Beschäftigungsverbot: Wann Schwangere Urlaub nehmen können

Haben Schwangere im Beschäftigungsverbot einen Urlaubsanspruch? Hier mehr dazu!

Haben Schwangere im Beschäftigungsverbot einen Urlaubsanspruch? Hier mehr dazu!

Werdende Mütter, die sich in einer Risikoschwangerschaft befinden oder deren Tätigkeiten laut Mutterschutzgesetz (MuSchG) verboten sind, müssen mit einem individuellen oder einem generellen Beschäftigungsverbot rechnen. Die Arbeit muss in diesem Fall ganz oder teilweise niedergelegt werden.

Durch das Beschäftigungsverbot soll die Schwangere vor möglichen Gefahren der Gesundheit für sich oder das ungeborene Baby geschützt werden. Damit keine finanziellen Einbußen entstehen, ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, weiterhin das volle Gehalt zu zahlen.

Aber wie verhält es sich im Beschäftigungsverbot mit dem Urlaub? Erwerben schwangere Arbeitnehmerinnen einen Urlaubsanspruch trotz Beschäftigungsverbot? Verfällt Urlaub bei einem Beschäftigungsverbot? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Haben Sie einen Urlaubsanspruch bei einem Beschäftigungsverbot?

Sowohl der Arbeitgeber als auch der Arzt können ein Beschäftigungsverbot für eine Schwangere aussprechen. Dies kann sich sowohl teilweise als auch vollständig auf die Tätigkeit und die Arbeitszeit beziehen. Die werdende Mutter muss ihre Tätigkeit bei einem vollständigen Beschäftigungsverbot noch vor dem Mutterschutz niederlegen.

Aber was passiert mit dem Urlaubsanspruch während einem Beschäftigungsverbot? Grundsätzlich müssen Sie nicht befürchten, dass während Ihrem Beschäftigungsverbot der Urlaub verfällt. Die Urlaubstage, die Sie vor der beruflichen Auszeit nicht mehr in Anspruch nehmen konnten, bleiben bestehen.

Eigentlich müssen Angestellte den Jahresurlaub gemäß § 7 Abs. 3 des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG) im laufenden Kalenderjahr nehmen. Nur in Ausnahmefällen ist es möglich, Urlaubstage bis zum 31. März des Folgejahres anzutreten. Meistens ist dies bei einer Erkrankung des Arbeitnehmers der Fall.

Bei einer Schwangerschaft handelt es sich allerdings nicht um eine Krankheit. Aus diesem Grund greift nicht § 7 Abs. 3 BUrlG, sondern § 24 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG):

Für die Berechnung des Anspruchs auf bezahlten Erholungsurlaub gelten die Ausfallzeiten wegen eines Beschäftigungsverbots als Beschäftigungszeiten. Hat eine Frau ihren Urlaub vor Beginn eines Beschäftigungsverbots nicht oder nicht vollständig erhalten, kann sie nach dem Ende des Beschäftigungsverbots den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr beanspruchen.

Das bedeutet im Klartext, dass bei einem Beschäftigungsverbot der Urlaub nicht verfällt, sondern auch noch nach dem Beschäftigungsverbot in Anspruch genommen werden kann. Dies gilt übrigens auch über den anschließenden Mutterschutz und eine Elternzeit hinaus.

Erhalten Sie Urlaub während einem Beschäftigungsverbot?

Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft: Der Urlaub kann bei Rückkehr an den Arbeitsplatz genommen werden.

Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft: Der Urlaub kann bei Rückkehr an den Arbeitsplatz genommen werden.

Da es sich bei einem Beschäftigungsverbot laut MuSchG trotzdem um eine Beschäftigungszeit handelt, erwerben Schwangere dennoch einen Urlaubsanspruch im Beschäftigungsverbot. Dementsprechend können werdende Mütter die erworbenen Urlaubstage auch nach Mutterschutz und Elternzeit noch in Anspruch nehmen.

Ist im Tarif- oder Arbeitsvertrag zudem ein Urlaubsgeld vereinbart, verlieren schwangere Arbeitnehmerinnen Ihren Anspruch auf Urlaubsgeld trotz des Beschäftigungsverbots nicht. Der Arbeitgeber muss der Schwangeren also trotz Beschäftigungsverbot und Mutterschutz ein vereinbartes Urlaubsgeld auszahlen.

Aber können sich werdende Mütter bei einem Beschäftigungsverbot den Urlaub auch auszahlen lassen? Dies ist in der Regel nicht möglich. Die Auszahlung von Urlaubsansprüchen kann nur bei einer Beendigung des Arbeitsvertrags geltend gemacht werden.

Hat die Schwangere allerdings einen befristeten Arbeitsvertrag, welcher während des Beschäftigungsverbots endet, muss der Arbeitgeber den bestehenden Urlaub in der Regel auszahlen, da die werdende Mutter keine Möglichkeit hat, die Tage in Anspruch zu nehmen.

Was passiert mit dem bereits genommenen Urlaub im Beschäftigungsverbot?

In vielen Unternehmen ist es Gang und Gebe, den Urlaub bereits zum Ende des Jahres für das Folgejahr oder zu Beginn eines Kalenderjahres zu planen. Dies ist vor allem dann nötig, wenn ein Unternehmen viele Arbeitnehmer hat und eine gewisse Anzahl an Mitarbeitern immer vor Ort sein muss.

In diesem Fall ist der komplette Jahresurlaub bereits geplant. Aber wie verhält es sich während eines Beschäftigungsverbots mit dem Urlaub? Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 9. August 2016 [Az. 9 AZR 575/15] hat die werdende Mutter keine Kürzung der Urlaubsansprüche zu befürchten, wenn der Urlaub im Vorfeld geplant wurde.

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49 Gedanken zu „Beschäftigungsverbot: Wann Schwangere Urlaub nehmen können

  1. Meike S.

    Hallo,

    Ich bin seit Anfang April im individuellen Beschäftigungsverbot. 4 Std tägl, bis auf weiteres lt Attest.
    Meinen Resturlaub von diesem Jahr soll ich vor meinem Eintritt in Mutterschutz nehmen.
    Das kann so gemacht werden??? Wie sieht es in dieser zeit aber mit meinem Gehalt aus. Zählt es weiter als mutterschutzlohn oder dann wieder als normaler wie?

    Vielen Dank und Mfg
    Meike S.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Meike S.,

      in der Regel können Sie nicht dazu verpflichtet werden, wann Sie Ihren Urlaub nehmen können, es sei denn, es liegen dringende Gründe bspw. im Betrieb vor. Ihr Urlaubssanspruch verfällt auch während des Beschäftigungsverbotes und auch während der Elternzeit nicht – selbst, wenn Sie ein Jahr nehmen. Während des Urlaubs sollten Sie Ihren gewöhnlichen Monatslohn weiter erhalten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
    2. Ina

      Hallo liebes Team,

      wie verhält es sich den mit dem alten Urlaub, wenn man in der Elternzeit (16Monate) erneut schwanger ist?
      (Resturlaub 2017: 17 Tage, 2018: 12 Tage,Geburt und Elternzeit, 2019 bis 31.8 Elternzeit, gehe jetzt im August zum Betriebsarzt, ab September sehr wahrscheinlich wieder volles Beschäftigungsverbot, jedoch mit Rufbereitschaft, heißt: wird eine Stelle in der Verwaltung frei, darf ich dort arbeiten)

      Nun ja mir wurde nahe gelegt die 17 Tage direkt nach der Elternzeit zu nehmen, da diese verfallen können und die 12 Tage dürfte ich aber ruhig nach der Elternzeit des 2. Kindes nehmen.

      Jedoch, da mein 2. Kind Mitte Februar 2020 Geburtstermin hat und ich nach 14 Monaten Elternzeit bei der derzeitigen Betreuungslage keinen Betreuungsplatz finde, werde ich sicher wieder bis September (Schuljahreswechsel) die EZ verlängern müssen. Hierbei fände ich den Gedanken beruhigend diese 29 Tage alten Resturlaub mitnehmen zu dürfen, um somit einen Monat weniger Elternzeit aus finanziellen Gründen beantragen zu müssen. Wobei dieser Gedanke sicher auch frech ist.

      Ich hoffe Sie können mir weiter helfen. Danke im Voraus.

      Antworten
  2. Moni B.

    Hallo,

    Ich hatte ab dem 01.03.18 Urlaub. Am 05.03.18 habe ich mich schwanger gemeldet. Bei meinem Beruf besteht ein generelles Beschäftigungsverbot ab Meldung der Schwangerschaft. Leider habe ich mein Baby nach ein paar Wochen verloren. Mein Arbeitgeber meint nun ich hätte keinen Anspruch mehr auf diesen Urlaub, da wenn ich mich während des Urlaubes schwanger melde, das Beschäftigungsverbot erst nach dem Urlaub anfängt. Stimmt das rechtlich oder habe ich noch Anspruch auf diesen Urlaub.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Moni B.,

      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Rechtsberatung anbieten dürfen und deshalb zu rechtlichen Fragen keine Einschätzung abgeben können. Ein Anwalt für Arbeitsrecht beantwortet Ihnen diese Frage gerne.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  3. Kristina

    Hallo,

    ich habe ein individuelles Beschäftigungsverbot von 4 Std. täglich bis zum Beginn des Mutterschutzes im November erhalten. Da ich noch 30 Urlaubstage habe, würde ich gerne im August 2 Wochen Urlaub nehmen. Habe ich einen Anspruch auf Urlaub während des Beschäftigungsverbots? Was muss ich beachten und auf welches Gesetz kann ich mich hier berufen?

    Vielen Dank
    Kristina

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Kristina,

      die Zeit des Beschäftigungsverbots gilt als Beschäftigungszeit. Weil es sein kann, dass das BV nur anteilig gilt und deshalb noch in einem begrenzten Rahmen gearbeitet wird, müssten/können Arbeitnehmer in dieser Zeit Urlaub nehmen, wenn sie der Arbeit dann fernbleiben wollen. Regelungen dazu finden Sie im Mutterschutzgesetz.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org.

      Antworten
  4. Tina R.

    Hallo ,
    Ich habe laut Arbeitsvertrag 26 Tage Urlaub und hab bis zum aussprechen des Beschäftigungsverbots 6 Tage Urlaub genommen gehabt . Im April 2017 bin ich dann ins Beschäftigungsverbot gegangen . Meine Tochter ist am 17.11.2017 geboren . Stehen mir dann noch die 20 Tage Urlaub für 2017 zu ? Zu dem habe ich jetzt nach der Elternzeit gekündigt , ich bin vom 17.11.17 bis 14.11.2018 in Elternzeit . Was muss mir jetzt an Urlaub noch ausgezahlt werden ?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Tina R.,

      in der Regel sollte der volle (bzw. noch verbleibende) Urlaubsanspruch während der Elternzeit erhalten bleiben. Wenn nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses der Urlaub nicht oder nur teilweise gewährt werden kann, ist üblicherweise ein finanzieller Ausgleich für die nicht genommenen Urlaubstage zu gewähren.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  5. Kaiser

    Hallo, eine Kollegin ist schwanger und die Frauenärztin stellt kein Beschäftigungsverbot aus, sie hat ihren Schwangerschaftsausweis und soll nun von unseren Pflegeheim aus in das Beschäftigungsverbot, wir sind [edit. v. d. Red.], nun soll sie ihre Überstunden und den rest. Jahresurlaub nehmen ehe sie in das Beschäftigungsverbot geht, wir haben die AVR-richtlinien

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Kaiser,

      da dies einen recht speziellen Sachverhalt darstellt, sollte sich Ihre Kollegin an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden. Dieser kann sich mit den Details der Situation vertraut machen und die Betroffene entsprechend beraten. Auch das Gesundheitsamt kann bei der Beurteilung für ein Beschäftigungsverbot eine Aussage machen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  6. Cindy D.

    Ich habe einen individuellen BV und arbeite 4std. Jetzt habe ich noch Überstunden von 27std. Wenn ich Überstundenfrei nehme, werden mir 8 oder nur 4std abgezogen?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Cindy D.,

      insbesondere, wenn Sie vertraglich vereinbart haben, dass Sie nur noch vier Stunden am Tag arbeiten, sollten Ihnen bei einem Überstundentag auch nur vier Stunden abgezogen werden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  7. Sandra G.

    Hallo,

    ich bin im Jahr 2017 ins Beschäftigungsverbot gegangen und aktuell in der Elternzeit, welche im Dezember endet. Ich werde nicht wieder ins Unternehmen zurückkehren, sondern kündige den Arbeitsvertrag zu Dezember. Meinen Urlaub für 2017 und 2018 möchte ich mir auszahlen lassen. Allerdings stellt sich mein Arbeitgeber quer und ist der Meinung, dass mir kein Urlaub für die Zeit des Beschäftigungsverbotes und Elternzeit zu steht.
    Ich habe doch den Anspruch auf Auszahlung des Urlaubsgeldes?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Sandra G.,

      generell sollte dies möglich sein, da während dieser Zeit das Arbeitsverhältnis nur ruht und nicht beendet ist. Wenn sich Ihr Arbeitgeber weiterhin weigert, raten wir Ihnen, sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  8. Lili

    Hallo ich hoffe das ich Hilfe bekommen kann
    Ich bin 2015 Februar ins berufverbot gegangen. Juni 2015 habe ich entbunden. 2018 Juni habe ich angefangen wieder zu arbeiten jetz wurde mir gesagt das mein Urlaub verfallen ist schon 2017 und das als Krankheit gesehen wurden ist. Aber hier Lese ich das es nicht verfällt. Habe noch 30 Tag offen von 2015 . Weiß nicht was ich noch machen soll

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Lili,

      das ist richtig, normalerweise verfällt der Urlaub während der Elternzeit nicht. Wir können Ihnen nur raten, sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wende, welcher Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  9. Kim

    Hallihallo,

    ich bin 2016 im August in das BV gegangen und hatte zu dem Zeitpunkt noch meinen bevorstehenden Winterurlaub, welcher eingereicht war. Diesen konnte ich durch das BV nicht antreten. Nun kam meine Kleine und ich bin nach einem Jahr Elternzeit wieder im Berufsleben (gleicher Arbeitgeber). Stehen mit die 5,5 Tage aus 2016 noch zu ?!

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Kim,

      ja, Urlaubstage verfallen auch nach mehreren Jahren während der Elternzeit nicht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  10. Melanie

    Hallo, mein ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag, der Ende Dezember 2019 ausläuft. Ich bin in der 13. Woche Schwanger und werde voraussichtlich am 26.4.2019 mein Baby bekommen. Der Betriebsarzt meiner Firma hat mir mitgeteilt, dass ich ab Mitte November diesen Jahres ein Beschäftigungsverbot habe. Was passiert denn mit meinem Urlaub für dieses Jahr und auch mit dem für 2019?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Melanie,

      während der Elternzeit verfällt Ihr Urlaub nicht, sondern bleibt bis zum Ende der Elternzeit, wenn Sie wieder arbeiten kommen, bestehen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  11. Jana S.

    Hallo,
    Ich bin am 22. Dezember 2017 von Arbeitgeber ins BV geschickt worden. Vom 27.12.-30.12. war mein Urlaub (4Tage) geplant, den ich aufgrund des BV nicht antreten konnte. Ich habe einen Jahresurlaub von 25 Tagen. Für die Zeit des BV in 2018 und den Mutterschutz habe ich 100% Urlaubsanspruch?! Mein Arbeitgeber hat mir nun für die Elternzeit (12 Monate) den Urlaub um 1/12 gekürzt. Verfällt mein Urlaub aus 2017? Wie viel Urlaubsanspruch habe
    ich für 2019? Wenn ich alle Tage in Anspruch nehme( Neuer und älter Urlaub) ? Vielen Dank

    Antworten
  12. Jessika M.

    Hallo,
    Ich bin im Februar diesen Jahres ins BV gekommen. Mein Baby ist am 14.5. Geboren. Ich habe 26 Urlaubtage. Wie viele Urlaubstage stehen mir dann noch zu? Ich hatte keinen Urlaub bis Februar genommen. Steht mir der Urlaub nur Anteilmäßig zu?
    Hat man auch Anspruch auf den Urlaub bis zum Ende des Muschu?
    Lg Jessi

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Jessika,

      in der Regel besteht auch bei einem Beschäftigungsverbot der volle Urlaubsanspruch. Dieser kann üblicherweise auch nach dem Mutterschutz und sogar nach der Elternzeit geltend gemacht werden.

      Ihr Team von arbeitsvertrag.org

      Antworten
  13. Kristin

    Hallo,
    Ich habe ab sofort ein individuelles BV für 4h erhalten. Ich habe noch 5 Urlaubstage. Meine Urlaubstage sind ja normalerweise für ein 8,5 h Tag. Jetzt stellt sich mir die Frage: verdoppeln sich nun die Urlaubstage?

    Viele Grüße Kristin

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Kristin,

      obwohl solche Änderungen nicht üblich sind, kann diese Frage letztendlich nur Ihr Arbeitgeber beantworten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  14. Bianca

    Hallo liebes Team

    Ich habe eine Frage und zwar bin ich im Oktober 2013 in Beschäftigungsverbot gegangen, danach in Elternzeit gegangen, bevor die Elternzeit von 2 jahren beendet wurde(07.2016), bin ich erneut ins Beschäftigungsverbot gegangen und bin 2017 wieder in Elternzeit gegangen bis märz 2019.
    Wie verhält sich dies nun mit dem Urlaub, habe ich da noch Anspruch auf Urlaubstage? Oder sind diese verfallen?
    Mfg Bianca

    Antworten
  15. Petra

    Liebes Team,

    ich stehe kurz davor meine Erziehungszeit zu beenden.
    Vor der Geburt meines Kindes im August 2016 habe ich ab April Beschäftigungsverbot gehabt und konnte somit meinen restlichen Urlaub von insgesamt 17 Tagen nicht nehmen.
    Nun möchte ich gerne wieder anfangen.
    Leider möchte mir die Firma nur 11 Tage (gesetzlicher Urlaub) zugestehen, da es sich bei den restlichen 6 Tagen um sogenannten freiwilligen Urlaub handelt.
    Ist es korrekt, dass freiwilliger Urlaub nicht unter das Mutterschutzgesetzt fällt und dieser somit nach 1,5 Jahren verfällt?

    Vielen Dank für Ihre kurze Rückmeldung.
    mfg Petra

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Petra,
      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Rechtsberatung anbieten und demnach auch keine einzelfallbezogenen Fragen beantworten können. Sie können sich mit Ihrer Frage an einen Anwalt wenden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  16. Hatschi

    Guten Tag,

    Ich hatte ab Mai 2017 eiN Beschäftigungsverbot und meine Tochter kam am 15.12.2017 zur Welt. Ich habe im Jahr 2017 keinen meiner Urlaubstage genommen. Meine elternzeit geht jetzt nicht bis Mitte Dezember 2019 , jedoch steige ich im September 2019 mit ein paar Stunden wieder bei keinen Betrieb ein. Wie gestaltet es sich nun mit dem Urlaub ,ist dieser verfallen?kann ich diesen ab September nehmen oder erst ab Dezember?
    Ich bin im öffentlichen Dienst tätig, hatte mein Arbeitgeber angefragt ,dieser hat bis jetzt keine Rückmeldung bzgl. des Urlaubes gegeben.
    Ich danke Ihnen vielmals im Vorraus.

    Antworten
  17. Daniela

    In manchen Arbeitsverträgen wird zwischen dem rechtlich zu erteilenden Mindesturlaub (24 Tage) und freiwillig vom Arbeitgeber gewährten weiteren Urlaubstagen laut Arbeitsvertrag (z.B. 30 Tage Jahresurlaub statt der gesetzlichen 24, also 6 über das gesetzl. Minimum hinaus) unterschieden.
    Hier werden z.B. andere als die gesetztlichen Fristen für den Vefall, auch ohne Verschulden des Arbeitnehmers, angesetzt, z.B. generell ersatzloser Verfall der freiwillig gewährten Zusatztage zum 31.12. oder 31.03. des Folgejahres.
    In der Regel sind solche Verträge immer so formuliert, daß der gesetzliche Mindesturlaub automatisch zuerst angewendet und erst danach die freiwillig gewährten Tage verbraucht werden können.

    Wirkt sich das dann bei Beschäftigungsverbot mit anschließender Elternzeit über die Frist hinaus aus?

    Also im Klartext: Wenn der behandelnde Arzt z.B. im Dezember 2017 ein komplettes Beschäftigungsverbot bis zur Geburt verhängt und noch einige der zusätzlichen Urlaubstage aus 2017 nicht abgenommen wurden (gesetzl. Mindesturlaubstage bereits früher abgenommen), dann erst im März 2019 aus der Elternzeit zurück kehrt, sind dann die Tage aus 2017 verfallen da hier ja der Stichtag 31.03.2018 war oder bleiben ihm diese wie der gesetzlich vorgeschriebene Urlaub erhalten?
    Wenn sie verfallen, wie verhält es sich dann mit den Zusatztagen aus 2018, die ja zum 31.03.2018 verfallen würden. Der Arbeitnehmer wäre zum Erhalt ja dann gezwungen alle entstandenen Tage im März auf einmal abzufeiern, da die freiwillig gewährten ja erst nach den gesetzlich vorgeschriebenen genommen werden können.

    Antworten
  18. Sabrina

    Hallo,

    Meine Tochter ist am 20.06.2018 geboren, bevor ich schwanger wurde, hatte ich schon meinen kompletten Jahresurlaub 2017 verbraucht, ich bin bis zum 20.06.2019 in Elternzeit und müsste dann wieder arbeiten, aber habe ich denn eigentlich von 2018 noch Anspruch auf Urlaub? :-((

    LG Sabrina

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Sabrina,
      der Chef kann den Jahresurlaub für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen; verpflichtet ist er dazu aber nicht. Konnten Sie Urlaubstage aufgrund der Elternzeit nicht in Anspruch nehmen, muss Ihr Chef Ihnen diese in der Regel nach der Elternzeit im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr bewilligen. Da es uns nicht zusteht, eine kostenlose Rechtsberatung anzubieten, sollten Sie sich jedoch an einen Anwalt wenden, um sicherzugehen, wie sich das Ganze in Ihrem Fall verhält.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  19. Nine

    Hallo,

    ich wurde ab Bekanntgabe der SS sofort ins BV geschickt.

    Nun erhalte ich ein Schreiben von meinem Arbeitgeber, indem mir mein Urlaub zugeteilt wurde. Dieser soll während des BV genommen werden.

    Bei meiner ersten SS beim selben Arbeitgeber konnte ich meinen Resturlaub nach der Elternzeit nehmen.

    Darf mir der Arbeitgeber meinen Urlaub während des BV zuteilen und wenn ja unter welchen genauen Bedingungen?

    Antworten
  20. Ricarda

    Guten Tag,

    hat man während eines generellen BV Anspruch auf tariflich festgelegten Sonderurlaub, beispielsweise für eine Trauung?

    Freundliche Grüße, R.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Ricarda,

      hier kann die Art des BVs eine Rolle spielen. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  21. Mirela

    Hallo,

    ich wurde ab Bekanntgabe der SS sofort ins BV geschickt.
    Ich habe vor der Schwangerschaft Urlaub bekommen. Jetzt bin ich wegen eines Arbeitsverbots bis zur Geburt zu Hause.
    Nun erhalte ich ein Schreiben von meinem Arbeitgeber, indem mir mein Urlaub zugeteilt wurde. Dieser soll während des BV genommen werden.

    Darf mir der Arbeitgeber meinen Urlaub während des BV zuteilen und wenn ja unter welchen genauen Bedingungen?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Mirela,

      in der Regel sollte es nicht zu einer Kürzung der Urlaubstage während eines Beschäftigungsverbots kommen, wenn der Urlaub im Vorfeld geplant war.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  22. Eva

    Hallo,

    ich bin derzeit noch in Elternzeit (bis 04.07.). Mein Arbeitsvertrag läuft am 30.06. aus. Ich habe gerade erfahren, dass dieser nicht verlängert werden kann. Ich habe mich zum Glück vorsichtshalber bereits rechtzeitig arbeitsuchend gemeldet, damit ich Arbeitslosengeld beantragen kann und mir keine Sperrfrist droht. Ich habe nun aber noch insgesamt 11 Tage Urlaub aus der Zeit vor und während meines Mutterschutzes und möchte mir diesen auszahlen lassen. Muss ich jetzt trotzdem mit einer Sperrfrist beim ALG rechnen, obwohl ich durch Mutterschutz und Elternzeit keine Chance hatte, den Urlaub zu nehmen? Danke im Voraus für Ihre Einschätzung!

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Eva,

      wir bitten Sie, sich mit dieser Frage an Ihren zuständigen Sachbearbeiter im Arbeitsamt zu wenden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  23. Sandra

    Hallo liebes Team,

    wie verhält es sich mit dem Urlaubsansprich,im Stillbeschäftigungsverbot? Und wenn man nach dem Beschäftigungsverbot und Stillbeschärigungsverbot kündigt.Muss der Arbeitgeber,die Urlaubstage auszahlen?

    Antworten
  24. Melanie

    Hallo liebes Team,

    ich befinde mich seit dem 23.03.2019 in einem Beschäftigungsverbot nach §3 Abs. I des MuSchG. Der voraussichtliche Entbindungstermin ist der 13.09.2019. Steht mir für die Zeit vom 23.03. bis zum Mutterschutzbeginn 01.08.2019 Urlaub zu? Oder gilt hier nur der Urlaub bis zum 23.03.2019?
    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

    Liebe Grüße

    Antworten
  25. Carmen E.

    Guten Abend,
    Ich habe eine Frage bzgl. der Std Berechnung vom Urlaub. Ich hatte ein Beschäftigungsverbot, arbeite in der Pflege, und im Anschluss Mutterschutz und ein Jahr Elternzeit. Meinen Resturlaub bekomme ich laut Dienstplan aber zu welcher Std. Berechnung. Und zwar habe ich vor der Schwangerschaft 85% im Monat gearbeitet und hatte 28 Tage Urlaub. Wie jeder andere Mitarbeiter auch (Std. Berechneten sich nach den jeweiligen Prozenten).
    Jetzt arbeite ich nur 40% im Monat. Muss nicht der Resturlaub auf meine damaligen 85% berechnet werden?
    Ich hoffe das war einigermaßen verständlich ausgedrückt.
    Vielen Dank schon mal für die Antwort.
    Carmen

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Carmen E.,

      wir können uns nicht mit Ihrer Situation vertraut machen, um eine Einschätzung zu geben – dies dürfen wir ohnehin nicht. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  26. Diana

    Hallo, ich bin seit dem 16.7.19 im Beschäftigungsverbot und arbeite nach einem Tarifvertrag der DB. Der Geburtstermin ist Anfang März. Im Anschluss würde ich für ein Jahr oder eineinhalb Jahre in Elternzeit gehen. Wie müsste ich mit dem Resturlaub von diesem Jahr verfahren und der Gesamturlaub im Jahr 2020? Würden sie sich summieren, bis ich wieder arbeite?

    MfG Diana

    Antworten
  27. Lisanna

    Hallo liebes Team,
    ich bin im Februar 2016 wegen meiner ersten Schwangerschaft ins Beschäftigungsverbot gegangen. Ab April 2016 war ich im Mutterschutz und anschließend direkt in Elternzeit… Nach der Elternzeit war ich ab September 2017 dann direkt wieder wegen der zweiten Schwangerschaft im Beschäftigungsverbot. Ab Januar 2018 war ich dann mit dem zweiten Kind im Mutterschutz und danach direkt wieder in Elternzeit. Diese dauert bis heute an… Nun möchte ich das Arbeitsverhältnis kündigen und nach der Elternzeit im November an einer neuen Stelle anfangen…
    Meine Frage: Habe ich für die komplette Zeit ab 2016 einen bis heute geltenden Urlaubsanspruch?
    Muss meine Chefin mir den kompletten Urlaub ausbezahlen?
    Vielen Dank im Voraus für die Antwort!
    Lisanna

    Antworten
      1. Arbeitsvertrag.org

        Hallo Vanessa,
        wie bereits in einer vorherigen Antwort beschrieben, kann der Arbeitgeber den Jahresurlaub für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. Er ist dazu jedoch nicht verpflichtet. Wenn Sie aufgrund der Elternzeit gewisse Urlaubstage nicht beanspruchen konnten, müssen diese normalerweise nach der Elternzeit im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr bewilligt werden.

        Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

        Antworten
  28. Michele K.

    Guten Tag.
    Da ich kurz vor dem Wiedereinstieg nach 2 Jahren Elternzeit stehe, habe ich eine Frage bezüglich meines Urlaubs vor der Elternzeit.
    Ich habe im Juli 2017 von meiner Frauenärztin ein generelles Beschäftigungsverbot mit sofortiger Einweisung ins KH erhalten und konnte deshalb meinen bereits geplanten Urlaub nicht mehr wahrnehmen. Das Kind wurde im Dezember 2017 geboren und ich war nun bis November 2019 in Elternzeit. Ab 4.11.19 fange ich bei meinem alten Arbeitgeber erst mal mit einer 450 Euro Stelle an.
    Wie verhält es sich da nun mit dem nicht wahrgenommenen Urlaub aus 2017? Steht der mir zu, trotz dass es nur eine 450 Euro Stelle und nicht meine damalige Teilzeit Stelle auf 20 Stunden ist?

    Vielen Dank im Voraus

    Antworten

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