Freiberufler – welche Rechte und Pflichten haben Sie?

Freiberufler profitieren von vielen Vorteilen, sind sie doch unabhängiger als Angestellte.

Freiberufler profitieren von vielen Vorteilen, sind sie doch unabhängiger als Angestellte.

Neben Angestellten beschäftigen einige Unternehmen in Deutschland – insbesondere Start-ups – auch sogenannte Freiberufler. Doch was ist ein Freiberufler?

Freelancer führen für eine sie beauftragende Firma eine bestimmte Tätigkeit aus, sind jedoch keine Arbeitnehmer.

Sie verfügen über einen größeren Freiraum als die angestellten Mitarbeiter, da sie relativ frei von Weisungen des Auftraggebers agieren.

Das Arbeitsrecht besagt, dass freie Mitarbeiter auch zu Angestellten werden können. Dies geschieht unter der Voraussetzung, dass sie größtenteils bzw. ausschließlich für einen Arbeitgeber freiberuflich Tätigkeiten ausüben. Das Problem: Sie sind in diesem Fall maßgeblich von ebenjenen Aufträgen abhängig. Es besteht zudem die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Wo arbeiten freie Mitarbeiter besonders häufig?

Worum es sich bei einem Freiberufler handelt, besagt die Definition in Paragraph 18 des Einkommenssteuergesetz (EStG). Hier sind die sogenannten Katalogberufe aufgeführt:

Zu der freiberuflichen Tätigkeit gehören die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit, die selbständige Berufstätigkeit der

  • Ärzte
  • Zahnärzte
  • Tierärzte
  • Rechtsanwälte
  • Notare
  • Patentanwälte
  • Vermessungsingenieure
  • Ingenieure
  • Architekten
  • Handelschemiker
  • Wirtschaftsprüfer
  • Steuerberater
  • beratenden Volks- und Betriebswirte
  • vereidigten Buchprüfer
  • Steuerbevollmächtigten
  • Heilpraktiker
  • Dentisten
  • Krankengymnasten
  • Journalisten
  • Bildberichterstatter
  • Dolmetscher
  • Übersetzer
  • Lotsen und ähnlicher Berufe.“

Das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz (PartGG) hält darüber hinaus fest, dass in den freien Berufen in der Regel eine besondere Qualifikation oder ein schöpferisches Talent zum Tragen kommt. Ein freier Mitarbeiter erbringt demnach persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig Tätigkeiten für einen Kunden oder Beauftragenden.

In Deutschland gab es im Jahr 2015 laut dem Statistikportal Statista etwas mehr als 1,3 Millionen freiberuflich Tätige. Von diesen arbeiteten die meisten in einem freien Beruf in der Kulturbranche. Mit großem Abstand folgten schließlich Heilberufe, Ärzte und Rechtsanwälte.

Mit Freelancer-Vertrag müssen Sie die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung komplett selbst übernehmen.

Mit Freelancer-Vertrag müssen Sie die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung komplett selbst übernehmen.

Gerade hinsichtlich der Steuern unterscheiden sich Freiberufler von anderen Arbeitstätigen. Arbeiten Sie in einem freien Beruf laut Einkommenssteuergesetz, sind Sie dazu verpflichtet, sich beim für Ihren Wohnsitz zuständigen Finanzamt zu melden, da sie einkommensteuerpflichtig sind. Die Höhe des Betrags, die ein freier Mitarbeiter abzuführen hat, ist jedoch abhängig davon, wie viel Gewinn er erwirtschaftet hat.

Die Sachbearbeiter entscheiden nach dem Ausfüllen des „Fragebogens zur steuerlichen Erfassung“, ob es sich tatsächlich um eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit handelt. Auf Grundlage dieser Einschätzung müssen Freiberufler entweder eine Gewerbesteuer abführen oder nicht. Darüber hinaus werden sie nach der Anmeldung vom Amt grundsätzlich darüber informiert, wie hoch die etwaige Steuervorauszahlung sein wird.

Wer vom Finanzamt als Freiberufler anerkannt ist, der muss keine Gewerbesteuer entrichten. Die Gewerbeordnung trifft auf ihn also nicht zu. Erwirtschaften Sie im ersten Jahr Ihrer freiberuflichen Tätigkeit weniger als 17.500 Euro haben Sie das Recht, keine Umsatzsteueranmeldung vorzunehmen. Es ist lediglich die Einnahmen-Überschuss-Rechnung vonnöten. Einer doppelten Buchführung bedarf es demnach in diesem Fall nicht.

Der Vertrag über die freie Mitarbeit

Wenn ein Freiberufler für ein Unternehmen tätig wird, einigen sich die beiden Seiten in der Regel in einem Freiberufler-Vertrag auf die Rahmenbedingungen des Verhältnisses. Hier werden Informationen wie Urlaub, Nutzungsrechte an der erbrachten Arbeitsleistung und die Kündigung vom geschlossenen „Arbeitsvertrag“ geregelt.

Bei einem Vertrag für Freiberufler handelt es sich häufig um einen Dienst- oder Werkvertrag. Die beiden verschiedenen Vertragsarten unterscheiden sich in der Regulierung von Leistungsstörungen. Entscheidend ist immer der Inhalt vom Vertrag. Das bedeutet: Selbst, wenn Ihnen für die freie Mitarbeit ein Vertrag vorgelegt wird, der mit dem Titel Werkvertrag überschrieben ist, kann es sich in Wahrheit um einen Dienstvertrag handeln.

Wie wird die Arbeit eines Freelancers vergütet?

Wer einen Vertrag als freier Mitarbeiter unterzeichnet, wird hinsichtlich der Zahlungsmodalitäten in der Regel eine der drei folgenden Optionen angeboten bekommen:

  • Pauschalvergütung
  • Festpreis
  • Aufwandsvergütung

Arbeiten Sie als Freiberufler, wird häufig nicht von einem Gehalt, sondern einem Honorar oder Lohn gesprochen, um die Unabhängigkeit des Betreffenden deutlich zu machen. Der Anschein von einem arbeitnehmerähnlichen Beschäftigungsverhältnis wird so vermieden.

Wurde im „Arbeitsvertrag“ für Freiberufler eine Pauschalvergütung festgesetzt, ist die Vergütungshöhe bereits vorab fix definiert. Der Freiberufler erhält für seine Leistung diesen Betrag, auch wenn seinerseits ein höherer Aufwand entsteht. Doch er ist nicht auf Gedeih und Verderb dieser Vereinbarung ausgesetzt: Treten während der Auftragsbearbeitung wesentliche Leistungsänderungen ein, ist die Erhöhung des vereinbarten Pauschalpreises möglich.

Als wesentliche Leistungsänderung wird eine mehr als 20-prozentige Abweichung vom im Rahmenvertrag für Freiberufler veranschlagten Aufwand bezeichnet.

Über die Art, das Honorar für Freiberufler zu berechnen, einigen sich die Partner vorab im Vertrag.

Über die Art, das Honorar für Freiberufler zu berechnen, einigen sich die Partner vorab im Vertrag.

Auch die Vergütung mittels Festpreis ist in der freien Mitarbeit erlaubt. Im Gegensatz zur Pauschalvergütung gilt hier jedoch: Eine Nachforderung kann der Freiberufler nicht verlangen! Eine solche Vereinbarung freut den Auftraggeber, ist für den Freelancer jedoch sehr risikoreich.

Schätzt er den Bearbeitungsaufwand zu niedrig ein, verkauft er sich unter Wert. Eine solche Vereinbarung will deshalb vorher gut überlegt sein. Einzig die Störung der Geschäftsgrundlage, wie sie in Paragraph 31 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) festgehalten ist, ermöglicht die nachträgliche Anpassung der Vergütungshöhe.

Bei der Aufwandsvergütung einigen sich beide Vertragspartner neben der zu erbringenden Leistung auch auf das Honorar, welches in der Regel in Form eines Stunden- bzw. Tagessatzes ausgehandelt wird. Zusätzlich erhält der Freiberufler einen gewissen Betrag für seine Aufwendungen. Hierzu zählen beispielsweise Material, eingesetzte Werkzeuge und Maschinen sowie Spesen. Da es sich um eine dynamische Form der Vergütung handelt, geht der Auftraggeber ein relativ großes Risiko ein, kann er doch nicht abschätzen wie teuer ihn die vom Freiberufler erbrachte Leistung schlussendlich zu stehen kommt.

Als Beleg für seinen Aufwand dienen häufig Leistungsnachweise, deren Korrektheit vom Auftraggeber – je nach vertraglicher Vereinbarung – innerhalb einer Frist von 14 Tagen schriftlich anzweifelbar ist. Eine solche Abmachung ist jedoch individuell schriftlich niederzulegen und nicht zwingender Bestandteil eines Freiberufler-Vertrages.

Der Freiberufler erhält die Vergütung für eine erbrachte Dienstleistung grundsätzlich erst, nachdem er die Leistung erbracht hat. Es ist jedoch auch möglich, dass sich die Vertragspartner darauf einigen, dass die Vergütung monatlich oder nach Rechnungsvorlage erfolgt. Wurde hingegen ein Werkvertrag geschlossen, ist die Vergütung in der Regel bei der Abnahme des Werkes zu zahlen. Nichtsdestotrotz erlaubt der Gesetzgeber unter bestimmten Voraussetzungen aber auch Abschlagszahlungen (§ 632a BGB).

Haben Freiberufler einen Urlaubsanspruch?

So wie Arbeitnehmer, die sich in einer abhängigen Beschäftigung befinden, wollen auch freie Mitarbeiter sich ab und an Zeit für einen kurzen Urlaub oder eine längere Reise ins Ausland nehmen. Doch geht das überhaupt? Schließlich sind Sie für ihre Zeiteinteilung überwiegend selbst verantwortlich.

Grundsätzlich gilt in Deutschland: Das Recht auf Erholung hat jeder, der arbeitet.

Der im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) gesetzliche Mindestanspruch gilt nach Paragraph 2 nur für Arbeitnehmer. Hierbei handelt es sich um:

[…] Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten. Als Arbeitnehmer gelten auch Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind […].“

Auch auf Urlaub haben Freiberufler unter Umständen Anspruch.

Auch auf Urlaub haben Freiberufler unter Umständen Anspruch.

Das bedeutet: Freie Mitarbeiter, die arbeitnehmerähnlich sind,, haben bei einer fünf-Tage-Arbeitswoche Anspruch auf einen mindestens 20-tägigen Urlaub im Jahr.

Es muss hierfür jedoch ein regelmäßiger Auftraggeber vorhanden sein, gegenüber dem dieser Anspruch formuliert werden kann.

Von Regelmäßigkeit wird in diesem Zusammenhang gesprochen, wenn mindestens ein Drittel des Gesamtumsatzes bei ebenjenem Auftraggeber erwirtschaftet wird.

In der Realität arbeiten die meisten Freiberufler eher selten mit einem regelmäßigen Auftraggeber zusammen, weshalb kaum einmal Zeit für einen längeren Urlaub freigeschaufelt wird. Ausschlaggebend hierfür ist häufig die Angst, keine neuen Projekte und Aufträge an Land zu ziehen. Viele Freelancer arbeiten deshalb das ganze Jahr über – ein Umstand, der langfristig zur Erschöpfung führt.

Deshalb: Von Zeit zu Zeit ist eine Erholungsphase nötig, um die Arbeitsbelastung zu kompensieren und die Gesundheit zu erhalten. Der richtige Zeitpunkt, um Urlaub einzulegen, ist dann gekommen, wenn nur wenige Aufträge abzuarbeiten sind oder eine generelle Flaute herrscht. Mit einer Urlaubsvertretung steht der Entspannung nichts mehr im Weg.

Die Vor- und Nachteile des Freiberufler-Daseins

Als freier Mitarbeiter profitieren Sie in vielerlei Hinsicht, sofern Sie über die notwendigen Informationen verfügen. Dazu gehören unter anderem:

  • Freiheit nur jene Aufträge anzunehmen, die gefallen
  • keine festen Arbeitszeiten
  • freie Wahl des Arbeitsplatzes
  • höheres Einkommen

Grundsätzlich hat die Tätigkeit als Freiberufler den großen Vorteil, dass Sie sehr viel freier als in einem regulären Arbeitsverhältnis sind. Sie haben die Möglichkeit, nur Projekte anzunehmen, die Ihnen tatsächlich auch zusagen und müssen sich nicht den Weisungen eines Chefs beugen. Ein Freelancer-Vertrag fixiert darüber hinaus auch keine festen Arbeitszeiten. Davon können Angestellte im 9-to-5-Job nur träumen.

Als freier Mitarbeiter können Sie dann arbeiten, wenn es gerade passt. Mit der Arbeitszeit schwer vereinbare Behördengänge und Arzttermine gehören damit der Vergangenheit an. Zudem ist es in der Regel möglich von zu Hause aus zu arbeiten – auch lange Arbeitswege sind damit passé. Und noch einen Vorteil hat es als freier Mitarbeiter einen Vertrag zu unterschreiben: Das Brutto-Einkommen ist höher.

Doch wie immer im Leben stellt auch die Arbeit als freier Mitarbeiter ein zweischneidiges Schwert dar. Neben den vielen Vorteilen, die jedoch zum Teil auch eine Menge Selbstdisziplin erfordern – gerade was die Arbeitszeit angeht – müssen sich Freelancer auch Herausforderungen stellen.

  • Unsicherheit (Abhängigkeit von Aufträgen)
  • kein stetes Einkommen
  • hohe selbst zu tragende Kosten in Form von zum Beispiel Büroausstattung sowie Versicherungsbeiträgen (Kranken-, Renten- und Berufshaftpflichtversicherung)

Der große Vorteil des Freiberufler-Seins – die Unabhängigkeit – stellt gleichzeitig auch seine größte Schwierigkeit dar. Schließlich sind freie Mitarbeiter von Projekten abhängig, die je nach Konjunktur mal zahlreich, mal nur rar vorhanden sind. Von der Auftragslage hängt also auch ab, wie viel Geld ein Freelancer verdient. Das in guten Zeiten erwirtschaftete Vermögen, sollte also für schlechte Zeiten zurückgelegt werden – zumindest teilweise, damit nicht auf einmal Ebbe auf dem Konto herrscht.

Da sowohl die Kranken-, Pflege- und Sozialversicherung als auch die Altersvorsorge von den Freiberuflern komplett selbst bezahlt werden muss, reduziert sich das Bruttoentgelt erheblich. Wenn Sie also einen Honorarvertrag für freie Mitarbeiter abschließen, achten Sie bei der Berechnung des Stundensatzes darauf, diese Aufwendungen einzukalkulieren.

32 Gedanken zu „Freiberufler – welche Rechte und Pflichten haben Sie?

  1. Peter W.

    Sehr interessante Seite. Darf am auch eine Frage stellen? Mich würde interessieren, ob vom Arbeitgeber bei Freiberuflichen eine Probezeit mit geringerer Entlohnung vereibart werden darf.

    Grüße

    Peter W.

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Peter,
      im Regelfall kann ein geringeres Gehalt in der Probezeit festgelegt werden. Genauso kann bestimmt werden, dass sich dieses nach der Probezeit automatisch erhöht. Es müssen jedoch in jedem Fall die gesetzlich oder tariflich geregelte Mindestlöhne Beachtung finden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Petra,

      grundsätzlich ist eine fristlose Kündigung möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt bzw. nachgewiesen wurde. Hier gilt § 626 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Sie haben eine Chance, dagegen vorzugehen, wenn es im Vorfeld keine Abmahnung gegegen hat und die Kündigung völlig überraschend kam.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  2. Harald

    Ein sehr interessanter Beitrag zur Freiberuflertätigkeit. Womit müsste ich rechnen als
    Altersrentner, aber mit vorzeitigem Renteneintritt, 45 geleisteten Berufsjahren ohne
    Abzüge.
    Kann man einen fiktiven Prozentsatz angeben bezüglich der steuerlichen Abgaben.
    z.B. mntl. Vergütung 5500 € -was bleibt ungefähr?
    Beste Grüße
    Harald

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Harald,

      wenden Sie sich an eine zuständige Rentenstelle. Diese kann Ihren Rentensatz genau berechnen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  3. bozica

    Verstehe ich das richtig, dass man um freier Mitarbeiter zu sein, selbstständig sein muss und auch von diesem vereinbarten Lohn „Steuern“ zahlen muss?

    Danke im Voraus

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo bozica,

      ja, das ist korrekt. Ein freier Mitarbeiter ist normalerweise selbstständig und erhält seinen ‚Lohn‘ zwar steuerfrei, muss jedoch selbst dem Finanzamt sein Einkommen melden. Normalerweise muss dann die Einkommens-, Vor- und Gewerbesteuer gezahlt werden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  4. M.Eggers

    Habe ich bei einem Werkvertrag mit 8 Tagen monatlich seit 3 Jahren beim selben Arbeitgeber, ein öffentlicher Träger, Anspruch auf Urlaubstage?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo M. Eggers,

      normalerweise haben Sie bei einem Werkvertrag keinen Urlaubsanspruch.

      Ihr Team von arbeitsvertrag.org

      Antworten
  5. Doc

    Ich habe als Freiberufler mehrere verschiedene Auftraggeber. Eine Tätigkeit und Honorar wird nach abgeleistetem Seminar meist als Monatsübetweisung überwiesen. Meine Vereinbarung (=Vertrag?) beinhaltet eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum jeweiligen Quartalsende. Ist diese Regelung überhaupt wirksam? Handelt es sich hier nicht um ein Dienstverhältnis ergo Kündigung nach 621BGB?
    VG

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Doc,

      wenn dies in Ihrem Vertrag so festgelegt ist, kann auch die genannte Kündigungsfrist gültig sein. Eine längere Kündigungsfrist als in § 621 BGB angegeben, ist grundsätzlich möglich. Eine kürzere jedoch steht dem Gesetz entgegen und darf nicht vereinbart werden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  6. Martin

    Hallo Team von Arbeitsvertrag.org,
    Ich habe meinen Wohnsitz in der Schweiz und könnte als freier Mitarbeiter ein Projekt in München wahrnehmen. Ich bin mir nun nicht sicher, wo die sozialen Beiträge und Steuern zu bezahlen sind. Wäre es allenfalls klarer wenn ich über meine Firma in der Schweiz einen Servicevertrag abschliesse?
    Vielen Dank
    Martin

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Martin,

      existiert keine Befreiungsvorschrift, gelten die Steuervorschriften Ihres Heimatlandes. Um sicher zu gehen, wenden Sie sich jedoch an das zuständige Arbeitsamt oder einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  7. Beni

    Liebes Team vom Arbeitsvertrag.org,

    wenn ein ehemaliger Mitarbeiter vorher beim Arbeitgeber befristet angestellt war und nach einem 1/2 Jahr Auszeit dann als Freiberuflicher beim selben Arbeitgeber tätig werden möchte, ist das möglich oder verhält es sich hier auch so, dass mindestens 3 Jahre zwischen alten und neuen Vertrag liegen muss?
    Ich freue mich über Ihre Antwort!
    Herzliche Grüße
    Sabine

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Beni,

      uns ist eine solche Sperre für Freiberufler nicht bekannt. Die Annahme der angestrebten Position sollte für den Arbeitnehmer kein Problem darstellen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  8. Milo

    Guten Abend,

    oben wurde geschrieben, dass der Mindestlohn nicht unterschritten werden darf.

    Wenn ein Vertrag eine Erfolgsabhängige Bezahlung vorsieht, muss dann als Minimalbetrag der Mindestlohn angesetzt werden?

    Freundliche Grüße

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Milo,

      das Mindestlohngesetz besagt: „Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Zahlung eines Arbeitsentgelts mindestens in Höhe des Mindestlohns durch den Arbeitgeber.“ Entsprechend darf auch bei erfolgsabhänger Bezahlung das gezahlte Gehalt nicht unter den monatlichen Mindestlohnbetrag fallen, das ist richtig.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  9. Stolpe

    Hallo ich habe eine Frage: Ich arbeite als freiberufliche Pflegehelferin, habe jetzt über eine Agentur einen Auftrag angenommen für die Arbeit in einem Heim.In den AGB von der Vermittlungsagentur steht folgender Satz: Die Vermittlungsprovision zahlt ausshcließlich der Arbeitgeber(Heim) an die Agentur. Und wenn der Freiberufler mal krank wird,muß er dies der Agentur und dem heim mitteilen,damit Ersatz beschafft werden kann. in einem weiteren Absatz steht jedoch: Sollte der Freiberufler aus welchem Grund auch immer,den vermittelten Auftrag nicht oder nur teilweise ausführen können, muß er eine Provision an die Agentur zahlen,in voller Höhe. Wie hoch diese Provision ist,wird mit keinem Satz erwähnt. Mich hat es dummerweise mit Schmerzen im LWS Beriech erwischt und kann mich kaum bewegen vor Schmerzen.Habe dies der Agnetur und dem heim heute mitgetielt und promt hatte ich eine Email der Agentur bekommen,worin stand. Wenn ich den Auftrag vorsätzlich abbreche muß ich 1000 Euro Provision an die Agentur zahlen. ist das Rechtens? Vielen Dank für die Hilfe

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Stolpe,

      wenden sie sich mit Ihrem Problem bitte an einen Anwalt für Arbeitsrecht. Dieser kann Ihnen helfen, den Sachverhalt zu klären.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  10. Maria

    Hallo,
    Frage wenn ein Immobilienmakler mit einem freien Arbeitsvertrag eine Immobilie verkauft , alles bis zum Notar vom Makler erledigt wurde. Von Käufer und Verkäufer unterzeichnet wurde. Auch die Rechnung vom Immobilienbüro an den Käufer gestellt wurde. Der Käufer aber nie bezahlt hat , steht dem Makler mit dem freien Mitarbeitervertrag die Provision zu . Schließlich hat der Freiberufle seine Leistung erbracht ?!??

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Maria,

      ausschlaggebend sind dabei in der Regel die Angaben zum Auszahlungszeitpunkt im jeweiligen Kaufvertrag und weiterer hier enthaltenen Klauseln. Auch die im Arbeitsvertrag enthaltenen Vereinbarungen sind in diesem Fall genauer zu betrachten. Wenden Sie sich zur Prüfung des Vorgangs ggf. an einen Anwalt.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  11. Julia H.

    Guten Tag,
    Mein Mann, Australier, arbeitet als Freiberufler fuer eine deutsche Firma in Afrika fuer ein bestimmtes Projekt. Er hat feste Arbeitszeiten, bekommt weniger Geld wenn er von zu Hause aus arbeitet und muss jeden Tag Urlaub beantragen und bekommt manchmal sogar vorgeschrieben wann er Urlaub zu nehmen hat (Urlaubstage werden nicht verguetet).
    Meine Frage ist, entspricht dies dann ueberhaupt einen „freelance“ Vertrag. Fuer mich sieht es eher so aus, als ob er wie ein Festangestellter behandelt wird, nur mit dem Vorteil fuer den Arbeitgeber, dass er meinen Mann nach Ablauf des Projektes nicht weiterbeschaeftigen muss.
    Julia

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Julia,

      als Selbstständiger hat Ihr Mann normalerweise die Freiheit, seine Arbeitszeit und seinen Arbeitsort frei einzuteilen. Sie sollten sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden, um den Sachverhalt zu klären. Ihr Mann sollte sich zudem noch einmal mit seinem Arbeitgeber auseinandersetzen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  12. Mia

    Hallo,
    ich bin freiberuflich als Praxisvertretung tätig. Nun ist es mir ein zweites Mal passiert, dass dieselbe Kollegin die Vertretung abgesagt hat. Wir haben keinen schriftlichen Vertrag geschlossen, es wurde das meiste telefonisch besprochen, allerdings hat sie mir die Daten (Tage) per sms und ähnliches zukommenlassen und die Vertretung über diesen Weg abgesagt.
    Habe ich die Möglichkeit des Schadenersatzes?
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Mia

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Mia,

      als Freiberufler gestaltet sich die Rechtslage etwas schwieriger. Wenden Sie sich am besten an einen Anwalt für Arbeitsrecht. Dieser kann klären, ob Schadensersatzanspruch in Ihrem Fall besteht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  13. Sabine

    Hallo!

    Muss man einen Auftrag, der Pauschal vergütet wird in der Rechnung nach Stunden aufdröseln?
    In meinem Fall darf die nebenberufliche Arbeitszeit 20h/Woche nicht überschreiten, weil ich noch Student bin.

    Vielen Dank!
    Sabine

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Sabine,

      entscheidend sind hierbei nur die tatsächlich geleisteten Stunden. Arbeiten Sie nicht länger als 20 Stunden in der Woche, sollte es also keine Probleme geben. Bei Zweifeln wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  14. Charliene J.

    Liebes Arbeitsvertrag.org-Team,

    ich habe folgende Frage: Mein Chor (= gemeinnütziger Verein) will einen neuen Dirigenten freiberuflich anstellen, jedoch zunächst nicht unbefristet, sondern beide Parteien sollen nach einem Jahr prüfen, ob das Verhältnis danach auf unbestimmte Dauer ausgedehnt wird. Jetzt sind wir unschlüssig, wie wir dies im Vertrag formulieren. Ist folgende Regelung okay?
    § 6 Kündigung
    1. Dieser Chorleitervertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann durch beide
    Vertragspartner mit einer Frist von 6 Wochen zum Ende eines Kalendervierteljahres gekündigt
    werden. Das erste Jahr der Zusammenarbeit soll auf Probe geschlossen werden und im Juli
    2018 werden sich beide Parteien darauf verständigen, ob die Zusammenarbeit fortgesetzt wird.
    Der Verein wird zu diesem Zweck im Rahmen einer Mitgliederversammlung dies zur Abstimmung
    stellen.
    2. Das Recht einer außerordentlichen fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund steht den
    Parteien uneingeschränkt zu, beispielsweise auch im Fall des § 2 Ziff. 5.
    3. Kündigungen bedürfen der Schriftform. Der Kündigende hat den Nachweis des Zugangs der
    Kündigung beim Kündigungsadressaten zu führen.

    Über eine Rückmeldung wäre ich sehr dankbar,
    viele Grüße Charliene

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Charliene J.,
      leider dürfen wir Ihnen dazu keine Einschätzung geben. Sie haben jedoch die Möglichkeit, den Vertrag von einem Anwalt für Arbeitsrecht prüfen zu lassen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  15. Zezva

    Hallo Team vom Arbeitsvertrag.org,

    Vielen Dank für die Kommentaren soweit.

    Folgende Frage: Ist grundsätzlich ein Vertrag zwischen Endkunde (Eine Bank) und Freiberufler (Sub-Unternehmer über Vermittlungsagentur) gesetzkonform, wenn die Endkunde kann den Vertrag mit eine Kündigungsfrist von 1 Woche kündigen aber der Freiberufler darf gar nicht kündigen?

    Vielen Dank und Gruß,
    Zezva

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Zezva,

      wenden Sie sich bitte hierzu an einen Anwalt, der den Vertrag prüfen kann.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten

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