Wann kommt es zur Kündigung durch den Arbeitgeber?

Die Kündigung durch den Arbeitgeber kann aus verschiedenen Gründen erfolgen. Sie liegen entweder in der Person des Arbeitnehmers oder außerhalb seiner selbst.

Die Kündigung durch den Arbeitgeber kann aus verschiedenen Gründen erfolgen. Sie liegen entweder in der Person des Arbeitnehmers oder außerhalb seiner selbst.

Will ein Unternehmer Arbeitnehmer entlassen, ist er gemäß Arbeitsrecht an zahlreiche gesetzliche Vorschriften gebunden. Hier ist zunächst das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) zu nennen, das aufführt, unter welchen Bedingungen Arbeitnehmer gefeuert werden dürfen.

Und auch im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) finden sich einige Klauseln, die die Kündigung des Arbeitsverhältnisses betreffen – z. B. welche Kündigungsfristen einzuhalten sind.

Überdies ist die Kündigung bestimmter Personen bzw. Gruppen in weiteren, separaten Gesetzestexten niedergeschrieben (Schwerbehindertengesetz, Mutterschutz, Berufsbildungsgesetz etc.) In diesem Zusammenhang sprechen Experten vom einzuhaltenden Sonderkündigungsschutz. Lesen Sie mehr hierzu in diesem Ratgeber.

Aus welchen Gründen können Vorgesetzte eine Kündigung veranlassen?:

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Betriebsbedingte Kündigung

Bleiben die Aufträge aus, kann aus betrieblichen Gründen gekündigt werden.

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Personenbedingte Kündigung

Im Arbeitnehmer liegende Gründe, können zum Jobverlust führen.

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Verhaltensbedingte Kündigung

Fehlverhalten kann kurz- oder langfristig die Entlassung herbeiführen.

Die mündliche Kündigung durch den Arbeitgeber: Betroffene sollten sich dagegen wehren.

Mündliche Kündigung durch den Arbeitgeber

Ist eine mündlich ausgesprochene Kündigung wirksam?

Welche Kündigungsgründe kann ein Arbeitgeber anführen?

In Unternehmen, die regelmäßig mehr als elf Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigen, kommt der gesetzliche Kündigungsschutz zum Tragen. Doch auch Mitarbeiter in Teilzeit werden berücksichtigt, jedoch mit einem Faktor (§ 23 Absatz 2 KSchG):

  • arbeiten sie bis 20 Stunden in der Woche, erhalten sie den Faktor 0,5
  • bei einer Wochenarbeitszeit bis maximal 30 Stunden, werden sie mit 0,75 berechnet
  • ab 30 Stunden gilt der Faktor 1

Sind insgesamt 10,25 Arbeitnehmer im Unternehmen tätig, müssen sich Unternehmer an das Kündigungsschutzgesetz halten. Auszubildende bleiben bei dieser Zählung außen vor. Sie haben in diesem Zusammenhang keinerlei Relevanz.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, sieht das Arbeitsrecht für den Arbeitgeber vor, dass er nur aus drei verschiedenen Gründen Kündigungen vornehmen darf.

Übrigens: Neben einer ordentlichen Kündigung, die das Arbeitsverhältnis erst nach einer bestimmten Frist beendet, kann auch eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber erfolgen. Die Vertragsbeziehung ist dann mit sofortiger Wirkung beendet. Angesichts dieser Härte, ist eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber nur unter besonderen Umständen erlaubt. Das BGB führt die geltenden Bestimmungen in Paragraph 626 BGB („Kündigung aus wichtigem Grund“) auf:

Das Dienstverhältnis kann von jedem Vertragsteil aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn Tatsachen vorliegen, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu der vereinbarten Beendigung des Dienstverhältnisses nicht zugemutet werden kann.“ (§ 626 BGB Absatz 1)

Die betriebsbedingte Kündigung

Eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses erlaubt das Arbeitsrecht auch dann, wenn die Kündigung aus betrieblichen Gründen erfolgt. Diese müssen sich durch ihre Dringlichkeit auszeichnen und stellen nicht den einzigen Fallstrick bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber dar. Weitere Gründe für die betriebsbedingte Kündigung müssen ebenfalls vorliegen, damit sie wirksam ist:

  • der Arbeitsplatz des Arbeitnehmers fällt dauerhaft weg
  • eine Weiterbeschäftigung des Mitarbeiters ist auch nicht auf einem anderen Arbeitsplatz möglich
Die betriebsbedingte Kündigung: Eine Abfindung bekommen Sie nur, wenn die Kündigungserklärung entsprechend formuliert ist.

Die betriebsbedingte Kündigung: Eine Abfindung bekommen Sie nur, wenn die Kündigungserklärung entsprechend formuliert ist.

Die betriebsbedingte Kündigung ist mit einer Sozialauswahl verbunden.

Das bedeutet: Soll ein Mitarbeiter entlassen werden, ist aus sozialer Sicht abzuwägen, wer zuerst gehen muss (§ 1 KSchG).

Zur Kündigung durch den Arbeitgeber darf es deshalb erst kommen, wenn folgende Aspekte angemessen berücksichtigt wurden:

  • Alter
  • Dauer der Betriebszugehörigkeit
  • etwaigig zu leistende Unterhaltszahlungen
  • vorliegende Schwerbehinderung
Wann geht eine betriebsbedingte Kündigung mit einer Abfindung einher? Paragraph 1a KSchG besagt: Arbeitnehmer haben Anspruch auf einen solchen Ausgleichsbetrag in Höhe von 0,5 Monatsgehältern multipliziert mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit in Jahren, wenn der Chef ebenjene anbietet. Im Kündigungsschreiben muss der Arbeitgeber darauf hinweisen, dass es sich um eine Kündigung aus dringenden betrieblichen Erfordernissen handelt. Des Weiteren bedarf es eines Verweises darauf, dass der Arbeitnehmer hierfür die Kündigung nicht gerichtlich anfechten darf (Klageverzichtsvertrag).

Da diese Art der Kündigung nicht auf ein Fehlverhalten des Arbeitnehmers zurückzuführen ist, bedarf es keiner vorherigen Abmahnung. Auch für die betriebsbedingte Kündigung gilt: Die Kündigungsfrist ergibt sich aus den gesetzlichen Bestimmungen (§ 622 BGB), wahlweise auch aus einem Tarifvertrag, dem Arbeitsvertrag oder einer Betriebsvereinbarung.

Die gesetzlichen Grundlagen:

kuendigungsschutzgesetz-ratgeber

Kündigungsschutzgesetz

Erst ab einer bestimmten Betriebsgröße greift das Kündigungsschutzgesetz.

Die personenbedingte Kündigung

Die personenbedingte Kündigung kann wegen Krankheit erfolgen. Sie ist nicht so leicht durchzusetzen wie gemeinhin angenommen wird.

Die personenbedingte Kündigung kann wegen Krankheit erfolgen. Sie ist nicht so leicht durchzusetzen wie gemeinhin angenommen wird.

Die ordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber kann auch dann erfolgen, wenn bestimmte in der Person des Arbeitnehmers selbst liegende Gründe dazu führen, dass er die arbeitsvertraglich zugesicherte Leistung nicht mehr zu erbringen vermag. Das ist zum Beispiel bei einer Kündigung wegen Krankheit der Fall. Allerdings gelten hier strenge Richtlinien, schließlich soll eine Diskriminierung Erkrankter vermieden werden.

Damit eine krankheitsbedingte Kündigung wirksam ist, müssen Arbeitgeber drei Voraussetzungen einhalten:

  • negative Gesundheitsprognose: Es ist wahrscheinlich, dass in Zukunft keine Besserung seiner gesundheitlichen Situation eintritt.
  • Interessensbeeinträchtigung: Die Fehlzeiten wirken sich nachteilig auf die Betriebsinteressen aus, z. B. durch Störungen im Betriebsablauf
  • Interessensabwägung: Bevor Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen dürfen wegen häufiger Krankheit, sind die Interessen beider Vertragspartner gegeneinander abzuwägen.

Nur, wenn alle die Punkte für die Kündigung durch den Arbeitgeber sprechen, ist der Ausspruch aus diesem Kündigungsgrund wirksam.

Ist eine krankheitsbedingte Kündigung mit einer Abfindung verbunden? Gesetzlich hat der Arbeitnehmer keinen Abfindungsanspruch bei einer krankheitsbedingten Kündigung. Es steht ihnen jedoch frei, innerhalb von drei Wochen nach Zustellung der Kündigung durch den Arbeitgeber Kündigungsschutzklage zu erheben. Hierdurch wird der Chef unter Umständen dazu motiviert, über eine Abfindung zu verhandeln.

Die verhaltensbedingte Kündigung

Ein Arbeitsverhältnis kann gekündigt werden, wenn ein Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglich zugesicherten Pflichten schuldhaft und schwerwiegend verletzt. Vorgeworfen können ihm werden, die wiederholte:

In der Regel erfolgt vor der Entlassung eine Abmahnung, in der der Vorgesetzte das zutage gelegte Verhalten rügt und strengere Maßnahmen wie die Kündigung androht, sollte es zukünftig wieder auftreten. Doch kann eine verhaltensbedingte Kündigung auch ohne Abmahnung erfolgen? Prinzipiell ja. Ein solches Vorgehen ist gesetzeskonform, wenn der Arbeitgeber nicht damit rechnen muss, dass eine Rüge zur Veränderung des bemängelten Verhaltens führen würde.

Muss eine Kündigung immer schriftlich erfolgen oder darf auch eine mündliche Kündigung durch den Arbeitgeber erfolgen? § 623 BGB schreibt für Kündigungen die Schriftform vor:

Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen.“

So kann ein Muster für das Kündigungsschreiben an den Arbeitnehmer aussehen

Kommt es zur Kündigung vom Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber, überreicht Ihnen Ihr Chef bzw. Vorgesetzter das Schreiben entweder persönlich oder schickt es per Post zu. Die Kündigung vom Arbeitgeber verfolgt ein Muster, das in der Regel wie folgt oder ähnlich aussieht.

Name des Unternehmens
Name des Arbeitgebers
Straße und Hausnummer des Unternehmens
Postleitzahl und OrtVor- und Zuname des Arbeitnehmers
Straße und Hausnummer
Postleitzahl und Ort

Ort, Datum

Kündigung des am [Tag, Monat, Jahr] geschlossenen Arbeitsverhältnisses (Muster)<

Sehr geehrte(r) Frau/Herr [Name des Arbeitnehmers],

mit diesem Schreiben kündige ich das zwischen uns bestehende Arbeitsverhältnis vom [Tag, Monat, Jahr] zum [Tag, Monat, Jahr] fristgerecht, hilfsweise zum nächst möglichen Zeitpunkt.

Mit freundlichen Grüßen

________________________
Unterschrift des Arbeitgebers

________________________
Unterschrift des Arbeitnehmers

Kündigung erhalten am: ________________________

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30 Gedanken zu „Wann kommt es zur Kündigung durch den Arbeitgeber?

  1. Wilk

    Hallo
    ich habe eine Frage zu Lohnforzahlung bei einer Kündigung. IGZ Arbeitsvertrag.
    Ich bin zu 18.11.2016 gekündigt worden. Kündigungzeiten wurden eingehalten.
    Ich möchte aber bitte wissen, ob mir die Personalagentur von 01. bis 18.11. meinen Lohn halten muss , oder nur den Urlaub auszahlt.
    Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüßen
    A.Wilk

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Frau Wilk,
      ob Ihnen zustehender Resturlaub gewährt oder ausbezahlt wird, ist u. a. abhängig von den betrieblichen Erfordernissen sowie den arbeitsvertraglichen Grundlagen. Hier geht es um die konkreten Formulierungen, weshalb es ratsam ist, sich zur Klärung der Angelegenheit an einen Rechtsanwalt zu wenden.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  2. Markus v. L.

    Hallo zusammen,
    meine Frau hat 2 Jahre einen Minjob gehabt, jetzt wo der Festvertrag kommen soll hat sie eine Kündigung
    bekommen per Post ( ohne Einschreiben )
    Kündigung wurde geschrieben am 01.02.17 und am 04.02.17 bei uns eingegangen.
    Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist dort mit 09.02.17 angegeben.

    Frage: ist der Arbeitgeber nicht zu Spät mit seiner Kündigung ( Kündigungsfrist ) müssen
    wir jetzt auf ein Festvertrag pochen ? Kenne das vom Handyvertrag – nicht Rechtzeitig gekündigt –
    verlängert sich der Vertrag um 1 Jahr.
    Für eine Lösung der Probleme wäre ich sehr Dankbar.

    PS: Angefangen hat meine Frau am 10.02.2015

    Mit Freundlichen Grüßen

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Markus,
      scheinbar handelte es sich dabei um einen befristeten Arbeitsvertrag. Ein solcher läuft jedoch normalerweise einfach aus und verlängert sich nicht automatisch. Ihrer Frau wurde demnach lediglich mitgeteilt, dass Ihr Vertrag nicht verlängert wurde.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  3. David

    Hallo Zusammen,

    Mein Arbeitsvertrag wurde fristlos gekündigt unter keinen angaben war aber noch in der Probezeit.
    Aber dann steht noch drin, Zitat.: Fürsorklich kündigen wir zum nächstmöglichen Termin.
    Was bedeutet das
    Habe ich nicht auch in der Probezeit eine Kündigungsfrist von 2 wochen laut Vertrag???
    Und zu wann ist die Kündigung nun???
    Danke für die Hilfe.

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo David,

      grundsätzlich gelten die Klauseln in Ihrem Arbeitsvertrag. In der Probezeit besteht aber ein besonderes Kündigungsrecht, welches schnelle Verfahren ermöglicht. Bei Zweifeln wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  4. Timm S.

    Hallo liebes Team!
    Ich wurde gerade fristgerecht zum 31.03.17′ gekündigt und sehe mich nicht im stande noch für diese Zeit für diesen chaotischen Betrieb zu arbeiten!Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich?
    ZB:Resturlaub beantragen?Muss er mir gewährt werden?

    Danke,
    Mfg. Timm!

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Timm,

      der Ihnen zustehende Resturlaub kann von Ihnen im alten Job noch genommen werden. Da Sie vor dem 1. Juli gekündigt wurden, haben Sie normalerweise Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs. Alternativ können Sie Ihrem alten Chef vorschlagen, einen Aufhebungsvertrag abzuschließen. Dann müssen Sie die gesetzliche Kündigungsfrist in der Regel nicht einhalten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  5. eva

    Hallo,
    eine Frage: In einem Unternehmen, das deutlich unter 10 Mitarbeiter beschäftigt, kann da auch eine Kündigung ohne die drei genannten Kündigungsgründe ausgesprochen werden? Welche inhaltlichen Möglichkeiten/ Begründungen sind dann rechtlich gültig für den Arbeitgeber?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Eva,

      das Kündigungsschutzgesetz gilt in der Regel bei Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern nicht, Auszubildende sind bei der Zählung ausgeschlossen. Eine Kündigung kann dementsprechend normalerweise auch aus anderen Gründen ausgesprochen werden. Willkürliche, sittenwidrige oder sachfremde Kündigungen sind allerdings auch hier nicht erlaubt. Was rechtlich in Ordnung ist, sollten Sie mit einem Anwalt besprechen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  6. Silvi

    Hallo
    wer weiß Bescheid.
    Wurde Fristgerecht zum nächsten 1. des Monats gekündigt.
    Es ist auch noch eine seperates Blatt dabei, das lautet:

    Schweigepflichtnach dem Arbeitsverhälltnis
    Wie vertraglich festgelegt,sind Sie weiterhin zur Verschwiegenheit
    gegenüber dem Unternehmen verpflichtet und keine
    firmeninterne Details(Anschriften,Preise,telefonnummern,etc.)
    weiterzugeben.
    Dies kann strafrechtlich gegen Sie verwendet werden.

    Geht`s eigentlich noch?
    ist das denn nicht sittenwidrig? das Unternehmen ist ein kleiner
    familiengeführter Laden. Mit mir nur noch eine Angestellte.

    Würde es verstehen, wenn es ein Großkonzern oder eine Firma
    ist mit mehr als 20 Angestellten. Auserdem sind wir in keinem Tarif
    gebunden. Also es wird willkürlich mit solchen altmodischen und
    für mich nicht haltbaren Aussagen einem noch eins reingewürgt!

    Wenn es BMW Mercedes/Benz oder große Sportfirmen wären, da
    kann es richtig sein.
    Ich werde das Schreiben nicht meine Unterschrift geben.
    Oder?
    Vielen Dank für ihre Antwort

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Silvi,

      die Schweigepflicht gilt unabhängig von der Unternehmensgröße auch nach einer Kündigung. Daran müssen Sie sich halten. Das Schreiben mit Ihrer Unterschrift dient dem Arbeitgeber als zusätzliche Absicherung. Bei Zweifeln lassen Sie sich von einem Arbeitsrechtsanwalt beraten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  7. Gerald

    Hallo Team,

    meine Tochter arbeitet in eine Fitness Kette. Jede einzelne GmbH hat aber unter 11 Mitarbeitern.
    Nun ist ihr ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt worden.
    Ich gehe mal davon aus, dass das Kündigungsschutzgesetz bei ihr trotzdem zieht, da viele der Gesellschafter der einzelnen GmbH die gleichen sind und bei Hauptanteilseigner weit mehr als 11 Mitarbeiter in den einzelnen GmbH arbeiten.
    Wie ist in einem solchen Fall vorzugehen?
    Erstmal schriftlich Einspruch gegen die Kündigung vornehmen? Mit Bezug auf da Kündigungsschutzgesetz?
    Oder einfach nur einen Einspruch und den Rest REgelt ein Anwalt?
    Könnt ihr einen guten Arbeitsrechtsanwalt empfehlen?

    Danke für eure kurzfristige Hilfe!
    Gerald

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Gerald,

      der Gang zum Anwalt für Arbeitsrecht ist hier die beste Option. Dieser kann eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht erwirken. Bei der Suche nach einem fähigen Rechtsanwalt können Sie das Internet nutzen oder das örtliche Rechtsanwaltsverzeichnis studieren. Unter dem folgenden Link finden Sie zudem einige Empfehlungen von uns, nach Städten geordnet: https://www.arbeitsvertrag.org/arbeitsrecht-kanzlei/

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  8. S. Claudia

    Guten Tag, habe da mal eine Frage. Ich habe am 01.03.17 eine neue Stelle angefangen und die Probezeit von 3 Monaten ist morgen vorbei. Bin letzten Donnerstag ins Krankenhaus gekommen und es wurde ein Bandscheibenvorfall festgestellt. Bin bis 04.06.17 Krank geschrieben und soll auch noch in eine Reha.Gestern 30.05.17 hatte ich Einschreiben im Briefkasten mit meiner Kündigung zum 14.06.17 wie ist das jetzt mit der Lohnfortzahlung? Ich war heute schon beim Arbeitsamt und wollte mich arbeitslos melden,dort wurde mir gesagt, dass dies erst ging wenn ich wieder arbeitsfähig wäre. Von wem bekomme ich ab dem 14.06.17 Lohnfortzahlung,weil Krankengeld wird ja erst nach 6 Wochen bezahlt.
    Mit freundlichen Grüßen C. Siefer

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Claudia,

      normalerweise ist Ihr Arbeitgeber für die Lohnfortzahlung bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses zuständig; nach sechs Wochen zahlt dann in der Regel die Krankenkasse. Allerdings muss bis zu diesem Tag dann auch eine Krankmeldung vorliegen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  9. Rebiger

    Hallo würde zum 12.6 gekündigt bin im Krankenschein und welches Datum der 14 Tage Frist zählt würde am 29.5 geschrieben und eingeworfen mit Einwurf Einschreinen zum 12.6 muss es nich ab Ankunft der Kündigung heute am 31.5. angekommen da zählt es doch bis zumm14.6 oder?? Bitte um Info und geht es während ich krank bin auch wenn ich Probezeit habe???

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Rebiger,

      in der Regel beginnt die Frist ab Zugang der Kündigung. Bei einer Kündigungsschutzklage kann Ihnen ein Anwalt für Arbeitsrecht helfen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  10. Andreas

    Hallo,
    ich habe meinen Arbeitsvertrag zum 15.07.2017 gekündigt. Laut Tarifvertrag (Papierverarbeitung für Schleswig-Holstein) stehen mir 30 Tage Urlaub zu. Die Personalabteilung ist der Meinung das mir nur noch 26 Tage Urlaub zustehen, berechnet aus der Differenz von den 30 Tagen Urlaub zu dem gesetzlichen Urlaubsanspruch (5-Tage Woche), die 10 Tage werden dann gezwölftelt. Aber im Manteltarifvertrag steht kein Verweis bzw. keine Klausel, dass die Urlaubstage gezwölftelt werden.

    Der Betriebsrat und ich sind der Meinung, wenn es keinen Verweis bzw. keine Klausel im Manteltarifvertrag enthalten sind, dann habe ich vollen Urlaubsanspruch, entspricht die vollen 30 Tage Urlaub.

    Können Sie mir bitte weiterhelfen?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Andreas,

      der ein-Zwölftel-Anspruch besteht grundsätzlich, wenn die Wartezeit von sechs Monaten nicht erfüllt wurde oder es zur Kündigung in der ersten Jahreshälfte (bis einschließlich dem 30. Juni) gekommen ist. Andernfalls besitzen Sie den vollen Urlaubsanspruch.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  11. Pascal

    Hallo ..Ich hoffe das sie mir helfen können. Folgende situation : Ich habe selbergekündig unter einhaltung der frist von 1er Woche. Nun habe ich eine antwort auf meine kündigung bekommen und der AG nimmt meine Frist nicht wahr und bietet mir eine Aufhebung an. ich habe aber laut vertag eine strafe zu zahlen wenn ich die frist nicht einhalte.

    Nun meine frage umgehe ich die Strafe wenn ich der Aufhebung zu Stimme?

    Und warum gesteht der AG mir die Frist nicht zu?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Pascal,

      der Arbeitgeber kann nicht aus eigenen Stücken der Kündigung seines Arbeitgebers widersprechen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um den Vorgang prüfen zu lassen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  12. E.

    Hallo,
    ich bin seit meiner Ausbildung in dem selben Betrieb (seit 2012).
    Habe von Anfang an einen unbefristeten Vertrag. Gestern wurde mir von meinem Chef gesagt, dass ich wegen Auftragsmangel mir lieber eine bessere Stelle suchen soll und dass er mich aber nicht kündigen möchte.

    Wie kann ich nun vorgehen und welche rechte habe ich?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo,

      in diesem Fall sollten Sie tatsächlich abwägen, ob es noch Sinn macht, in dem Unternehmen zu bleiben oder sich ggf. neu zu bewerben. Im schlimmsten Fall hat Ihr Arbeitgeber tatsächlich die Möglichkeit einige Arbeitnehmer wegen Auftragsmangels zu kündigen, sofern die wirtschaftliche Lage des Unternehmens gefährdet ist.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  13. Kristina

    Hallo,

    mein Vater wurde nach langer Erkrankung (6wochen, 1woche gearbeitet und dann wieder 1woche krank) gekündigt zum 1ten des nächsten Monat ohne grund oder Abmahnungen. Ist das rechtens? Er hat drei Jahre in dem Betrieb gearbeitet. Kann mein vater eine Abfindung verlangen?

    Vielen Dank vorab für die Antwort

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Kristina,

      eine krankheitsbedingte Kündigung ist nur rechtens, wenn dem Arbeitgeber eine negative Gesundheitsprognose Ihres Vaters vorliegt. Außerdem muss feststehen, dass es durch die Krankheit zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen und wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers kommt. Danach folgt noch eine Interessenabwägung. In Ihrem Fall kann sich die Hilfe eines Anwalts lohnen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  14. Viktor

    Hallo Team,

    ich habe heute eine ordentliche Kündigung meines Arbetsverhältnisses in einem Mini-Job (490€ mtl.) bei einem privaten Träger der Jugendhilfe erhalten, bei dem ich als therapeutischer Assistent einmal die Woche aushelfe. Es wurde kein Kündigungsgrund angegeben. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Ich habe bisher etwas über zwei Jahre im Betrieb gearbeitet.

    Zuletzt war ich in einer Außenstelle der Jugendhilfe tätig, die direkt neben einem Bio-Bauernhof liegt.
    Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause habe ich mir einige Äpfel vom Baum an der Straße (kein befriedetes Grundstück, direkt an öffentlich zugänglicher Landstraße gelegen) gepflückt, ca. 10 Stck.). Dafür wurde ich von einem privaten Bauern bei der Polizei angezeigt wegen ‘Obstdiebstahls’. Daraufhin sollen wohl einige Nachbarn um die Außenstelle des Arbeitgebers von der Polizei zur ‘Tat’ befragt worden sein. Der Schaden des bauern liegt bei ca. 1,50 €. Diese habe ich ihm erstattet (ohne dass er mir beweisen musste, dass er Überhaupt der Besitzer des Obstbaumes ist) und mich persönlich bei ihm entschuldigt.

    Nun nimmt mein Arbeitgeber eine Rufschädigung ihm gegenüber an, da ich ja nun im Ort, in dem die Außenstelle liegt (ca. 100 Einwohner) als Obstdieb bekannt bin. Natürlich habe ich das nicht böswillig getan, sondern weil ich nunmal kein reicher Mensch bin, der Apfelbaum auf dem Weg lag und dieser nicht umzäunt oder anders kenntlich befriedet sowie direkt von der Straße aus zugänglich ist, die Tat geht nicht mit Hausfriedensbruch o.ä. einher und sie tangiert den Arbeitgeber auch nicht in seinem Vermögen oder Besitz, er ist wirtschaftlich dadurch nicht geschädigt.

    Ist eine Kündigung ohne Anhörung oder vorhergehende Abmahnung aus ähnlichen Gründen unter der Annahme der Rufschädigung gerechtfertigt ?
    Falls nicht, wie gehe ich dagegen vor ?

    Vielen Dank für Ihre Fachkompetente Hilfe und beste Grüße

    Viktor

    Antworten
  15. Kerstin L.

    Ich habe meine Kündigung durch eine Kollegin , auf dem Brief ersichtlich , durch Unterschrift, im Briefkasten vorgefunden. Diese Kündigung ist nicht wie gesetzlich vom Arbeitgeber persönlich sowie auch nicht per Post ausgehändigt oder zugestellt. Ist diese Kündigung nun rechtskräftig?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Kerstin,

      auch eine solche Kündigung ist wirksam. Die Wirksamkeit beginnt allerdings erst mit dem Zeitpunkt, zu welchem Sie die Kündigung zur Kenntnis genommen haben.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten

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