Arbeitsrecht in der Schwangerschaft: Diese Rechte haben Schwangere

Was besagt das Arbeitsrecht in der Schwangerschaft? Mehr dazu lesen Sie hier!

Was besagt das Arbeitsrecht in der Schwangerschaft? Mehr dazu lesen Sie hier!

Im Rahmen einer Schwangerschaft sind werdende Mütter durch das Mutterschutzgesetz besonders geschützt. Schwangere sollen so vor psychischen Belastungen und Gefahren der Gesundheit bewahrt werden. Zudem dient der Schutz auch der Erholung und dem Aufbau einer Mutter-Kind-Beziehung.

Dementsprechend kann der Arbeitnehmerin laut Arbeitsrecht in der Schwangerschaft auch ein Beschäftigungsverbot erteilt werden, sofern die Tätigkeit aufgrund gesundheitlicher Gefahren nicht mehr ausgeübt werden darf. Außerdem gilt ab sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt ein gesetzlicher Mutterschutz.

Aber was gilt sonst noch laut Arbeitsrecht für Schwangere? Gilt in der Schwangerschaft laut Arbeitsrecht eine Mitteilungspflicht? Wann muss der Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert werden? Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber.

Arbeitsrecht für Schwangere: Kündigungsschutz, Mutterschutz und Co.

Gemäß Mutterschutzgesetz (MuSchG) können werdende Mütter einen besonderen Schutz genießen. Das Arbeitsrecht bei einer Schwangerschaft sieht beispielsweise einen besonderen Kündigungsschutz während und nach der Schwangerschaft vor.

Dementsprechend ist eine Kündigung während der Schwangerschaft und bis zu vier Monate nach Entbindung unzulässig. Schließt an den Mutterschutz direkt eine Elternzeit an, kann die Arbeitnehmerin auch dann nicht gekündigt werden.Vorausgesetzt ist dem natürlich, dass der Arbeitgeber von der Schwangerschaft Kenntnis hat oder nach der Kündigung innerhalb von zwei Wochen darüber informiert wird.

Der Kündigungsschutz gilt laut Arbeitsrecht in der Schwangerschaft auch für Angestellte in kleinen Betrieben mit weniger als sechs Beschäftigten. Ein befristeter Arbeitsvertrag endet allerdings wie vertraglich vorgesehen. Eine Schwangerschaft ändert laut Arbeitsrecht nichts daran.

In besonderen Fällen kann eine Kündigung allerdings auch zulässig sein. Dies ist beispielsweise bei einem Diebstahl oder der Stilllegung eines Betriebs der Fall. Wichtig ist, dass die Kündigung nicht mit dem Umstand der Schwangeren zu tun hat. Grundsätzlich bedarf die Kündigung dann aber der Zustimmung der zuständigen oberen Landesbehörde.

Sind Sie schwanger ist laut Arbeitsrecht nicht jede Tätigkeit erlaubt

Sind Sie schwanger, sieht das Arbeitsrecht Besonderheiten für Kündigung und Tätigkeit vor.

Sind Sie schwanger, sieht das Arbeitsrecht Besonderheiten für Kündigung und Tätigkeit vor.

Durch das Mutterschutzgesetz sollen Schwangere besonders geschützt werden. Dies gilt auch für Tätigkeiten, die im Unternehmen ausgeführt werden. Während der Schwangerschaft muss der Arbeitgeber darauf achten, dass die die werdende Mutter keine Arbeiten verrichtet, die ihrer oder der Gesundheit ihres Babys schaden könnten.

Dazu zählen laut Arbeitsrecht in der Schwangerschaft beispielsweise Tätigkeiten wie Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen und Chemikalien, Dämpfen, Hitze, starke Kälte oder Nässe sowie Erschütterungen und Lärm. Auch ein häufiges Beugen und Strecken sowie das regelmäßige Heben von mehr als 5 kg sind verboten.

Ab dem fünften Schwangerschaftsmonat dürfen werdende Mütter nicht mehr als vier Stunden stehen. Zusätzlich sind ausreichende Erholungspausen zu gewähren. Akkord- und Fließbandarbeit sowie Nacht- und Sonntagsarbeit nach 20 Uhr sind zudem verboten.

Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat ist das Arbeiten in Beförderungsmitteln (Bus, Flugzeug, Taxi, Bahn etc.) nicht erlaubt. In diesem Fall muss der Arbeitgeber laut Arbeitsrecht in der Schwangerschaft der Arbeitnehmerin eine andere Tätigkeit anbieten. Ist dies nicht möglich, muss sie von der Arbeit bei vollem Gehalt freigestellt werden.

Gilt in der Schwangerschaft laut Arbeitsrecht eine Mitteilungspflicht?

Damit ein besonderer Schutz laut Arbeitsrecht in der Schwangerschaft gilt, muss die Schwangere den Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren. Nach § 5 MuSchG besteht für werdende Mütter eine Mitteilungspflicht. Ab dem Zeitpunkt der Kenntnis soll die Arbeitnehmerin den Arbeitgeber unverzüglich über den errechneten Geburtstermin informieren.

Der Arbeitgeber kann zudem ein Attest vom Arzt oder der Hebamme mit dem voraussichtlichen Geburtstermin verlangen. Diesen Termin benötigt der Arbeitgeber vor allem zur Fristberechnung des Mutterschutzes.
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