Das Gehalt – die Gegenleistung für getane Arbeit

Der große Gehaltscheck: Wer verdient am meisten in Deutschland?

Der große Gehaltscheck: Wer verdient am meisten in Deutschland?

Knapp 45 Millionen Erwerbstätige gehen gemäß statistischen Erhebungen einer Tätigkeit in Deutschland nach. Hierbei handelt es sich ausschließlich um jene, die auch ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik haben. Sie arbeiten als Bäcker, Automechaniker oder Physiotherapeut, um sich den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen und Lebensmittel sowie Kleidung bezahlen zu können.

Wie viel Geld sie am Ende des Monats in der Tasche haben, ist abhängig von der Vergütung, die sie von ihrem Chef erhalten. Monatlich beläuft sich dieser in der Regel auf einen festen Betrag. Wann Sie wie viel Geld auf Ihrem Konto erwarten können, entnehmen Sie für gewöhnlich dem vor Antritt unterschriebenen Arbeitsvertrag.

Doch welche Berufe mit hohem Gehalt gibt es eigentlich? Wie unterscheidet sich das Bruttogehalt vom Nettogehalt? Und wie können Sie Ihr Gehalt berechnen? Das alles und noch einiges mehr verrät Ihnen dieser Ratgeber.

Detaillierte Informationen zum Gehalt:

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Gehaltsverhandlung

Welche Vorgehensweise hilft bei einer Gehaltsverhandlung? Wir verraten es Ihnen.

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Löhne

Wer verdient wie viel Lohn in Deutschland. Aus diesem Ratgeber geht es hervor.

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Lohnabzug

Müssen Sie bei Fehlern mit Lohnabzug rechnen? Die Antwort liefern wir.

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Zeitlohn

Sie können vereinbaren pro geleisteter Stunde Arbeit bezahlt zu werden.

Leistungsgerechte Entlohnung

Leistungsorientierte Vergütung

Bonussysteme ermöglichen eine motivationsfördernde Bezahlung.

Gehälter in Deutschland

Regelmäßig befragen Karriere-Portale ihre Besucher zu ihrem Einkommen: In welchem Bundesland arbeiten Sie? In welcher Branche und welchem Unternehmen sind Sie tätig? Über wie viel Berufserfahrung verfügen Sie?

Hieraus lassen sich spannende Informationen über die Gehälter ziehen, die gerade für Berufseinsteiger ein wichtiger Quell dafür sein können, welche Jobs begehrt sind und wie viel Geld sie in Gehaltsverhandlungen verlangt werden kann. Der große Gehaltsreport der deutschen Jobbörse StepStone zeigte in einer Gehaltstabelle, welche Berufe ein hohes Gehalt abwerfen und in welchen Branchen weniger Geld auf dem Gehaltszettel steht.

Das durchschnittliche Gehalt einer Fach- bzw. Führungskraft vor Steuern lag im Jahr 2015 bei 52.000 Euro. Deutlich mehr verdienten Erwerbstätige im Bankensektor. Mit im Schnitt 63.720 Euro landeten die Finanzdienstleister als Gehaltsgruppe auf Platz 2, gefolgt von der Pharmaindustrie. Betrachten wir die Gehaltsstufen von der umgekehrten Seite, verdienten Handwerker vergleichsweise wenig – nämlich durchschnittlich nur 34.367 Euro. Nur marginal mehr gibt es laut Gehaltsvergleich der Berufe in der Hotellerie und Gastronomie zu verdienen – zumindest gibt das der StepStone-Gehaltsspiegel an.

Das Gehalt – eine Definition

Im Gehaltsvergleich der Berufe schneiden Handwerker mit am schlechtesten ab.

Im Gehaltsvergleich der Berufe schneiden Handwerker mit am schlechtesten ab.

Die Vergütung, die Sie für Ihre Arbeit erhalten, wird ganz allgemein als Arbeitsentgelt bezeichnet. Doch manchmal tauchen auch Begriffe wie Gehalt und Lohn auf.

Die Frage ist: Was bedeuten sie und gibt es einen Unterschied zwischen Lohn und Gehalt?

Zwischen all diesen Bezeichnungen existieren nur ganz feine Abweichungen, die im Alltagsgebrauch häufig keine Beachtung finden.

Vom Gehalt ist oftmals im Zusammenhang mit der Bezahlung von Angestellten die Rede. Arbeiter hingegen erhalten einen Lohn. Es hängt als von der Beschäftigung ab, wie die Vergütung genau bezeichnet wird.

Der Definition vom Gehalt nach handelt es sich hierbei um jenes Entgelt, das für die nicht selbstständige Tätigkeit gezahlt wird. Dies trifft auch auf den Lohn zu. Gehälter sind in der Regel jeden Monat identisch – und damit nicht an die erbrachte Leistung gekoppelt. Es ist jedoch möglich, dass das Gehalt um leistungsbezogene Bonuszahlungen oder Vergütungen für Überstunden ergänzt wird. Dies kann dazu führen, dass am Monatsende tatsächlich nicht immer gleich viel Geld zur Verfügung steht.

Ist die Gehaltsabrechnung Pflicht?

Viele Arbeitnehmer kennen das Prozedere: Am Ende des Monats geht der Personalverantwortliche reihum und gibt jedem Mitarbeiter einen Briefumschlag mit der Gehaltsabrechnung aus. Manche Unternehmen sparen sich diesen Organisationsaufwand ganz und stellen jedem spezielle Zugangsdaten für ein Portal bereit, auf dem die Entgeltabrechnung selbst heruntergeladen werden kann. Ist Ihr Arbeitgeber hierzu verpflichtet?

Das im Arbeitsvertrag vereinbarte Gehalt wird Ihnen nicht eins zu eins zur Verfügung gestellt, da es sich um einen Bruttowert handelt. Zudem führt der Arbeitgeber bestimmte Versicherungsbeiträge für Sie ab. Auskunft hierüber gibt die Lohn- oder Gehaltsabrechnung. Sie gibt Auskunft über folgende Aspekte:

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers/Unternehmens
  • Name, Anschrift, Geburts- und Eintrittsdatum in das Unternehmen
  • Steuerklasse des Arbeitnehmers
  • Versicherungsnummer
  • Abrechnungszeitraum
  • abgeführte Sozialabgaben (Krankenversicherungs-, Rentenversicherungs-, Arbeitslosen-und Pflegeversicherungsbeiträge)
  • u. v. m.
Auf die Aushändigung dieser Informationen sowie etwaiger Zuschläge, Zulagen, Abschlagszahlungen und Vorschüsse haben Sie ein gesetzlich verbrieftes Recht. Das besagt die Gewerbeordnung in § 108. Und wie lange muss man diese Gehaltsabrechnungen aufheben? Es handelt sich um wichtige Dokumente, die ganz entscheidend sein können bei Konflikten mit dem Finanzamt beispielsweise. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie die Gehaltsabrechnung aufbewahren – und zwar wenn möglich bis zu Rente. So gehen Sie auf Nummer sicher und haben im Notfall ein Beweisstück in der Hand.

So können Sie Ihr Gehalt ausrechnen

Die Gehaltsklasse besagt: Das Gehalt liegt in einem Rahmen von bis. Ein Gehaltstarifvertrag kann genaueres aussagen.

Die Gehaltsklasse besagt: Das Gehalt liegt in einem Rahmen von bis. Ein Gehaltstarifvertrag kann genaueres aussagen.

Wohnung, Nahrungsmittel und Urlaubsreisen kosten Geld, das selbst aufgebracht werden muss, wenn Sie nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein wollen. Welchen Betrag Sie sich am Ende des Monats erarbeitet haben, ist deshalb von großer Relevanz. Hiervon hängt schließlich ab, ob Sie den Gürtel enger schnallen müssen oder weiter in Saus und Braus leben können.

Beim Gehalt wird in brutto und netto unterschieden. Was ist das Bruttogehalt? Hierbei handelt es sich um die Menge an Geld, die Ihnen vor Abzug der Steuern zusteht. Es unterscheidet sich vom Nettowert darin, dass hiervon erst noch diese Kosten abgezogen werden müssen:

  • Lohnsteuer
  • Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung

Das heißt: Das Geld, das Ihnen am Ende des Monats überwiesen wird, ist das Nettogehalt. Diesen Betrag können Sie tatsächlich ausgeben.

Um herauszufinden, welcher Betrag Ihnen am Ende des Monats gutgeschrieben wird, können Sie selbst errechnen. Sie müssen lediglich die wichtigsten Informationen zur Hand haben, um Ihr tatsächliches Gehalt zu berechnen.

Folgende Daten sollten Sie für die Berechnung Ihres Gehalts parat haben:

  • Wie hoch ist Ihr Gehalt brutto?
  • Erhalten Sie einen geldwerten Vorteil?
  • Wie hoch ist Ihr jährlicher Steuerfreibetrag?
  • In welche Steuerklasse sind Sie eingeordnet?
  • Zahlen Sie Kirchensteuer?
  • Sind Sie gesetzlich oder privat krankenversichert?
  • Wie hoch ist Ihr Krankenversicherungssatz?
  • Haben Sie Kinder?
  • Sind Sie gesetzlich oder privat rentenversichert?
  • Sind Sie gesetzlich oder privat arbeitslosenversichert?
Das Tarifgehalt kann je nach Branche unterschiedlich ausfallen. Entscheidend sind die Absprachen der Verhandlungspartner.

Das Tarifgehalt kann je nach Branche unterschiedlich ausfallen. Entscheidend sind die Absprachen der Verhandlungspartner.

Übrigens: Nicht in jedem Fall ist es sinnvoll, auf eine reine Erhöhung des Gehalts zu setzen.

Langfristig kann eine Gehaltsumwandlung sich als empfehlenswerter herausstellen.

Der Staat fördert es, wenn Betriebe Arbeitnehmer bei der betrieblichen Altersvorsorge unterstützen.

In diesem Zuge gibt der Mitarbeiter von seinem Gehalt etwas her, um für die Zukunft finanziell abzusichern. Dafür verzichtet der Gesetzgeber darauf, auf diesen bestimmten Teil Einkommenssteuer und Sozialabgaben zu erheben.

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