Krankheit im Arbeitsrecht – was der Arbeitsvertrag festhält und welche gesetzlichen Regelungen gelten

Tritt eine Krankheit ein, muss der Arbeitgeber zügig darüber informiert werden.

Tritt eine Krankheit ein, muss der Arbeitgeber zügig darüber informiert werden.

Es ist kalt, alles schnieft und hustet um Sie herum. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kommen die meisten Arbeitnehmer, die sich in einem Arbeitsverhältnis befinden nicht drum herum, sich im Krankheitsfall einige Tage Bettruhe zu genehmigen. Diese Zeit geht nicht vom Urlaub ab.

Hierüber ist der Arbeitgeber rechtzeitig zu informieren. Über welche Rechte und Pflichten ein Arbeitnehmer bei Arbeitsunfähigkeit verfügt, darüber informiert der folgende Ratgeber.

Interessante Fakten zur Krankheit:

Die Krankmeldung muss am ersten Tag erfolgen.

Krankmeldung

Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Krankmeldung wissen sollten.

Krankschreibung: Wie lange erlaubt?

Dauer der Krankschreibung

Wie lange eine Krankschreibung sein darf, verrät dieser Ratgeber.

Die Krankmeldung

Liegt eine Erkrankung vor, haben Sie laut Paragraph 5 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) die Pflicht, sich beim Arbeitgeber zeitnah krank zu melden. Das bedeutet: sobald es Ihnen „zumutbar möglich“ ist. Das kann unter Umständen bereits vor dem Arztbesuch oder einer diagnostizierten Krankheit der Fall sein. Bei Bedarf kann hierbei auch auf Dritte zurückgegriffen werden, die in Ihrem Namen auf der Arbeit anrufen.

Bei der Krankmeldung ist dem Arbeitgeber auch die abzusehende Dauer des Fernbleibens vom Arbeitsplatz mitzuteilen. Versäumen Sie, sich auf Arbeit zu melden, kann das eine Abmahnung oder bei hartnäckigen, wiederholten Verstößen auch eine Kündigung zur Folge haben.

Häufig gilt: Der Vorgesetzte und/oder Arbeitgeber ist unmittelbar nach dem regulären Arbeitsbeginn über das Vorliegen einer Krankheit zu informieren. Wie sich das Prozedere in Ihrem Beschäftigungsverhältnis konkret darstellt, ist abhängig vom unterzeichneten Arbeitsvertrag. Hier ist in der Regel vermerkt, wer wann die Krankmeldung zu erhalten hat. Bei Unsicherheiten können Sie es hier nachschlagen.

Das Arbeitsrecht schreibt bei Krankheit nicht vor, wie das Unternehmen über das Vorliegen der Krankheit zu unterrichten ist. Häufig reicht ein Anruf aus. Wollen Sie sich nicht angreifbar machen, merken Sie sich den Namen Ihres Gesprächspartners, sowie das Datum und die Uhrzeit des Gesprächs. Falls später Nachfragen kommen, können Sie mit diesen Informationen belegen, dass Sie Ihrer Meldepflicht nachgekommen sind. Auf Nummer sicher gehen Sie darüber hinaus, wenn es einen Zeugen für Ihren Anruf gibt.

Gibt es eine Pflicht, die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung unmittelbar vorzulegen? Die Anzeige- und Nachweispflichten im EntgFG besagen:

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen.“ (§ 5 Absatz 1 EntgFG)

Das Arbeitsrecht sieht bei einer Krankmeldung ebenfalls vor, dass die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei Versicherung in einer der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) einen Hinweis darauf enthalten muss, dass auch die Krankenkasse zeitnah über den Grund der Krankheit und die vermutliche Dauer informiert wird.

Der Arbeitgeber kann demnach, wenn der Arbeitsvertrag zum Thema Krankheit eine solche Klausel enthält, schon am ersten Tag der Erkrankung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arbeitnehmer einfordern. Dies ist auch möglich, wenn ein entsprechender Tarifvertrag Anwendung findet.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Liegt eine unverschuldete Krankheit vor, ist der Arbeitnehmer nicht in der Lage seiner Beschäftigung nachzukommen. Nichtsdestotrotz hat er laut Gesetzgeber einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Dies ist in Paragraph 3 Absatz 1 EntGFG festgehalten:

Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen.“

Für eine Dauer von maximal sechs Wochen kommt es zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Für eine Dauer von maximal sechs Wochen kommt es zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Dauert die Erkrankung länger und sind Sie nach sechs Wochen noch immer krank, erhalten gesetzlich versicherte Arbeitnehmer bei vorliegender Arbeitsunfähigkeit in der Regel ein sogenanntes Krankengeld von der Krankenkasse – so sieht es das Sozialgesetzbuch Nr. 5 vor. Wie hoch diese ausfällt, hängt von der jeweiligen Einkommenshöhe ab.

Die Lohnfortzahlung bei Krankheit nach sechs Wochen bemisst sich am Einkommen. Es beläuft sich auf mindestens 70 Prozent des Bruttowertes und ist bei 90 Prozent des Nettogehaltes gedeckelt. Liegt ein und dieselbe Krankheit lange Zeit vor, wird das Krankengeld maximal 78 Wochen gewährt.

Krankheitsbedingte Kündigung

Arbeitnehmer, die häufig oder lange erkranken und damit lange Ausfallzeiten haben, schaden potenziell dem Arbeitgeber, da sie durch ihre Abwesenheit die Arbeitsaufgaben nicht so erfüllen wie ein überwiegend gesunder Mitarbeiter. Es kann daher unter bestimmten Umständen zur Kündigung im Krankheitsfall kommen. Es handelt sich dann um eine personenbedingte Kündigung.

Eine Kündigung wegen Krankheit ist zulässig, wenn das Vertragsverhältnis zwischen beiden Parteien – also Arbeitnehmer und Arbeitgeber – erheblich gestört ist. Damit sie ausgesprochen werden kann, braucht es triftige Gründe, die allesamt erfüllt sein müssen, damit sie wirksam ist. Das sagt die Rechtsprechung. Dazu gehören:

  • Negative Gesundheitsprognose: Der Arbeitnehmer kann aufgrund seiner Krankheit die im Arbeitsvertrag vereinbarten Pflichten nicht oder nicht ausreichend erfüllen. Es ist nicht prognostizierbar, wann er wieder vollständig arbeitsfähig sein wird. Diese Annahme hat der Arbeitgeber mit Fakten zu untermauern bzw. zu begründen.
  • Negative Beeinflussung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers: Die große Anzahl an Fehlstunden führt zu Störungen im Betriebsablauf oder es entstehen aktuell oder zukünftig bedeutende wirtschaftliche Nachteile hierdurch. Hierzu zählen zum Beispiel auch die Lohnfortzahlungen während der Krankheitsphasen oder die negative Beeinflussung der Produktionszahlen. Es muss jedoch eine Unverhältnismäßigkeit vorliegen.
  • Interessensabwägung: Schließlich sind die Interessen beider Vertragspartner gegeneinander abzuwiegen, wobei Parameter wie die Dauer des Arbeitsverhältnisses, die Gründe der Krankheit, die durchschnittlichen Fehlzeiten anderer Mitarbeiter und das Alter des betroffenen Arbeitnehmers zu berücksichtigen sind. Fällt diese Bilanz negativ für den Arbeitnehmer aus und kann er auch nicht auf eine andere Stelle innerhalb des Unternehmens versetzt werden, kann dies eine Grundlage für eine wirksame Kündigung bilden.
Eine Kündigung im Krankheitsfall ist unter bestimmten Auflagen möglich.

Eine Kündigung im Krankheitsfall ist unter bestimmten Auflagen möglich.

Einer Abmahnung wegen Krankheit bedarf es vor einer personenbedingten Kündigung nicht, da diese in der Regel nicht selbst verschuldet sind.

Eine Kündigung wegen Krankheit ist schwieriger, wenn die Dauer des Arbeitsverhältnisses bereits mehr als sechs Monate beträgt und in der Regel mehr als 10 Mitarbeiter in Vollzeit angestellt sind.Unter diesen Voraussetzungen kommt der gesetzliche Kündigungsschutz zum Tragen.

Was dürfen Arbeitnehmer während einer vorliegenden und gemeldeten Krankheit tun?

Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig geschrieben, muss er sich nicht in jedem Fall dauerhaft im Bett aufhalten, um laut Arbeitsrecht eine Kündigung wegen Krankheit zu befürchten. Entscheidend ist, dass er seine Rücksichtspflicht wahrnimmt, also von allen Tätigkeiten Abstand nimmt, welche den Gesundungsprozess behindern.

Es kommt demnach auf die Art der jeweiligen Erkrankung an, welche Dinge erlaubt sind und welche nicht. Werden Sie bei der Missachtung Ihrer Rücksichtnahmepflicht während einer Krankheit im Arbeitsverhältnis erwischt, droht zunächst eine Abmahnung.

Erfolgte die Krankmeldung aufgrund einer Erkältung, steht einem Spaziergang oder Einkauf nichts entgegen. Dies gilt jedoch nur, wenn der Arzt von beidem nicht explizit abgeraten hat.

61 Gedanken zu „Krankheit im Arbeitsrecht – was der Arbeitsvertrag festhält und welche gesetzlichen Regelungen gelten

  1. Manuela P.

    Habe Zeit März einen Mini jop. War 5 Wochen krank mit Krankmeldung. Jetzt sollte ich 43 Stunden ohne Bezahlung arbeiten es währen 43 Stunden minus. Die Arbeit ist angemeldet mit Arbeitsvertrag. In meinem Vertrag steht im Falle der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit ist die Mitarbeiterin verpflichtet spätestens am dritten Arbeitstageine ärztliche Bescheinigung überdie Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen . Habe ich gemachtDie Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall erfolgt nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen. Der Arbeitgeber möchte mir die 5 Wochen nicht bezahlen. Was soll ich tun?

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    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Manuela,
      der Gesetzgeber verbietet es uns, Rechtsberatungen zu erteilen. Wir bitten Sie daher, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden, der sich mit dem Arbeitsrecht auskennt. Dort wird Ihnen mit Sicherheit weitergeholfen. Haben Sie sich an die vertraglichen Vereinbarungen gehalten, dürfte ein Nacharbeiten in aller Regel nicht von Ihnen gefordert werden.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

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    2. Max

      Hallo,
      ich habe mir das Kreuzband gerissen, und jetzt bin ich 4 Wochen krankgeschrieben. Nach den 4 Wochen werde ich in die Firma zurückkehren für 4 Wochen, weil ich mich dann operieren lasse am Kreuzband. Muss mir dann der Arbeitgeber meinen Lohn weiter bezahlen ?

      Antworten
      1. arbeitsvertrag.org

        Hallo Max,
        sowohl in den ersten vier Wochen ihrer Krankschreibung als auch den kommenden vier Wochen regulärer Arbeitstätigkeit muss Ihr Arbeitgeber Sie weiter bezahlen. Dies geht unter anderem aus dem Entgeltfortzahlungsgesetz hervor, das besagt: Für bis zu 6 Wochen im Jahr haben Sie bei Arbeitsunfähigkeit hierauf Anspruch.
        Das Arbeitsvertrag.org-Team

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  2. Miriam S.

    im Arbeitsvertrag steht das ein ärztliches Attest spätestens am 3. Arbeitstag vorliegen muss.
    Frage 1: darf der AG verlangen eine ärztliche AU bereits für den 1. Tag beim Arzt zu holen, auch wenn man nicht länger als einen Arbeitstag fehlt? z.B. Migräne

    Frage 2: Muss der Vertrag geändert werden wenn zukünftig ab dem 1.Tag die AU vorliegen muss.

    Frage 3: muss der AG diese Änderung schriftlich den Mitarbeitern mitteilen

    Frage 4: die Änderung betrifft keine Einzelperson sondern ein Unternehmen mit 15 Kollegen. 3 davon Beamte. 8 mit Altverträgen. 4 mit Neuverträgen in der die Regelung ab dem 1. Tag AU bereits enthalten ist. Es besteht kein Betriebsrat, Welche Konsequenzen sind absehbar wenn sich die 8 Kollegen weigern die neue Regelung anzuerkennen?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Miriam,
      das Entgeltfortzahlungsgesetz besagt: Der Arbeitnehmer darf auch schon vor dem 3. Tag die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeit verlangen. Besondere Gründe muss er hierbei nicht anführen. Das Verhalten des Arbeitgebers kann damit rechtens sein. Schlimmstenfalls müssen Sie alle mit einer Abmahnung rechnen, wenn Sie sich nicht an die Vorgaben halten und setzen damit Ihre Jobs aufs Spiel.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

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      1. Holger

        Ich würde hier gerne Rückfragen, da das Thema bei uns aktuell ist und mir die Antwort nicht eindeutig erscheint: Wenn im Arbeitsvertrag festgelegt ist, dass die Vorlage der Arbeitsunfähigkeit erst am dritten Tag erfolgen muss und später in einem Schreiben mitgeteilt wird, dass dieses ab dem ersten Krankheitstag zu erfolgen hat, muss ich das hinnehmen, oder kann ich auf die Regelung im Arbeitsvertrag zurückgreifen?

        Antworten
        1. arbeitsvertrag.org

          Hallo Holger,
          das Entgeltfortzahlungsgesetz ist hier ganz klar: Der Arbeitgeber kann ohne Angabe von Gründen bereits am ersten Krankheitstag die Vorlage eines Attests verlangen. Gründe muss er hierfür nicht angeben. Einem Gerichtsurteil nach ist diese Forderung nur nicht zulässig, wenn im Arbeitsvertrag, einem geltenden Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung dieses Prozedere ausdrücklich ausgeschlossen ist.
          Das Arbeitsvertrag.org-Team

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  3. Bastian G.

    Habe dem ersten Krankenschein abgegeben und und habe bevor er abgelaufen war angerufen das ich noch wol 9. Wochen krank bin aber ich hätte garnicht bescheid gesagt und den neuen haben die nicht bekommen sagen die jetzt wollen die mir keine Lohnfortzahlung geben ist das rechtlich war aller Ding 4 Monat dar vor schon mal krank 7 Monat wegen ein anderen Krankheitsfall! Ist das rechtlich???

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Bastian G.,
      ob sich Ihr Arbeitgeber rechtmäßig verhalten hat, geht unter anderem aus Ihrem Arbeitsvertrag hervor. Hier ist festgeschrieben, wie Sie sich im Krankheitsfall konkret zu verhalten haben. Darüber hinaus ist entscheidend, aus welchen Gründen Sie das Jahr über ausgefallen sind. Prinzipiell gilt: Wenn Sie binnen 6 Monaten wegen der gleichen Erkrankung ausfallen, muss der Arbeitgeber nur einmal für sechs Wochen eine Lohnfortzahlung vornehmen. Danach haben Sie für gewöhnlich Anspruch auf Krankengeld.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

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  4. Richter

    In meinem Arbeitsvertrag steht nichts darüber wann ich eine Arbeitsunfähigbescheinigung vorlegen muss.
    War jetzt einen Tag krank und habe dies telefonisch angezeigt.
    Nun wurden mir für den Tag 8 Überstunden abgezogen.
    Kann der AG ohne Regelung auf die Arbeitsunfähigbescheinigung bestehen?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Richter,
      sofern in Ihrem Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart wurde, Ihr Arbeitgeber auch mündlich auf kein anderes Prozedere besteht und auch keine anderen Regelungen in einem geltenden Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarungen vorhanden sind, gelten die Vorgaben des Entgeltfortzahlungsgesetzes. Es besagt, dass Sie bei einer Krankheit, die voraussichtlich länger als 3 Kalendertage dauert, spätestens am 4. Tag eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer vorlegen müssen – sofern Sie in dieser Zeit weiter bezahlt werden möchten.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

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    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Tom,
      der Arbeitgeber darf von Ihnen schon am ersten Tag die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen. Er muss dafür keinen Grund angeben. Um zu klären, ob eine Diskriminierung vorliegt, können Sie sich gern an einen Arbeitsrechtsanwalt wenden.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

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  5. Denny L.

    Mein Arbeitgeber zieht mir wenn ich mich Krank melde den ersten Tag in Form von Überstunden oder Ferientag oder Lohnabzug ab Obwohl ich ein Arztzeugniss hab ab den ersten Tag habe. Das hat er auch in den Anstellungs Bedingungen geschrieben die zum Arbeitsvertrag gehören. Ist das rechtens?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Denny,
      für gewöhnlich gilt: Wer krank ist, ist krank. Denn es handelt sich hierbei nicht um Zeit, die der Erholung dient, sondern der Genesung. Ob sich Ihr Arbeitgeber falsch verhalten hat und was Sie dagegen tun können, bringen Sie in einer Erstberatung bei einem Anwalt für Arbeitsrecht in Erfahrung.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  6. Simon

    Bin seit über 6 Wochen Krankgeschrieben, habe vor ein paar tagen einen Brief von der Krankenkasse erhalt wo drinne stand das auf Wunsch des Arbeitgebers meine Arbeitsunfähigkeit überprüft werden soll und ich zu einer ärztlichen Untersuchung eingeladen bin.

    Die Frage : Sollte als beispiel die Krankheit nicht festgestellt werden können hat dann der AG das recht mich zu kündigen trotz unbefristeten Arbeitsvertrag?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Simon,
      der Arbeitgeber hat das Recht, bei Zweifeln an Ihrer Arbeitsunfähigkeit den Medizinischen Dienst der Krankenkassen damit zu beauftragen, Sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Stellt dieser fest, dass Sie tatsächlich arbeitsfähig gewesen wären, darf der Arbeitgeber Sie abmahnen oder schlimmstenfalls auch fristlos entlassen, da Sie ihn betrogen haben.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  7. Ursula L.

    Hallo,
    war dieses Jahr 10 Monate krank nach Operation, jetzt wird mein Urlaubsanspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn runtergesetzt. Ist das Rechtens.

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Ursula,
      es kommt für gewöhnlich darauf an, wann in Ihrem Arbeitsvertrag, einem etwaigen Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung steht. Laut einem Gerichtsurteil des Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz kann sich der Arbeitgeber im rechtlich zulässigen Rahmen bewegen, wenn er Ihnen den vertraglichen Mehrurlaubsanspruch wegen zu langer Krankheit streicht und dabei Ihren Mindesturlaubsanspruch nicht berührt. Welche Voraussetzungen hier einzuhalten sind, erfahren Sie bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  8. Peter

    Hallo

    wurde zum 26.12.2016 krank,das ich auch meinen Arbeitgeber mitgeteilt habe.Daraufhin wurde mir gesagt dass ich in Zukunft nicht mehr meine eigentliche Arbeit bekomme sondern nur noch als springer unterwegs bin,da mein Fuhrparkleiter es für eine “returkutsche“ hält. Wir hatten eine Woche zuvor streit wegen Fahrzeit
    Ist das rechtens und was kann ich dagen tun?
    Gruss Peter

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Peter,
      prinzipiell ist dem Weisungsrecht Ihres Vorgesetzten zu folgen.
      Wenn Sie gegen die Entscheidung vorgehen möchten, sollten Sie sich sicher sein, ob dieses Wechsel aufgrund der Krankmeldung erfolgt ist oder nicht.
      Was Sie eventuell dagegen tun könnten, können wir Ihnen nicht sagen, da wir keine Rechtsberatung anbieten. Wenden Sie sich bitte an einen Anwalt.
      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  9. Yvonne

    Im Arbeitsvertrag steht „..der Grund und die voraussichtliche Dauer sind anzugeben“.
    Dauer ist mir klar, aber muss ich mit dieser Klausel wirklich den Grund angeben??????

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Yvonne,
      über Art und Ursache der Erkrankung müssen Sie keine Auskunft geben. Es sei denn, es besteht eine Gefährdung für Dritte. Bei einer Krankmeldung haben Sie lediglich eine Anzeige- und Nachweispflicht. Mit Grund ist hier wahrscheinlich nur gemeint, dass Sie den Grund für das Fernbleiben angeben müssen und das ist die Krankheit.
      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  10. Ursula

    Liebe Kanzlei,
    Ich finde allle Artikel sehr hilfreich und auf den Punkt geschrieben. Was ich suchte ist jedoch wann muss ich in meiner Freizeit zum Artz und wann muss der Arbeitgeber einen Arzttermin zahlen, da er in die Arbeitszeit fällt. Die selbe Frage für Krankengymnastik.
    Ich wurde an der LWS operiert, sollte nach vier Wochen nochmals 4 Wochen…. mindestens ….krankgeschrieben werden. In die folgenden 4 Wochen vielen schon 6 mal Krankengynastik a 1Std Ausfall der Arbeitszeit und zwei folge Arzttermine…mein Arbeitgeber sagte …zieh das von Deinen Überstunden ab… ich habe mich nicht nochmals 4 Wochen krankschreiben lassen, aber meine schon gelegten Genesungstermine beibehalten.
    Ich danke Ihnen herzlichst für eine Antwort.
    Liebe Grüße…Ursula

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Ursula,

      Sie sind grundsätzlich angehalten, Arztbesuche außerhalb Ihrer Arbeitszeit zu unternehmen. Nur bei bestimmten Untersuchungen, die zu festgelegten Zeiten stattfinden, muss Ihr Arbeitgeber Sie freistellen.

      Ihr Arbeitgeber muss jedoch bei einer bis zu sechs Wochen anhaltenden Krankheit oder Verletzung das Arbeitsentgelt unverändert weiter bezahlen. Danach übernimmt die Krankenkasse mit mindestens 70 Prozent des Bruttolohns. Innerhalb der ersten 6 Wochen darf Ihnen Ihr Arbeitgeber nichts abziehen. Überstunden abziehen darf er nur, wenn der Freizeitausgleich schon festegelgt war und Sie unerwartet im betreffenden Zeitraum erkrankt sind.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  11. Daniela

    Hallo,

    Hab folgendes Problem :

    Wurde am 17.10. für 4 Wochen krank geschrieb weil ich durch eine Hirnhautentzündung weiterhin große Kopfschmerzen bekommen habe.
    So dann wird ich mittendrin schwanger und hatte im Nachhinein anschließend nach den 4 Wochen für 5 Wochen eine Krankmeldung wegen drohender Fehlgeburt.
    Jetzt hab ich den Bescheid meines Arbeitgeber bekommen das er die letzten gezahlten 1.35 Gehälter zurück fordert und ich jetzt kein Gehalt mehr bekomme. Ist das rechtens?
    Meine Krankenkasse hat mich telefonisch darüber informiert das durch die neuerkrankung die 6-Wochenfrist neu beginnt und hat den Arbeitgeber informiert. Wie ist die Lage?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Daniela,
      im Regelfall besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber sechs Wochen lang. Dauert Ihre Erkrankung länger, erhalten Sie normalerweise Krankengeld von Ihrer Krankenkasse. Da uns nicht alle Einzelheiten Ihres Falls bekannt sind und es uns zudem nicht erlaubt ist, eine Rechtsberatung zu erteilen, würden wir Ihnen empfehlen, sich an einen Anwalt zu wenden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  12. Petra

    Ich bin seit dem 8.08.16 an Burnout erkrankt. Bin nun fast 17 Jahre in der Firma. Habe seit dem auch im Mai Urlaubsgeld und im November Weihnachtsgeld erhalten. Seit September 2016 bezieht ich Krankengeld. Im November 16 habe ich Anteilmäßig Weihnachtsgeld erhalten. Mein Arbeitgeber sagt nun das ich im Mai 17 kein Anspruch auf Urlaubsgeld habe. Ist das rechtens? Wir unterliegen dem MantelTarif der NGG.
    Freue mich auf Ihre Antwort. Lieben Dank.

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Petra,

      hier kommt es stark auf den Einzelfall an. Ist das Urlaubsgeld an den Urlaubsanspruch gekoppelt, verfällt es oft auch dann nicht, wenn es zum Krankheitsfall kommt. Aber auch hier ist die Lage nicht immer ganz klar. Wenden Sie sich am besten an einen Anwalt für Arbeitsrecht. Dieser kann Ihren Einzelfall genau analysieren.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  13. Andres

    Hallo:

    Bei meinem Arbeit haben wir ein Memo bekommen wo steht dass alle Krankmeldung mit einem Arzt Zeugnis kommen sollten, egal wann die Anmeldung von weniger als drei Tage sind.

    Ist das überhaupt gesetzlich?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Andres,

      generell kann der Arbeitgeber auf eine frühzeitige Vorlage des Attests bestehen. Das ist durchaus rechtens. Dabei darf jedoch nicht den Klauseln zuwider gehandelt werden, die im Arbeitsvertrag stehen. So urteilte das Bundesarbeitsgericht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  14. H. Jaqueline

    Hallo

    Ich bin Altenpflegeassistentin mit 20 Stunden in der Woche
    Bin jetzt seit dem 25.01.20017 bis einschließlich den 25.02.20017 krank geschrieben (mit Krankmeldung). Habe jetzt erfahren das mein Arbeitsgeber meine Krankheits mit Uberstundenabbau verrechnet haben. Ist das Rechtlich gesehen korrekt?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Jaqueline,

      wenn vorher abgesprochen wurde, dass die Überstunden in dem Zeitraum abgefeiert werden sollen, dann kann der Arbeitgeber die Überstunden abgelten, wenn Sie in dem Zeitraum plötzlich krank werden. Ob das andersherum ebenso möglich ist, sollten Sie mit einem Anwalt besprechen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  15. Ruhland K.

    Liebe Rechtsschaffende, Ich bin am 28.03.17 rückwirkend zum 27.03.17 krank geschrieben worden, da ich schon am 27.3.17 in der Praxis war. Heute bekam ich meine Entgeltabrechnung und die 2 Krankentage wurden mir nicht bezahlt. Ich bat bei der Firma um eine Korrektur der Entgeltabrechn. Gibt es für Zeitfirmen andere Gesetze , man sagte mir von der Firma, da gibt es einen Passo, dass extra für solche Situationen gemacht wurden. Am 27.03.17 bat man mir auch von der Firma aus, mir keinen Krankenschein ausstellen zulassen. Ich denke ja, die wollen mir kein Krankengeld bezahlen. Laut Arbeitsvertrag der Firma, bin ich meinen Verpflichtungen nach gekommen. Ich schickte gleich nach Erhalt des Krankenscheins diesen an den AG. Ist dies rechtens ?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Ruhland,

      bitte wenden Sie sich mit Ihrem Problem an einen Anwalt. Wir können Ihnen leider keine Rechtsberatung geben.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  16. Petra

    hallo habe eine Frage,ich bin seit „2 Jahren an Rheuma erkrankt und muß jeden Monat einmal zur Infusion ins Krankenhaus und bin somit diesen tag auch Krankgeschrieben,seit September 16,lauft das so ,habe ansonsten kaum Ausfälle und bin auch im Arbeitsleben voll dabei und erbringe meine Arbeit tadellos (Reinigung in Schulen) es ist natürlich ein anstrengender job und schwer aber zeige keine Einschränkungen .Nun verlangt mein Arbeitgeber das ich vom Arzt ein Attest bringe über meinen Krankenzustand ,Meine Frage :darf der Chef das verlangen und kann er dies sogar gegen mich verwenden (kündigung)bin 55 Jahre .Wie soll ich mich verhalten,bitte um kurze Antwort MFG Petra

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Petra,

      Ihr Arbeitgeber darf einen Nachweis für Ihre Fehltage verlangen, jedoch besitzt er kein Recht darauf, Ihre genaue Krankheit zu erfahren. Ein Attest müssen Sie jedoch vorlegen. Ein Nachteil darf Ihnen daraus jedoch nicht entstehen, es sei denn Sie sind zwei Jahre lang jeweils mehr als 6 Wochen krank (pro Jahr gerechnet) und es besteht keine Aussicht auf Besserung.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  17. Lidija

    Hallo
    Seit mitte der Januar bin ich krank,6 Wochen hat mir meine Firma Geld gegeben dann nach zahlt mir krankenkasse. Zwichendurch habe ich bekommen Beendigung Arbeitsverhältnis. Mein Schef hat nicht entgeldbescheinigung geschickt zur Krankenkasse. Meine frage ist im weiche gesetzliche zeit mein Schef muss das schicken?Ab 02.03.17 bezahlen mir krankenkasse aber Geld habe ich nicht benommen wegen Bescheinigung.
    Dankeschön

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Lidija,

      Ihr ehemaliger Arbeitgeber ist verpflichtet, der Krankenkasse die entsprechenden Daten mitzuteilen. Spätestens sechs Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses müssen die Informationen übermittelt werden. Tut er dies auch bei erneuter Nachfrage nicht, wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht. Auch beim Arbeitsamt können Sie zu weiteren Maßnahmen informiert werden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  18. Daniel

    Hallo zusammen,

    darf der Arbeitgeber vorschreiben, wie die Krankmeldung erfolgen muss (bspw. telefonisch) ?

    Darf er aus diesem Grund abmahnen, wenn die Meldung über einen gleichwertigen Kanal erfolgte ?

    Gruß Daniel

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Daniel,

      ein Arbeitgeber darf tatsächlich vorschreiben, unter welchen Umständen eine Krankmeldung erfolgen muss. Abmahnungen sind möglich, wenn vertragliche Pflichten vermehrt unbeachtet bleiben.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  19. Elke

    Mein Arbeitgeber verlangt eine Prognose meines Arztes bzgl. meines Krankheitsverlaufes.
    Bin ich verpflichtet diesen beizubringen?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Elke,

      sind Sie krankgeschrieben, müssen Sie Ihren Arbeitgeber über die voraussichtliche Dauer Ihrer Krankheit und der daraus resultierenden Fehlzeiten informieren. Das geschieht durch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes. Jedoch müssen Sie Ihrem Arbeitgeber in keinem Fall mitteilen, woran Sie erkrankt sind. Erkundigt er sich danach, müssen Sie ihm nicht darauf antworten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  20. Sylvia

    Wenn man hier die Fragen der „armen“ benachteiligten Mitarbeiter der Unternehmen liest, kommt einem aber schlicht die Galle hoch. Krankengymnastiktermine kann man auch nach der regulären Arbeitszeit legen. Die werden doch auf längere Zeit im Voraus geplant! Diskussionen darüber, ob der Arbeitgeber den Krankenschein schon am 1. Krankheitstag verlangen kann? Wo liegt das Problem? Wer wirklich krank ist, eine ordnungsgemäße Krankmeldung vom Arzt erhalten hat, kann diese doch wohl auch sofort abgeben? Nein? Da stimmt doch was nicht mit der Einstellung des Arbeitnehmers! Diese Leute sind doch die Ersten, die nach korrekter Bezahlung schreien.
    Der AG verlangt neuerdings, dass die AU-Meldung am 1. Tag vorliegen soll? Warum wohl? Hat er den Verdacht oder gar die Erfahrung gemacht, dass gerne mal ein Krankentag eingeschoben wird? Ein AN findet es unerhört, dass der AG nach langer Krankenzeit eine Gesundheitsuntersuchung fordert? Das wird dieser nur verlangen, wenn ein Verdacht besteht, dass hier etwas nicht „sauber“ ist. Grundsätzlich möchte ich dazu mal anmerken: Wer wirklich krank ist, der soll auch finanziell geschützt werden und natürlich seine Lohnfortzahlung erhalten. Das ist klar und richtig. Kein vernünftiger AG wird das anders sehen. Zeit zur Genesung und Vorsorge zum Schutz der Arbeitskraft und der Leistungsfähigkeit des AN sind ebenso wünschenswert und schützen somit auch das Unternehmen. Aber vielleicht denken die Arbeitnehmer der vorherigen Fragen einmal an die Folgen unrechtmäßiger Krankmeldungen und Fehlzeiten! Die schädigen das Unternehmen u. U. massiv! Aufträge können nicht pünktlich ausgeführt werden, es entstehen teilweise recht große finanzielle Belastungen für das Unternehmen, die dann die Arbeitsplätze a l l e r Mitarbeiter gefährden. Außerdem müssen in der Regel die Kollegen den Arbeitsausfall mit auffangen. Sehr nett, wenn das Gefühl entsteht, da ist ein Kollege, der nutzt hier nur das Sozialsystem aus!
    Also, denkt mal in Zukunft ruhig darüber nach, ob Ihr nicht auch den Unternehmer ein wenig verstehen könnt!
    Krank sein, das in Ruhe auskurieren? Ja, unbedingt. Das ist wichtig und richtig. Wirklich kranke Mitarbeiter will kein ordentlicher Chef im Betrieb arbeiten lassen. (Es wird sicher auch unseriöse AGs geben, aber so wie es hier dargestellt wird, ist das nicht die Mehrheit!) Unnötige, weil vermeidbare Fehltage wegen falscher Einstellung und Planung (Termine, die nach Feierabend möglich sind) ? Nein, definitiv nein. Gemecker über Forderung des AGs, die Krankmeldung schon am 1. Tag abzugeben? Bitte! Wenn Ihr krank seid, ist es doch egal! Der AG muss doch auch planen können! Und verzichtet Ihr dann auf die Bezahlung der nicht gemeldeten/entschuldigten Tage? Bestimmt nicht! Also, immer schön im Gleichgewicht bleiben. Wer gibt, der bekommt auch!

    Antworten
  21. M. Gabriella

    Guten Morgen
    ich würde gerne wissen, ob ich mit Krankmeldung in die Arbeit/Berufsschule darf.

    Liebe Grüße
    Gabriella

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Gabriella,

      Sie dürfen arbeiten, auch wenn Sie eine aktuelle Krankschreibung haben. Ihr Arbeitgeber hat allerdings das Recht bzw. die Fürsorgepflicht, Sie wieder nach Hause zu schicken, wenn Sie offensichtlich noch nicht wieder in der Lage sind, zu arbeiten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  22. Anonym

    Hallo,

    ich bin seit vier Wochen krank geschrieben.
    Ich wurde in dieser von meinen Vorgesetzten kontaktiert bzw. ich habe Ihn über den aktuellen Zwischenstand informiert.
    Ich wurde in diesen Zusammenhang mehrfach gefragt in welche berufliche Richtung es zukünftig geht.
    Meine Frage ist nun, wie bin ich geschützt wenn ich in den nächsten zwei Wochen wieder die Arbeit aufnehme?
    Ist es möglich, das ich unmittelbar nach dem Arbeitsbeginn die Kündigung erhalte.
    Ich bin seit sechs Monaten im Unternehmen und habe keine Probezeit. mit unbefristeten Arbeitsvertrag.

    Vielen Dank für die Info
    anonym

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    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Anonym,

      es kann bei längeren Krankzeiten durchaus dazu kommen, dass Arbeitgeber mit einer Kündigung reagieren. Sie haben jedoch dann die Möglichkeit, eine Kündigungsschutzklage vorzulegen. Ein Anwalt für Arbeitsrecht kann Sie dazu beraten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  23. Maria

    Hallo,
    wenn ich meinen Dienst antrete,aber im laufe des Tages merke das es nicht mehr geht und nach Hause gehe wegen Krankheit.
    Kann der Arbeitgeber mir dann die restlichen Stunden als Minusstunden aufschreiben?
    Ich arbeite in einer Kinderkrippe und dort ist es oft so das man sich morgens noch hinschleppt um die Kollegen nicht mit den Kindern alleine zu lassen, besonders wenn Personalmangel besteht.
    Ist es willkür des Arbeitgebers oder der Leitung ?
    Danke schon mal

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    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Maria,

      ist im Arbeitsvertrag nichts anderes vermerkt, kann es hier durchaus zu Minusstunden kommen. Dem können Sie jedoch entgehen, indem Sie sich für die fehlende Arbeitszeit ordnungsgemäß krankschreiben lassen. In diesem Fall dürfen Ihnen keine Arbeitsstunden abgezogen werden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  24. Nadine

    Hallo haben ein dickes Problem mit der Firma meines Partners. Die angeforderten Bescheinigungen für die Krankenkassen wurden erst auf Druck und Nachfragen der Krankenkasse übermittelt. Jedoch wurden die Angaben zum Bruttolohn unkorrekt übermittelt. Gearbeitet hat er in dem angeforderten Zeitraum über 200 Stunden und dies wäre auch ein Brutto von über 3000 Euro. Zuzüglich das Urlaubsgeld und die Berechnung der Einmalzahlungen der letzten 12 Monate. Jedoch wurde vom Lohnbüro einfach Stunden auf das AZK geschrieben und dieses Minus an Brutto auch so an die Krankenkasse übermittelt. Ist das so rechtens, habe da nämlich in einem anderen Forum etwas anderes gelesen. Da steht. Das erarbeitete Brutto muss angegeben werde. Der Mensch von der Krankenkasse meinte er kann da nichts machen, obwohl er die Gehaltsabrechnung vorliegen hat. Das kann doch nicht sein, wie soll man da seine Miete bezahlen können??
    Mit Gruß Nadine

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    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Nadine,

      wenden Sie sich mit Ihrem Problem und den vorliegenden Gehaltsabrechnungen an einen Anwalt für Arbeitsrecht. Dieser kann Sie hinsichtlich der Rechtmäßigkeit beraten. Wir können den Vorgang leider nicht nachvollziehen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  25. Susanne H.

    Wenn ich während einer Krankschrift tageweise arbeitengehe, z.B. zu einem Meeting fahre. Worin könnten Probleme bestehen?
    Susanne

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    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Susanne,
      eine Krankschreibung ist nicht automatisch mit einem Arbeitsverbot gleichzusetzen. Es ist daher erlaubt, trotz Krankschreibung zu arbeiten. Es ergeben sich daraus keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz. Sie sollten jedoch bedenken, dass Ihr Arbeitgeber in einem solchen Fall das Recht hat, Sie wieder nach Hause zu schicken, wenn Sie trotz Krankschreibung zur Arbeit erscheinen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  26. Michael

    Ich bin seit 4 Monaten AU mit einer Erkrankung der HWS (Verschleiß). Nach einer 4 wöchigen Reha steht fest das ich meinen Beruf nicht weiter Ausüben kann. Eine Versetzung auf einen anderen Arbeitsplatz in der Firma ist nicht möglich. Wann muß ich meinen Arbeitgeber über meine Dauerhafte AU informieren?

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    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Michael,

      sie sind verpflichtet, Ihren Arbeitgeber so schnell wie möglich über die Dauer Ihrer Erkrankung zu informieren. Andernfalls kann es beispielsweise zu einer Abmahnung kommen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  27. P.,Brigitte

    Ich bin seit 30 Jahren Altenpflerin und bin in diesem Altenheim seit 7 Jahren. Habe im Dreischichtsystem angefangen. und arbeite nun seit 6 Jahren im Nachtdienst. Mein Arbeitsvertag wurde aber seitens des Arbeitsgebers vwrgesseen zu ändern, obwohl ich es immer wieder gesagt habe. Hatte 3 Operationen und war dadurch 3 Monate krank. Ich war als Vollbeschäftigte eingestellt worden. Nunkam ich aus dem krank wieder und die neue PDL eröffnete mir,dasich ab sofort nur noch 123 Std. arbeiten soll. Und dies 12 Nächte und 3 Spätdienste. Ich bin schon Rentnerin (69 Jahre) und arbeite sehr gern. Arbeitgeber hat aber im Nachtdienst eine 450 Euro Kraft eingestellt.(Pflegeassistentin) Bekomme niur eine mittelmäßige Rente. Mir geht es wieder sehr gut gesundheitlich. Habe im Monat einen Verlust von 600 Euro. PDL sagt er habe eine Aufsichtspflicht über meine Situation. Hat der Arbeitgeber nicht auch Schuld ,das mein Arbeitsvertag nicht geändert wurde,zumal ich ihn immer wieder darauf hingewiesen habe. Durch diese neue PDL ist es einfCHES cHAOS GEWORDEN: eR SCHRIE ICH BIN IHR cHEF. Muss ich mich damit abfinden einfach halb Nacht und halb Spätdienst zu machen? da mir der Spätdienst zu schwer ist,

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    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Brigitte,

      wenden Sie sich bitte an einen Anwalt, der Ihnen weiterhelfen kann. Er kann Ihren Arbeitsvertrag einsehen und Ihren Anspruch durchsetzen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  28. Charlie

    Ich bin seit 5 Tagen krankgeschrieben und hätte pro Tag je 9 h arbeiten müssen. Die Arbeitzeit von 6:30 – 16:00 Uhr ist mit meiner Chefin so abgesprochen und es steht auch auf dem Dienstplan. Die eigentliche Schicht geht von 6:30 – 14 Uhr.

    Nun meine Frage: Muss mir meine Chefin die 9 h berechnen?

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    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Charlie,

      wahrscheinlich wird nur die eigentliche Schichtzeit bezahlt. Wenden Sie sich an einen Anwalt, der Sie umfassend beraten kann.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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