Die Überstundenregelung im Arbeitsrecht

Muss man Überstunden machen? In der Regel kommt es darauf an, was im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag steht.

Muss man Überstunden machen? In der Regel kommt es darauf an, was im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag steht.

Nahezu jeder Arbeitnehmer kennt das Problem: Der Termindruck zur Fertigstellung einer Aufgabe wird immer größer, es ist aber noch eine ganze Menge zu tun. Und nun?

Viele Arbeitnehmer entschließen sich dann die Arbeitszeit auszudehnen, um rechtzeitig fertig zu werden. Private Verpflichtungen müssen vorerst zurückstehen.

Werden Sie hierfür entlohnt? Schließlich leisten Sie Mehrarbeit. Und müssen Sie auch in Teilzeit Überstunden leisten?

Der folgende Artikel gibt Auskunft darüber, was Sie zur Überstundenregelung wissen müssen.

Spezielle Informationen rund um Überstunden:

azubi-ueberstunden-ratgeber

Azubi-Über­stunden

Erfahren Sie hier, unter welchen Umständen Auszubildende Überstunden machen dürfen.

ueberstundenabbau-ratgeber

Über­stunden­abbau

Geleistete Überstunden können mit Freizeitausgleich abgebaut werden.

ueberstunden-auszahlen-ratgeber

Über­stunden aus­zahlen

Können Überstunden nicht mehr durch freie Tage ausgeglichen werden, können sie ausgezahlt werden.

ueberstunden-berechnen-ratgeber

Über­stunden berech­nen

Mit welcher Formel Sie Ihre Überstunden und die Bezahlung berechnen können, erläutert dieser Ratgeber.

ueberstundenzuschlag

Über­stun­den­zu­schlag

Wann Ihnen ein Überstundenzuschlag zusteht, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber zur Thematik.

Was sagt die gesetzliche Regelung zum Thema Überstunden?

Wie lange Arbeitnehmer am Tag maximal arbeiten dürfen, ist im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) festgehalten. Der Gesetzgeber definiert hierin, dass pro Werktag höchstens acht Stunden erlaubt sind. Spätestens nach sechs Stunden ist eine Pause einzulegen, die der Regeneration und Erholung dient.

Im Arbeitsrecht gibt es selten Regelungen ohne Ausnahmen, so auch hier. Erlaubt wird die tägliche Ausdehnung auf bis zu zehn Stunden, allerdings nur, wenn binnen:

  • sechs Kalendermonaten oder
  • 24 Wochen

durchschnittlich wieder eine Arbeitszeit von maximal acht Stunden pro Werktag erreicht wird. Auf diese Weise darf grundsätzlich vorrübergehend länger gearbeitet werden.

Überstunden anordnen – Darf das der Arbeitgeber?

Wie viele Stunden Sie in der Woche arbeiten müssen, darauf haben Sie sich im Arbeitsvertrag mit Ihrem Chef geeinigt. Viele Arbeitsverträge enthalten eine sogenannte Überstundenklausel, die besagt, in welchem Umfang Mehrarbeit zu leisten ist. Eine Formulierung, die pauschal das Ableisten von Mehrarbeit verlangt, ist in der Regel nicht rechtens, da der Arbeitnehmer nicht in der Lage ist, abzuschätzen, wie viele Überstunden ihm bevorstehen. Es muss daher eine genaue Regelung getroffen werden.

Nicht nur im individuellen Arbeitsvertrag, auch in Betriebsvereinbarungen oder einem Tarifvertrag kann festgehalten sein, wie die Überstundenregelungen aussehen.

Übrigens: Die gesetzliche Überstundenregelung sieht vor, dass in bestimmten Ausnahmesituationen über die vereinbarten Stunden hinweg, Mehrarbeit verlangt werden kann. Auf die Frage „Muss ich Überstunden machen?“ gibt es deshalb die Antwort: Ja, wenn sie vereinbart wurden oder eine unvorhergesehene Situation eintritt, die das Unternehmen nicht hätte vermeiden können.

Arbeiten in Teilzeit – was die Überstundenregelung hier sagt

Bei der Überstundenregelung in Teilzeit sollten Sie darauf achten, ob auf einmal eine Vollzeitstelle draus wird.

Bei der Überstundenregelung in Teilzeit sollten Sie darauf achten, ob auf einmal eine Vollzeitstelle draus wird.

Gehen Sie einer Arbeit in Teilzeit nach, also 30 Stunden oder weniger pro Woche, sind Überstunden in der Regel nicht von Ihnen zu verlangen.

Es kann jedoch Ausnahmen geben, wenn ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung andere Vorgaben machen. Ebenfalls können – sehr selten eintretende – Notsituationen das Ableisten von Überstunden erforderlich machen.

Beachten Sie im Arbeitsrecht bei der Überstundenregelung: Angesichts regelmäßig geleisteter Mehrarbeit können Sie schnell von der Teilzeitarbeit in den Vollzeitjob rutschen. Durch die Veränderung der Arbeitszeiten wird eine stillschweigende Änderung des Arbeitsvertrages vorgenommen.

Überstundenregelung öffentlicher Dienst – Was gilt für Beschäftigte in diesem Bereich?

Für die Bediensteten im öffentlichen Dienst, gibt es einen Tarifvertrag (TVöD), der in § 7 „Sonderformen der Arbeit“ festhält, dass Überstunden vom Vorgesetzten anzuordnen sind.

Zudem werden sie als solche bezeichnet, wenn sie nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche in Form von Freizeit ausgleichbar sind.

Die Überstundenregelung in Deutschland – Müssen Überstunden vom Arbeitgeber bezahlt werden?

Mit welcher Vergütung Sie für Überstunden rechnen können, ist abhängig davon, was im Tarif- oder Arbeitsvertrag vereinbart wurde. Ist hierin nicht vermerkt, wie Sie für geleistete Überstunden entlohnt werden, findet sich eine Überstundenregelung im Gesetz (§ 612 BGB – Bürgerliches Gesetzbuch).

(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Dienstleistung den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.
(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen.“

Achtung: Wie viel Geld pro Stunde Sie erhalten, ist demnach abhängig davon, was durchschnittlich in der Branche bzw. dem Betrieb gezahlt wird. Auch Tarifverträge können hier zur Bemessung herangezogen werden, selbst wenn Sie in Ihrem Betrieb eigentlich keine Anwendung finden.

Zur Bezahlung von Überstunden: Eine konkrete gesetzliche Regelung, die besagt, wie viel Euro brutto Sie pro geleisteter Überstunde erhalten, gibt es nicht. Arbeiten Sie hingegen jeden Monat gleich viel und erhalten dafür immer den gleichen Lohn, haben Sie einen Anspruch darauf, eine Vergütung zu erhalten, die Ihrem regulären Stundensatz entspricht.

Für Auszubildende gibt es eine Überstundenregelung, die gesetzlich festgeschrieben ist. Im Berufsbildungsgesetz (BBiG – § 17) steht, dass Arbeitszeiten, welche die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit sprengen, besonders zu entlohnen sind. Alternativ ist ebenfalls das Abbummeln der Mehrarbeit erlaubt.

Die gesetzliche Überstundenregelung für Auszubildende in Deutschland sieht eine Vergütung oder einen Freizeitausgleich vor.

Die gesetzliche Überstundenregelung für Auszubildende in Deutschland sieht eine Vergütung oder einen Freizeitausgleich vor.

Übrigens: Es gibt eine Beitragsbemessungsgrenze, die in Verbindung damit steht, wie viel ein Arbeitnehmer brutto verdient. Hiervon ist abhängig, wie viel Geld an die Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen müssen. Sie ist ebenfalls von Bedeutung für die Vergütung bei der Überstundenregelung.

Verdienen Sie nämlich mehr als 74.400 Euro im Jahr im Westen Deutschlands und mehr als 64.800 Euro pro Jahr im Osten der Republik, ist es unter Umständen rechtens, dass Sie Ihre geleisteten Überstunden nicht bezahlt bekommen (BAG, Az. 5 AZR 765/10).

Wie sieht die Überstundenregelung bei Kündigung aus?

Für die meisten wird die Frage nach der Überstundenregelung und ihrer Bezahlung richtig interessant, wenn sie selbst die Kündigung einreichen oder gekündigt werden. Häufig wollen Arbeitnehmer dann so schnell wie möglich weg oder sich die geleisteten Überstunden ausbezahlen lassen.

Viele Arbeitgeber forcieren beim Austritt aus einem Unternehmen die Unterzeichnung einer sogenannten Ausgleichsquittung. Kommen Sie diesem Wunsch nach, verzichten Sie gegebenenfalls auf alle etwaigen zur Bezahlung von Überstunden und sonstigen Ansprüche. Gehen Sie deshalb mit Bedacht vor, bekommen Sie ein solches Dokument vorgelegt.

Niemand kann von Ihnen verlangen, mit Ihrer Unterschrift den Forderungen zuzustimmen. Egal wie viel Druck der Arbeitgeber also macht, nehmen Sie sich die notwendige Zeit, das Schreiben genau durchzulesen und die Konsequenzen abzuwägen. Benötigen Sie Hilfe, bieten diverse Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Arbeitsrecht ihre Unterstützung in dieser und anderen Fragen zum Recht an. Diese prüfen das Material bis ins kleinste Detail und erörtern Ihnen die richtige Strategie.
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29 Gedanken zu „Die Überstundenregelung im Arbeitsrecht

  1. G. Jörns

    Guten Morgen
    Mein Arbeitgeber möchte einen neuen Arbeitsvertrag aufsetzen mit einer 40 Std Woche bei vollem Lohnausgleich
    Derzeit arbeite ich 38,5 Std /Woche und hatte bisher immer nur Zusätze zum bestehendem Arbeitsvertrag
    Kann sich ein neu aufgestzter Arbeitsvertrag negativ auswirken oder kann ich mich darauf einlassen?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Frau Jörns,
      es kommt ganz darauf an, welche Klauseln der Ihnen vorgelegte Arbeitsvertrag enthält. Es empfiehlt sich in der Regel, den Vertragsentwurf einem versierten Rechtsanwalt zu präsentieren und auf seine Fallstricke hin beurteilen zu lassen.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  2. Sarah

    Liebes Team von Arbeitsvertrag.org,

    Ich befinde mich in einem befristeten Arbeitsverhätnis (bis 08/17) möchte aber zum 01.07. kündigen dank eines neuen Job-Angebots. Mit meiner Kündigungsfrist müsste ich mit Zeitpunkt der Zustellung der Kündigung (vorraussichtlich 30.05.) noch bis zum 30.06. arbeiten. Binnen der Zeit habe ich noch 2 Wochen (10 U-Tage) Urlaub.

    Mit jetzigem Stand habe ich ca 90 Überstunden und noch Resturlaub. Binnen der Kündigungsfrist ist es nicht möglich diese in Freizeit auszugleichen: Chef selbst 2 Wochen in Urlaub, danach ich (ebenfalls in der Geschäftsführung).

    – es handelt sich um einen Tarifvertrag (Dehoga und NGG)
    – Habe ich sicher Anspruch darauf die Überstunden ausbezahlt zu bekommen?
    – wie sieht es mit “offenen Feiertagen”, an denen ich bisher keinen Freizeitausgleich bekam?
    – die Kündigung erfolgt zum 01.07. : hab ich rechtlich Anspruch auf abgeltung des Resturlaubs? Der kann ja nicht mehr genehmigt werden.

    – Wie muss ich meine Forderungen in der Kündigung formulieren?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Sarah,

      nach der Kündigung haben Sie das Recht darauf, die Überstunden ausgezahlt zu bekommen, die nicht ausgeglichen werden konnten. Bei einer Kündigung bis zum 30. Juni (also in der ersten Jahreshälfte) haben Sie auch den Anspruch auf Auszahlung von 1/12 des Jahresurlaubs für jeden Monat des Jahres, den Sie noch im Unternehmen tätig waren. Der restliche Urlaub kann beim neuen Arbeitgeber geltend gemacht werden. Eine Kündigung ab dem 1. Juli sorgt für den vollen Urlaubsanspruch. Dieser muss dann also komplett ausgezahlt werden, wenn er nicht wahrgenommen wurde. Hilfe bei der Formulierung kann Ihnen ein Anwalt für Arbeitsrecht liefern. An sich reicht es jedoch, wenn Sie schriftlich auf Ihre Ansprüche hinweisen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  3. s.gatzsch

    Liebes Team von Arbeitsvertrag.org,

    bei mir ist die lage ziemlich kniffelig. ich habe eine Änderungskündigung bekommen. dem neuen arbeitsvertrag kann und will ich aber nicht zustimmen. arbeitgeber hat die 4 wochen kündigungsfrist eingehalten, allerdings bin ich a noch krank geschrieben und b habe ich noch urlaub und über 100 überstunden. (15std woche). wir haben immer überstunden gesammelt um sie im winter wenn es ruhig ist ab zu bummeln. ich habe sie in meinem buch genau dokumentiert und chefin hat in ihrem pc auch alle std. allerdings befürchte ich jetzt, das sie sich dumm stellt und sagt ich hätte keine überstunden..wie soll ich mich verhalten?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo S.,

      normalerweise müssen Sie als Arbeitnehmer nachweisen, dass die Überstunden tatsächlich geleistet wurden und nötig waren. Wenden Sie sich dazu am besten an einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  4. Simone

    Liebes Team von Arbeitsvertrag.org!
    Wir arbeiten bei einen Druckdiensleister,für den wir viel für Messen arbeiten und somit in dieser Zeit viele Überstunden leisten, die auf einem Arbeitzzeitkonto (AZK) angespart werden. In den Sommermonaten, bei geringer Auftragslage, sollen/müssen wir diese Stunden abbummeln. Es ist vertraglich nicht geregelt, ob wir auch einen Tag freimachen können, wenn für uns 4 Mitarbeiter der Abteilung, nicht genug Arbeit da ist. In diesen Fall hat unsere Chefin uns einfach Urlaub eingetragen,ohne uns vorab darüber informiert zu haben. Hat sie als AG das Recht dazu, da wir vom AZK Stunden als Ausgleich genommen haben.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Simone,

      liegen keine gesonderten Absprachen oder Vereinbarungen vor, darf der Arbeitgeber den Zeitpunkt des Freizeitausgleiches bestimmen. Nur beim gesetzlichen Urlaub müssen auch die Interessen des Arbeitnehmers gewahrt werden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  5. Thomas Springer

    Hallo Liebes Team von Arbeitsvertrag org.

    In meinem Arbeitsvertrag steht das ich eine 45 Stunden Woche habe und das mit der Gehaltszahlung kein Anspruch auf Überstundenvergütung besteht. Meine Tatsächlichte Arbeitszeit beträgt aber im Schnitt 10 Stunden.

    Antworten
  6. Ricarda G.

    Hallo,
    habe im ambulanten Pflegedienst gearbeitet und zum 31.10.17 gekündigt. Hatte bis Ende August ein Überstundenkonto von 95 Plusstunden. Ab mitte September bis zum 22 Oktober war ich krankgeschrieben. Jetzt wurde in der Zeit das Stundenkonto um 50 Std reduziert. Meine Frage ist das rechtens????? Angeblich wird bei meiner 75% Stelle dann bei Krankheit nicht nach 6Std. Täglich gegangen sondern nach dem vorhandenen Dienstplan. Bin gerade mega sauer und fühle mich hintergangen. Können Sie mir helfen?

    Antworten
  7. Alain G.

    Guten Tag im Team,
    Laut Arbeitsvertrag und TV-L beträgt meine Arbeitszeit 39,5 Stunden pro Woche. Nun sollten für mich 20 Überstunden pro Monat für die nächsten 6 Monate (120 Stunden insgesamt) angeordnet werden. Diese Überstunden werden mir auch ausbezahlt und ich bin einverstanden.
    Das Problem ist, dass ich binnen 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen niemals auf eine durchschnittliche Arbeitszeit von maximal acht Stunden pro Werktag kommen werde, es ist einfach zu viel Arbeit zu erledigen da. Darf der Arbeitgeber es trotzdem anordnen und der Personalrat dem zustimmen, denn eine Personalvertretung im öffentlichen Dienst hat unter anderem darauf zu achten, dass Gesetze eingehalten werden?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Alain,

      die Anordnung widerspricht dem Gesetz zur Arbeitszeit der Arbeitnehmer. Sollten sowohl Chef als auch Personalrat das ignorieren, können Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  8. Claudia B.

    Ich arbeite bei einem Pflegedienst mit 25 Stunden in der Woche.
    Wir arbeiten 12Tage am Stück, haben dann 2Tage frei. Durch eine Fehlplanung, haben 4Kolleginnen
    gleichzeitig Urlaub!
    Muss ich als Teilzeitkraft wirklich im Teildienst arbeiten?
    Und so fast täglich 10Stunden arbeiten?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Claudia,

      eine ständige Überschreitung der durchschnittlichen Arbeitszeit ist nicht zulässig. Kurzzeitig kann ein Arbeitgeber Mehrarbeit verlangen muss diese aber durch Freizeit ausgleichen. Ihr Teilzeitarbeitsverhältnis kann sich stillschweigend in eine Vollzeitstelle wandeln, wenn Sie es stillschweigend hinnehmen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  9. Oleg

    Hallo,
    war dieses Jahr in den USA auf Montage, als ich zurückgereist bin, ging der Flug über die Nacht hindurch.
    Die Rückreise hat 18h gedauert, da laut dem System die Überstunden nach 24 uhr ein neuer Tag anfängt, hätte ich keine Überstundenzuschläge am zweiten tag erhalten da ich nur 8h unterwegs war.
    Damit ich die Überstundenzuschläge bekomme hat die Frau im Lohnbüro mir die Stunden auf ein Tag verteilt. Dadurch das die es jetzt so gemacht hat, hat das System angemeckert hat ich dann an diesem Tag abwesend war und mir 8h vom Gleitzeitkonto abgezogen.
    Mit den Überstundenzuschläge wären mir circa 24h ausgezahlt.

    Was mich jetzt Stört sind die 8h abzug vom Gleitzeitkonto, im Endeffekt bekomm ich für die Rückreise nur 16h ausgezahlt.

    Ist das so Rechtens? Meiner Meinung nach darf Sie mir keine 8h abziehen.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Oleg,

      Wie die Arbeitszeit bei Dienstreisen berechnet wird, regelt das Arbeitszeitgesetz. Dieses unterscheidet, wie der Weg zum Zielort zurückgelegt wurde und wann (während oder außerhalb der Dienstzeit, an einem Wochenende oder unter der Woche). Es wird auch unterschieden, ob Sie das Fahrzeug selbst gefahren haben oder ob Sie, wie beispielsweise im Flugzeug oder im Zug, die Zeit selbst nutzen können. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen Anwalt.

      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  10. Yvonne N.

    In meinem Vertrag gibt es keine Überstundenregelung. Es wird vorausgesetzt, dass man ständig (so gut wie täglich) Überstunden macht, die auch eigentlich nicht angeordnet werden, sondern kommentiert werden mit dem Satz, “das müssen wir noch fertiggebekommen” oder “das muss raus”. Diese Ansagen kommen immer kurz vor Feierabend oder wenn schon eigentlich schon Feierabend ist. Eine Kollegin schreibt sich die Überstunden auf und hat jetzt Freizeitausgleich gefordert, wobei es hier mächtigt Krach gegeben hat, da man voraussetzt, dass Überstunden gemacht werden und man sich diese auch nicht aufschreibt. Wie verhält man sich hier gemäß den arbeitsrechtlichen Bestimmungen rechtskonform? ImArbeitsvertrag steht nur, dass die Arbeitszeit 40 Stnden ohne Berücksichtigung der Pausen beträgt und sich grundsätzlich auf die Wochentage Montag bis Freitag verteilt.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Yvonne N.,

      in der Regel ist eine Überstundenklausel im Arbeitsvertrag enthalten, die festlegt, dass selbst bei Überstunden eine bestimmte Anzahl pro Woche nicht überschritten werden darf. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen Anwalt.

      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  11. Daniel St.

    Liebes Team,

    ich freue mich, dass man hier allgemeine Fragen stellen kann und habe das folgende Anliegen:

    Ich möchte meinen Job wechseln und habe schon vorab den Arbeitsvertrag vom neuen Arbeitgeber bekommen als Speditionskaufmann.
    Leider steht das folgende im Vertrag:
    „In der zwischen uns vereinbarten Vergütung sind monatlich bis zu 20 Überstunden enthalten“.

    Ist das rechtens? Ich weiß, dass die Firma eine Gleitzeit und Zeiterfassung anbietet und habe das mit den Überstunden schon von einer anderen Firma gehört.

    D.h. wenn man Überstunden macht und die unter 20 Stunden sind, verfallen diese monatlich oder?
    Wenn ich Überstunden aufbauen möchte, um mal einen Gleittag zu nehmen muss ich über 20 Stunden monatlich kommen – korrekt?

    Ich trete in ein normales Angestelltenverhältnis und finde die 20 Stunden extrem viel.

    Frage:
    Was kann ich tun? Dem Arbeitgeber sagen, dass ich dort „Null“ stehen haben möchte?

    Die Firma bzw. der Arbeitsvertrag soll laut Hamburger Tarifvertrag (Mantelvertrag?) bestehen.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir dazu noch heute eine Antwort zukommen lassen würden, da ich mich bis morgen entscheiden muss.

    Besten Dank und Liebe Grüße
    Daniel St.

    PS:
    Außerdem steht eine Kündigungsfrist von 3 Monaten im Vertrag was ich viel finde. Nur kann man doch schlecht sagen, dass man dort nur 1 Monat stehen haben möchte,
    wenn man sich auf den Job bewirbt? Schwierige Situation…

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Daniel St.,

      da wir leider keine Rechtsberatung anbieten dürfen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Anwalt zu wenden.

      Das Team von arbeitsvertrag.org

      Antworten
  12. Liselotte

    Hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachten,

    ich habe einen Arbeitsvertrag im dem steht:
    “Die Arbeitnehmerin verpflichtet sich, ihre Arbeitskraft und ihre Fähigkeiten soweit erforderlich, unabhängig von der im Betrieb geltenden üblichen Arbeitszeit zu entrichten. Mit der monatlichen Bruttovergütung ist ein Stundenkontingent von 18 Mehrarbeitsstunden abgegolten.”

    Was meint ihr dazu.
    Viele Grüße und einen Guten Rutsch
    Liselotte Steyer

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Lieselotte,

      leider dürfen wir keine Rechtsberatung anbieten. Wenn Sie wissen möchten, ob diese Klausel rechtens ist, müssen Sie sich an einen Anwalt wenden.

      Das Team von arbeitsvertrag.org

      Antworten
  13. franz

    hallo,habe 40% schwerbehinderung mit Gleichstellung,kann ich mich dann auch von Mehrarbeit befreien lassen??? oder brauch ich da 50%????

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Franz,

      Nach § 124 SGB IX dürfen Menschen mit Schwerbehinderung Mehrarbeit ablehnen. Als schwerbehindert gelten aber nur Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr.

      Das Team von arbeitsvertrag.org

      Antworten
  14. B.Mentrup

    Hallo, das Thema Mehrarbeit ist wirklich sehr knifflig und auch an meiner Arbeitsstelle täglich ein Thema:
    da ich eine Schwerbehinderung von 40 habe und gleichgestellt bin, kann ich nicht länger als täglich 4 Stunden in einer 5 Tage Woche arbeiten. ( Arbeitsvertraglich festgelegt).
    Da ich Arbeitskleidung tragen muss, gehören die Umkleidezeiten auch in diese vier Stunden,oder ist dies nicht richtig ?
    Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar !

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo B.Mentrup,

      Umkleidezeit ist unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitszeit, dies ergibt sich aus der Rechtssprechung. Beispielsweise muss das Tragen bestimmter Kleidung vom Arbeitgeber vorgeschrieben sein. Eine weitere Voraussetzung ist auch, dass das Umkleiden vor Ort (in den dafür vorgesehenen Umkleideräumen) stattfindet. Legen Sie die Arbeitskleidung zuhause an, kommt es unter Umständen auf die Arbeitskleidung selbst an.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  15. Manu

    Hallo, Ich bin seit November 2017 bei einem neuen Arbeitgeber. Dort bin ich auf Teilzeit angestellt (100 Stunden im Monat)

    Seitdem ersten Monat an habe ich immer 20 Überstunden und aufwärts. Ich habe den Bezirksleiter gefragt ob es nicht möglich ist mir 120 Stunden monatlich zu geben. Er hat es abgelehnt.

    Meine frage ist ob ich einen höheren Stundenvertrag einfordern kann, da ich auch im Monat Mai wieder 20-25 Überstunden mache, laut meines Dienstplanes.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Manu,

      unserer Kenntnis nach, ist bei regelmäßiger Mehrarbeit eine Umstellung auf Vollzeit möglich. Ob und wie Sie dies einfordern können, kann Ihnen aber nur ein Anwalt für Arbeitsrecht sagen, da wir keine Rechtsberatung anbieten dürfen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten

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