG ebenfalls die Samstage als Werktag definiert, trifft diese Vorgabe lediglich auf ein Arbeitsverhältnis zu, in dem sechs Tage die Woche gearbeitet wird. Das bedeutet: Mit einer 5-Tage-Arbeitswoche schrumpft der Mindestanspruch an Urlaub auf 20 Tage im Jahr. Noch weniger werden es bei nur vier Arbeitstagen in der Woche. Hier sind es 16 Urlaubstage. Ist die Teilzeitarbeitszeit auf drei Werktage beschränkt, stehen Ihnen laut Arbeitsrecht 12 Tage Urlaub zu.

Für Jugendliche und Schwerbehinderte, die sich in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, weicht der Gesetzgeber von diesen Vorgaben ab. Da es sich um besonders schützenswerte Personengruppen handelt, steht ihnen ein höherer Urlaubsanspruch zu.

Wie viele Tage Urlaub einem Jugendlichen zum Beispiel im Rahmen einer Ausbildung zugestanden werden, ist abhängig vom Alter. Bezogen auf eine 5-Tage-Woche muss ihm laut Paragraph 19 Jugendarbeitsschutzgesetz (JuSchG) mindestens die folgende Anzahl an Urlaubstagen gewährt werden:

  • jünger als 16 Jahre: 25 Tage
  • jünger als 17 Jahre: 23 Tage
  • jünger als 18 Jahre: 21 Tage

Entscheidend ist das Alter am Beginn eines Kalenderjahres. Dieser Zeitpunkt wird zum Vergleich herangezogen.

Der Urlaubsanspruch von Schwerbehinderten ist wesentlich höher. Er beträgt nach Paragraph 125 Neuntes Sozialgesetzbuch 29 Urlaubstage.

Achtung: Bei den Angaben handelt es sich lediglich um das Mindestmaß des vom Arbeitgeber zu gewährenden Mindesturlaubs pro Jahr. Tarif- und Arbeitsverträge können demnach durchaus mehr Urlaubstage pro Jahr enthalten. Wie viel Freizeit Sie heraushandeln, ist unter anderem abhängig von Ihrem Geschick, der generellen Handhabung im Unternehmen oder dem Tarifvertrag, dem Sie unterliegen.

Urlaub in der Probezeit

Urlaub in der Probezeit: Sie haben noch nicht den kompletten Urlaubsanspruch.

Urlaub in der Probezeit: Sie haben noch nicht den kompletten Urlaubsanspruch.

Das Bundesurlaubgesetz schreibt vor, dass der Urlaubsanspruch, der gesetzlich vorgeschrieben ist, in vollem Umfang erst nach einer Frist von sechs Monaten erworben wird.

In dieser sogenannten Wartezeit können Sie nicht den kompletten Urlaub nehmen.

Das erste halbe Jahr wird im Rahmen einer Beschäftigung häufig als Probezeit vereinbart, in der sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber kennenlernen und das Arbeitsverhältnis unter Umständen relativ schnell wieder lösen.

Ihnen steht in diesem Zeitraum deshalb nicht der komplette gesetzliche Urlaubsanspruch zu. Das bedeutet aber nicht, dass Sie in den ersten sechs Monaten auf Urlaub verzichten müssen.

In der Probezeit dürfen Sie Urlaub nehmen. Dieser beträgt pro Monat mindestens ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Das bedeutet: Gewährt Ihnen der Arbeitgeber pro Kalenderjahr 24 Tage Urlaub, stehen Ihnen in der Probezeit prinzipiell pro Monat mindestens zwei freie Tage zu. Es ist jedoch möglich, im Arbeitsvertrag zu vereinbaren, dass in der Probezeit kein Urlaub genommen werden darf.

Wenn vom partiellen Urlaubsanspruch kein Gebrauch gemacht wird, besteht die Möglichkeit, die ausstehenden Urlaubstage zu einem späteren Zeitspruch in Anspruch zu nehmen.

Kann der Arbeitgeber den Wunsch nach Urlaub ausschlagen?

Der Sommerurlaub steht an, Sie wollen mit Ihrer Familie in den Süden fliegen. Beim Arbeitgeber eingereicht, kommt schnell die Ernüchterung, der gewünschte Urlaub wird Ihnen verwehrt. Ist das rechtens? Ja, grundsätzlich ist das erlaubt. Das Bundesurlaubsgesetz besagt:

Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.“ § 7 Absatz 1 BUrlG

Der Arbeitgeber muss den Urlaub vorab genehmigen. Äußert er sich nicht oder gibt er dem Wunsch nicht statt, wird der Urlaub nicht erteilt. Dazu hat er das Recht, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass dringende betriebliche Gründe gegen die Genehmigung des Urlaubs sprechen. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • akute Aufträge, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen werden müssen
  • zu wenig Personal wegen zum Beispiel vielen Krankheitsfällen
  • gute Auftragslage
  • Jahresabschlussarbeiten
  • Betriebsferien
  • ggf. die Urlaubswünsche anderer Mitarbeiter

Wird der Urlaub abgelehnt, muss der Arbeitgeber dies begründen. Dies darf nicht zur Regel werden, schließlich sieht das Bundesurlaubsgesetz vor, dass die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers Gehör finden müssen.

Einige Mitarbeiter haben bei der Urlaubsplanung Vorrang. Hat ein Arbeitnehmer beispielsweise noch keinen Urlaub in diesem Jahr genommen, ist er in der Regel vom Chef bevorzugt zu behandeln. Hinzu kommen Aspekte wie das Alter und schulpflichtige Kinder. Auch dies hat der Arbeitgeber bei der Gewährung vom Urlaubsanspruch zu berücksichtigen.

Nehmen Sie den Urlaub, obwohl er vom Arbeitgeber nicht gewährt wurde, kann dies eine ordentliche oder schlimmstenfalls eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. Bevor es – womöglich auch versehentlich – zu einer Selbstbeurlaubung kommt, ist deshalb vorab zu klären, ob der Urlaub genehmigt wurde oder nicht.

Kann ein genehmigter Urlaub zurückgenommen werden?

Liegt dem Arbeitnehmer die schriftliche Einverständniserklärung des Arbeitgebers vor, so kann diese nur widerrufen werden mit der Zustimmung beider Vertragspartner.

Das Arbeitsrecht besagt: Urlaub zu einem bestimmten Zeitpunkt darf der Arbeitgeber unter bestimmten Umständen verweigern.

Das Arbeitsrecht besagt: Urlaub zu einem bestimmten Zeitpunkt darf der Arbeitgeber unter bestimmten Umständen verweigern.

Es gelten jedoch auch hier Ausnahmen. Kommt es beispielsweise unvorhergesehen zu einer Ausnahmesituation, zum Beispiel weil mehrere Mitarbeiter nicht arbeitsfähig sind und daher der Betriebsablauf in erheblichem Ausmaß gestört ist, dann darf der Arbeitgeber einseitig den bereits genehmigten Urlaub verschieben.

Für sein Vorgehen bedarf es jedoch eines existenziellen Notfalls und damit eines triftigen Grundes. Holt der Chef Sie aus dem Urlaub zurück, hat er in der Regel die Kosten zu tragen.

Gelten Heiligabend und Silvester als Urlaubstage?

Das Arbeitszeitgesetz besagt, dass Sonn- und Feiertage prinzipiell arbeitsfreie Zeit darstellen. Selbstverständlich gelten hier beispielweise für die Gastronomiebranche etc. Sondervorgaben. An den beiden Weihnachtsfeiertagen (25. und 26. Dezember) sowie Neujahr (1. Januar) müssen Arbeitnehmer deshalb nicht arbeiten. Da es sich um Feiertage handelt, werden Sie nicht vom Urlaub-Mindestanspruch abgezogen. Bei Heiligabend und Silvester gilt diese Regelung jedoch nicht.

Heiligabend und Silvester sind reguläre Arbeitstage, wenn sie nicht auf einen Sonntag fallen. Arbeitnehmer müssen also – wenn sie an diesem Tag Urlaub haben wollen, freinehmen. Und zwar auch jeweils einen ganzen Tag. Dies geht dann vom Urlaub, der im Arbeitsvertrag vereinbart wurde, ab. In vielen Tarifverträgen sind beide Tage jedoch als Feiertag deklariert. Andere Unternehmen handhaben es so, dass Arbeitnehmer nur einen halben Tag Urlaub einreichen müssen. Diese betriebliche Praxis muss im Arbeitsvertrag festgehalten sein.

Achtung: Gibt Ihnen der Arbeitgeber in drei aufeinanderfolgenden Jahren uneingeschränkt an diesen Tagen frei, wird das Verhalten zur betrieblichen Übung. Das bedeutet: Sie haben auch zukünftig einen Anspruch darauf, an diesen Tagen frei zu bekommen. Ähnliches gilt, wenn die übrigen Mitarbeiter einen halben Tag Urlaub bekommen. Der Gleichbehandlungsgrundsatz besagt, dass auch Ihnen dann dieses Recht gewährt werden muss.

Kann der Urlaub auch in einem Stück genommen werden?

Das Bundesurlaubsgesetz hält hierzu fest:

Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen, so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.“ § 7 Absatz 2 BUrlG

Ein genereller Urlaubsanspruch, das vorhandene Kontingent auf einmal zu aufzubrauchen, besteht also nicht. Der Arbeitgeber kann demnach fordern, den Urlaub zu stückeln, wenn es betriebliche Gründe erforderlich machen. Es ist hingegen nicht erlaubt, den Urlaub nur in einzelnen Tagen zu gewähren, da hierdurch der Zweck des Urlaubs – die Erholung – nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann.

Was passiert mit dem Urlaubsanspruch, wenn nicht der komplette Urlaub im Arbeitsvertrag innerhalb eines Jahres genommen wird?

Nicht genommener Urlaub wird manchmal ausgezahlt.

Nicht genommener Urlaub wird manchmal ausgezahlt.

Versäumt ein Arbeitnehmer innerhalb eines Kalenderjahres, den gesetzlichen Urlaubsanspruch aufzubrauchen, kann er die übrigen Tage bedingt mit in das neue Jahr nehmen.

Der Anspruch bleibt bis zum 31. März des Folgejahres bestehen. Bis zu diesem Zeitpunkt kann er den Urlaub noch nehmen, dann verfällt er.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann übriger Urlaub aus dem letzten Jahr auch noch nach dem Stichtag im März des Folgejahres genommen werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Arbeitnehmer lange Zeit krank war (seit Jahresbeginn und länger als drei Monate). Dann muss er zeitnah nach der Wiederherstellung seiner Arbeitsfähigkeit den Urlaub einreichen, um ihn nicht zu verwirken – so urteilte das Bundesarbeitsgericht.

Kann nicht in Anspruch genommener Urlaub alternativ auch ausgezahlt werden?

Prinzipiell ist die Vergütung nicht genommenen Urlaubs laut Gesetzgeber nicht gestattet. Schließlich soll sich der Arbeitnehmer erholen. Eine Urlaubsabgeltung birgt zudem das Risiko, dass sich Mitarbeiter hierdurch ihr Arbeitsentgelt verbessern. Ebenfalls ein Umstand, der dem Ziel des Urlaubs zuwiderläuft.

In der Praxis ist es doch Gang und Gäbe, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ausbezahlen, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten. Sie gehen damit ein hohes Risiko ein, könnten die Arbeitnehmer doch trotzdem auf Ihren gesetzlichen Urlaubsanspruch pochen.

Eine für beide Parteien rechtlich sichere Situation stellt hingegen die Auszahlung des Resturlaubs bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar. In diesem Fall ist die Auszahlung des Urlaubsanspruchs legitim und wird sogar vom Bundesurlaubsgesetz vorgeschrieben:

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.“ § 7 BUrlG Absatz 4

Berechnet wird die Summe ebenso wie das Urlaubsentgelt. Es orientiert sich am durchschnittlichen Verdienst der letzten 13 Wochen vor dem Antritt des Urlaubs bzw. dem Ausscheiden aus dem Unternehmen. Überstunden werden hierbei nicht berücksichtigt. Aus den übrigen Urlaubstagen ergibt sich dementsprechend der Gesamtbetrag.

An einem Beispiel erklärt, bedeutet dies:
Der ausscheidende Mitarbeiter ist für 2500 Euro brutto angestellt und scheidet zum Monatsende aus der Firma aus. Er ist bis zu diesem Zeitpunkt krankgeschrieben und kann seinen gesetzlichen Urlaubsanspruch deshalb nicht ausschöpfen. Es stehen noch sechs Urlaubstage aus.

Mit folgender Formel errechnen Sie das ausstehende Urlaubsentgelt:
durchschnittlicher Bruttolohn x Resturlaub : Anzahl der Arbeitstage innerhalb der letzten 13 Wochen

Das macht im vorliegenden Beispiel 750 Euro ausstehendes Urlaubsentgelt.

Was passiert bei Krankheit im Urlaub? Wirkt sich das auf den gesetzlichen Urlaubsanspruch aus?

Bei einer Erkrankung im Urlaub sollten Sie Ihren Arbeitgeber unmittelbar telefonisch informieren.

Bei einer Erkrankung im Urlaub sollten Sie Ihren Arbeitgeber unmittelbar telefonisch informieren.

Nicht selten kommt es vor, dass sich ein Arbeitnehmer schon lange auf den geplanten Urlaub freut und dann, am ersten freien Tag wird er krank. Ärgerlich. Und nun? Müssen Sie Ihren Urlaub zur Gesundung nutzen oder hat eine Krankschreibung zu erfolgen?

Wer im Urlaub erkrankt, ist verpflichtet, schon am ersten Tag des Urlaubs zum Arzt zu gehen. Über die Erkrankung hat er den Arbeitgeber zeitnah zu informieren, denn er unterliegt sogenannter Meldeplichten.

Zudem sollte er sich von einem Arzt die Arbeitsunfähigkeit bestätigen lassen. Das Attest reichen Sie beim Arbeitgeber ein. In der Folge wird Ihnen dieser Zeitraum nicht vom Urlaubsanspruch abgezogen. So besagt es Paragraph 9 des Bundesurlaubsgesetzes.

Auch, wenn Sie sich im Ausland befinden und krank werden, haben Sie den Arbeitgeber hiervon zu unterrichten. Paragraph 5 Absatz 2 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) hält fest, dass der Arbeitnehmer unverzüglich ebenfalls die wahrscheinliche Dauer sowie die Adresse am Aufenthaltsort mitzuteilen hat, also die, des Hotels oder des jeweiligen Krankenhauses. Und das auf dem schnellstmöglichen Wege.

Das heißt am besten per Telefonanruf oder Fax. Auch im Urlaub gilt: die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist dem Arbeitgeber vorzulegen. Der Zeitpunkt ist im Arbeitsvertrag, der Betriebsvereinbarung oder dem Tarifvertrag festgehalten. Über die Erkrankung im Ausland ist auch die gesetzliche Krankenkasse zu informieren.

Wenn Sie im Urlaub krank werden, wird die freie Zeit hierdurch nicht automatisch länger. Denn: Sie müssen erneut Urlaub beantragen, um die Tage nachzuholen.

Problematisch wird es, wenn Arbeitnehmer innerhalb des Freizeitausgleichs erkranken. Haben Arbeitnehmer Überstunden angesammelt, kann der Arbeitgeber als Gegenleistung „Extra-Urlaub“ gewähren. Erkranken sie in dieser Zeit, kann der Urlaubsanspruch laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts nicht angepasst werden.

Eine weitere Ausnahme gilt, wird das eigene Kind im Urlaub krank. Auch, wenn Sie also Ihre freie Zeit in die Pflege des Kindes investieren und sich nicht selbst ausreichend regenerieren können, können sie dies nicht geltend machen.

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7 Gedanken zu „Wie viel Urlaub steht Arbeitnehmern im Jahr zu?

  1. Koch

    Hallo, ich bin aktuell in einem Arbeitsverhältnis mit einer Stundenanzahl von 53h/Monat.
    Ab 01.09.16 werde ich in dem selben Betrieb für 100h/Monat „eingestellt“.
    Ich habe einen unbefristet Arbeitsvertrag und er wird dadurch nur auf mehr Stunden erweitert.
    Ich bin im September für 2 Monate im Urlaub, werden dann die Urlaubstage auf die 100h berechnet oder werden die durchschnittlichen Arbeitstage aus den vergangenen Monaten berechnet?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Koch,
      auf wie viele Urlaubstage Sie Anspruch haben, berechnet sich in der Regel nicht anhand ihres monatlichen Arbeitszeitvolumens, sondern der Arbeitstage pro Woche. Ändert sich sich diese nicht, hat das in der Regel auch keine Auswirkungen auf Ihren Urlaubsanspruch. Anders sieht es aus, wenn Arbeitnehmer von Voll- in Teilzeit gehen.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  2. Boris

    Ich finde diesen Beitrag sehr hilfreich und informativ. Doch selbst wenn der Arbeitnehmer das Recht auf Urlaub hat, muss er dem Arbeitgeber rechtzeitig Bescheid geben, wann er diesen in Anspruch nehmen möchte. Es gibt auch Sachverhalten, die ohne eine genauere Analyse von einem Experten, nicht zu klären sind.

    Antworten
  3. Alex

    Hallo, ich habe eine neue Beschäftigung als Werkstudent aufgenommen und bin ich einem Teilzeitmodell mit 4Std/Tag und 20 Std/Woche beschäftigt. In meinem Arbeitsvertrag steht das mein Urlaubs- und Weihnachstsgeld mit dem Stundenlohn abgegolten sind und ich keinen weiteren Anspruch auf Urlaub habe. Nun hat die Firma über Weihnachten 2 Wochen Betriebsferien und ich da ich keinen Urlaub habe (nehmen kann), fehlen mir in dieser Zeit also 40 Stunden und somit ein halber Monatslohn.
    Meine Probezeit von 4 Wochen ist schon vorbei, also muss mir doch ein Mindesturlaub zustehen oder ?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Alex,
      auch Teilzeitarbeiter haben einen Urlaubsanspruch, der sich anhand der Anzahl an Arbeitstagen in der Woche berechnet. Bei 4 Arbeitstagen stehen Ihnen deshalb für gewöhnlich 16 Tage Urlaub im Jahr zu.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  4. maria

    Sergährte Damen und Herren,
    mein Namme ist Maria
    Haben eine Frage zum Urlaun?
    ich arbeite in einen Alterheim als Hauswirtschaft als Tailzeit
    arbeite 30 Stunden in der Woche.
    meine Frage ist ob ich mein urlaub mit meiner Mutter drei wochen
    in unseren land in sizilien Nehmen darf´habe seit zwei jahre das Teater mit meiner cefin
    ich und Meine Mutter arbeiten in die gleiche einrichtung in der Hauswirtschaft das ist meine frage

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Maria,
      ob Sie drei Wochen Urlaub nehmen können, ist davon abhängig, wie viele Urlaubstage in Ihrem Vertrag vereinbart wurden. Gesetzlich gilt ein Mindesturlaub von 24 Tagen bei einer 6-Tage-Woche. Arbeiten Sie 5 Tage in der Woche haben Sie einen Anspruch von 20 Tagen. Die Stunden sind hier nicht von Bedeutung. Die Arbeitstage sind ausschlaggebend, nicht die Arbeitsstunden. Arbeiten Sie also werktäglich haben Sie den gleichen Anspruch wie jemand in Vollzeit.
      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten

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