Sonntagszuschlag: Gibt das Gesetz Zuschläge am Sonntag vor?

Ein Sonntagszuschlag kann im Arbeitsvertrag vereinbart werden.

Ein Sonntagszuschlag kann im Arbeitsvertrag vereinbart werden.

Gehälter bzw. Löhne können durch unterschiedliche Regelungen beeinflusst werden. Im klassischen Fall erhalten Angestellte am Monatsende einen vereinbarten Festbetrag. Nicht selten kommen jedoch auch Sonderzahlungen dazu. Das ist beispielsweise bei Nachtarbeit in vielen Berufen der Fall.

Gerade in Bezug auf Sonn- und Feiertagsarbeit kommen deshalb nicht selten Fragen auf. Der vorliegende Ratgeber dreht sich komplett um Arbeit am siebenten Tag der Woche und den Anspruch auf Sonntagszuschlag. Hier erfahren Sie, wann ein Zuschlag für Sonntagsarbeit gezahlt werden muss und welche Rolle der Gesetzgeber dabei spielt. Nicht zuletzt bieten wir Ihnen generelle arbeitsrechtliche Informationen zur Sonntagsarbeit.

Grundsätzliches zur Arbeit am Sonntag

Gesetzliche Vorgaben in Bezug auf die Arbeit an einem Sonntag lassen sich dem sogenannten Arbeitszeitgesetz (ArbZG) entnehmen, beginnend mit § 9 zur “Sonn- und Feiertagsruhe”. Dieser verbietet prinzipiell die Arbeit an gesetzlichen Feiertagen sowie an Sonntagen.

Dieses Arbeitsverbot stößt sich natürlich mit den zeitlichen Vorgaben, die in bestimmten Branchen herrschen. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt, weshalb er in §­10 ArbZG Ausnahmen definiert hat. Unter den dort genannten Bedingungen dürfen beispielsweise Rettungssanitäter, Pfleger, Rundfunkmitarbeiter und Landwirte auch an Sonntagen arbeiten.

So gilt weiterhin, dass auch in Ausnahmebereichen mindestens 15 Sonntage im Jahr beschäftigungsfrei bleiben müssen. Gleichzeitig sind Arbeitgeber verpflichtet, ihren Beschäftigten Ausgleichstage für die Sonntagsarbeit bereit zu stellen. Das bedeutet, dass zeitnah ein Ersatzruhetag zur Verfügung stehen muss.

Nicht zuletzt müssen Unternehmer darauf achten, dass auch bei Sonntagsbeschäftigung geltende Ruhezeiten nach § 5 ArbZG eingehalten werden – zumindest dann, wenn dem keine technischen oder arbeitsorganisatorischen Gründe entgegenstehen. Ein spezieller Sonntagszuschlag ist gesetzlich aber nicht im Arbeitszeitgesetz definiert. Doch besteht deshalb grundsätzlich kein Anspruch darauf, bei Sonntagsarbeit einen Zuschlag zu erhalten?

Nur selten ist der Sonntagszuschlag Pflicht

Tatsächlich sorgt der Gesetzgeber nicht dafür, dass bei der Arbeit an einem Sonntag grundsätzlich ein Zuschlag zu zahlen ist. Gesetzliche Zuschläge gelten ausschließlich für Nachtarbeit. Doch das bedeutet nicht, dass alle Menschen, die Sonntags arbeiten, auf Zuschlag verzichten müssen. Folgendes ist zu beachten:

  • Ein Sonntagszuschlag kann Arbeitnehmern durch Klauseln im Arbeits- bzw. Tarifvertrag zugesprochen werden. In diesem Fall besteht ein Anspruch auf die Sonderzahlung.
  • Entscheidet sich der Arbeitgeber freiwillig dazu, über eine lange Zeit Zuschläge für Sonntage zu zahlen, kann es zu einer betrieblichen Übung kommen. Auch dann besteht ein Anrecht auf die Zulage.
  • Zuschläge zum Sonntag können Beschäftigten nicht zuletzt durch eine Betriebsvereinbarung versprochen werden.
Sonntagsarbeit ist steuerfrei bis zu einer bestimmten Grenze.

Sonntagsarbeit ist steuerfrei bis zu einer bestimmten Grenze.

Die genannten Situationen sind für gewöhnlich die einzigen, in denen Beschäftigte einen Anspruch auf Sonntagszuschlag besitzen.

Das zementiert auch ein Urteil des Bundesarbeitsgerichtes aus dem Januar 2006 (Aktenzeichen: 5 AZR 97/ 05). Die Richter entschieden damals, dass es keine anderweitige gesetzliche Zusicherung für die Bonuszahlung gibt.

Weiterhin gilt, dass ein Sonntagszuschlag oft steuerfrei ist. Der Zusatzlohn wird also ohne steuerliche Abzüge ausgezahlt. Dieser Situation liegt jedoch nur solange vor, wie der Grundlohn nicht um mehr als 50 Prozent überschritten wird. Bis zu dieser Grenze bleibt die Steuerfreiheit bestehen. Beträge darüber hinaus sind folglich nicht beitragsfrei.

Sonderfall: Ostersonntag und Pfingstsonntag

Ähnlich wie der Sonntagszuschlag wird der Feiertagszuschlag nur dann gestattet, wenn eine betriebliche Übung oder bestimmte Dokumente diese festlegen. Das führt zu einer Besonderheit am Pfingstsonntag und Ostersonntag. Letzterer gilt nur im Land Brandenburg als offizieller Feiertag. Wer also beispielsweise in Hessen an Ostern arbeitet, darf auch dann für den Ostersonntag keinen Feiertagsbonus erwarten, wenn der Tarifvertrag diesen generell vorgibt.

Dasselbe gilt für den Pfingssonntag. Auch hier können jedoch explizite Klauseln im Vertrag oder der Betriebsvereinbarung eine Sonderzahlung für diese speziellen Feiertage garantieren. Besteht so ein Eintrag, können sich Beschäftigte auch darauf berufen.

Sind Sie der Meinung, dass Sie Anspruch auf Sonntagszuschlag haben, jedoch verweigert Ihnen Ihr Chef die Zulage? Dann ist es sinnvoll, sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden. Dieser kann individuelle Situationen und bestehende Verträge genau analysieren und Ihnen eine Rechtsberatung anbieten. Auch wenn es zu einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht kommt, ist die Hilfe eines versierten Rechtsanwalts sehr wertvoll.
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38 Gedanken zu „Sonntagszuschlag: Gibt das Gesetz Zuschläge am Sonntag vor?

  1. M.Meckelburg

    Eine Frage zu Sonn und Feiertagen.
    Ich arbeite für einen großen Automobil Club. Jeden dritten Sonntag und jeden Feiertagen.Man zahlt 50% ist das rechtens und bekommt man nicht einen anderen Tag frei ?.. Ich suche schon lange nach einer Lösung per Gesetz

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo M.Meckelburg,

      per Gesetz gibt es keinen Anspruch auf einen Sonn-und Feiertagszuschlag. Dieser kann nur unter bestimmten Umständen entstehen, z. B. durch eine entsprechende Vereinbarung um Arbeits- oder Tarifvertrag.

      Wer an einem Sonntag arbeitet, muss binnen zwei Wochen ein Ersatzruhetag gewährt werden. Bei Arbeit an einem Feiertag muss der Ersatzruhetag binnen acht Wochen gewährt werden. Zudem muss jeder Mitarbeiter an mindestens 15 Sonntagen im Jahr frei haben.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  2. J. G.

    Eine Frage zur betrieblichen Übung. Ich fahre seit September ’17 freiwillig und nach Genehmigung jeden zweiten Sonntag i 7 Stunden zum Standort des Kunden für eine Woche. Die Reisezeit wird nach Arbeitszeitverordnung zu 50% als Arbeitszeit angerechnet, welche ich “händisch” abziehen musste. Ebenfalls wird auf Arbeitszeit Sonntags ein Zuschlag von 50% gewährt, welche das Zeiterfassungssystem automatisch drauf gerechnet hat, sodass ich bei 7h Fahrt 5,25 Stunden auf mein digitales Arbeitzeitkonto gutgeschrieben bekommen habe. Die Arbeitszeiten werden halbmonatlich kontrolliert. Ich habe diesen Umstand auch nach Erreichen von 100 Überstunden angesprochen. Seit Beginn Juni ’18 gibt es eine neu Arbeitszeitart für die Reisezeit, die dafür verwendet werden soll. Diese zieht für Reisezeit nun automatisch 50% ab, kalkuliert Sonntags aber nicht mehr 50% drauf. Auf Rückfrage bekam ich die Aussage, das wäre schon immer so gewesen. Leitet sich aus diesem Umstand eine betriebliche Übung ab, auf die ich bestehen kann?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Halo J.G.,

      hinsichtlich der betrieblichen Übung nimmt die Rechtsprechung an, dass eine betriebliche Übung erst entsteht, wenn die betroffene Zahlung mindestens drei Jahre lange wiederholt gezahlt wurde.

      Wollen Sie weiterhin auf diese Zuschläge bestehen, sollten Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden, der Ihnen helfen kann, Ihre Rechtsansprüche durchzusetzen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  3. Andrea M.

    Guten Tag,

    eine Frage zu dem Freien Ersatztag der einen geleistet werden muss. Ich habe einen Sonntag gearbeitet, somit entstand ein + von Std auf meinem Zeitkonto, in der darauffolgenden Woche erhielt ich ersatzweise einen Tag frei. Das machte dann -8 Std auf meinem Zeitkonto. Ist Diese Rechnung so richtig? Aus meiner sicht nicht, denn wenn ich den sonntag zu Hause geblieben wäre, hätte ich frei ohne das es mein Zeitkonto belastet.
    Vielen Dank

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Andrea M.,

      der Ersatztag ist ja als Ausgleichtag für die am Sonntag geleistete Arbeit gedacht. Demnach sollte er auch die am Sonntag gearbeiteten Stunden ausgleichen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
      1. Stephan B.

        In meinem Verständnis gibt es einen Ersatzruhetag nur, wenn man den Sonntag zusätzlich gearbeitet hat. Oder?
        Gerade in der Gastronomie ist ja eine 5 Tage Woche verteilt auf die Woche üblich – nur wenn man den 6. Tag am Sonntag arbeitet ist doch die somit entstandenden Überstunden abzugelten oder?

        Antworten
        1. Arbeitsvertrag.org

          Hallo Stephan B.,

          in der Regel verhält es sich so. So haben wir auch den oben stehenden Kommentar von Andrea M. verstanden.

          Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

          Antworten
  4. Doreen M.

    Hallo…ich arbeite in einer integrativen Kindertagesstätte. Jedes Jahr feiern wir mit den Kindern und deren Angehörige ein Sommerfest, welches Samstags statt findet. Um das Fest Vorzubereiten, treffen sich alle Mitarbeiter am Mittag. Somit bin ich am Stück mind. 7 Stunden am Arbeitsplatz. Wir dürfen uns für diesen Tag nur 4 Stunden aufschreiben. Ist das Rechtens?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Doreen M.,

      hier kommt es auch darauf an, was in Ihrem Arbeitsvertrag diesbezüglich festgelegt ist. Da dieser uns nicht vorliegt und wir nicht befugt sind, eine kostenlose Rechtsberatung zu geben, würden wir Ihnen raten, sich mit solch einem Anliegen an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  5. T.G.

    Hallo, wie verhält sich das denn bei Schichtarbeit von Sonntag abend 21.00 Uhr bis Montag morgen 6.00 Uhr.
    Wenn mir schon keine Zulagen zustehen, dann wenigstens ein freier Tag in der Woche. Meine Woche endet fast immer am Samstag morgen.

    Antworten
  6. G. T.

    Hallo, wie verhält sich das denn bei Schichtarbeit von Sonntag abend 21.00 Uhr bis Montag morgen 5.45 Uhr, dann Montag abend 22.00 Uhr bis Dienstag 5.45 und das sechs Tage die Woche.
    Wenn mir schon keine Zulagen zustehen, dann wenigstens ein freier Tag in der Woche. Meine Woche endet bei der Nachtschicht fast immer am Samstag morgen.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo G.T.,

      jedem Arbeitnehmer steht eine angemessene Erholungszeit pro Woche zu. Wie viel, das kommt u.a. darauf an, was in Ihrem Arbeitsvertrag vereinbart wurde.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  7. Stephanie B.

    Hallo. Ich arbeite für einen Verein, in der Gastronomie. Im Arbeitsvertrag steht keine klausel über zuschläge für Sonntags Zuschlag oder Ausgleich.
    Wie verhält es sich dann? Hab ich trozdem anspruch auf zuschläge für Sonntags und Feiertage, oder Frei ausgleich?

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Stephanie B.,

      einen gesetzlichen Anspruch auf Zuschläge für Feiertags- oder Wochenendarbeit gibt es nicht. Sie müssen jedoch einen alternativen Ruhetag bekommen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  8. Aggro

    In unserer Firma wurde 2017 ein Tarifvertrag gültig,in welchem auch die Höhe der Löhne,die Lohngruppen
    und die Zahlung von Zuschlägen geregelt ist. Die Geschäftsleitung hatte daraufhin nichts Besseres zu tun als sich mit Hilfe höriger Mitarbeiter “Hintertüren” zu öffnen und für bestimmte Arbeiten andere Löhne fest-
    zusetzen und die Zahlung der Zuschläge zu verhindern,obwohl der Vertrag als auch geltende Gesetze andere Regeln klar vorgeben. Ist das rechtens ?? P.S. Ich arbeite in einem Verkehrsbetrieb.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Aggro,

      die Rechtmäßigkeit von individuellen Situationen kann nur ein Anwalt beurteilen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  9. Juergen P.

    mein Arbeitgeber zahlt keine Zuschläge für Sonntagarbeit, Feiertagsarbeit oder Nachtarbeit. Er stellt aber in der Lohnabrechnung steuerfreie Zuschläge dar. Darf er dass? Ich arbeite in der ambulanten Pflege.

    Antworten
  10. G.H.I.

    Hallo,

    in meinem Arbeitsvertrag steht “…an 5 Werktagen in der Woche…”, also der Sonntag (ist ja kein Werktag) ausgeschlossen. Muß ich dann hinnehmen, wenn ich Sonntags arbeiten soll, daß ich dafür nur einen freien Ersatztag erhalte? So würde ich es verstehen, daß ich eben keinen Rechtsanspruch auf Zuschlag habe, aber fair ist das doch nicht? Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo G.H.I.,

      in der Regel muss nur zu den Zeiten gearbeitet werden, die auch im Vertrag vereinbart sind.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  11. Anton

    Hallo zusammen
    Meine Frage ist.
    Wir bekommen 50 Prozent sonntagszuschlag.
    Wir fangen aber erst um 22:00 an und enden am Montag Morgenimbiss 06:00.
    jetzt meine Frage: steht uns der sonntags Zuschlag von 22:00 bis 00:00 Uhr amsonntag zu oder von 22:00 bis 04:00 Uhr Montag morgen?

    Und gibt es dazu einen Paragrafen.
    Danke im Voraus

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Anton,

      was Ihnen zusteht kann nur ein Anwalt für Arbeitsrecht genau beurteilen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  12. silke v.

    Hallo,
    Ich bekomme nachtzuschlag u feiertagszuschlag-wenn beides zusammen fällt-gibt es da beide zuschläge oder darf der AG im vertrag die klausel schreiben :fällt beides aufeinander wird nur einer = der höhere Betrag bezahlt.aber man liest immer wieder das dann beides gezahlt werden muss 🤔🤔🤔 was sagen die?danke vorab fürs antworten!

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Silke,

      wir können aus der Ferne nicht die Klausel Ihres Arbeitsvertrags beurteilen. Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  13. Silvia

    Hallo Heiligabend war 2018 ein Montag ,ich arbeite in einer Metzgerei und wir mussten die Ware schon am Sonntag vorbereiten weil Montags nur bis Mittag geöffnet war.
    Mein Chef sagt er zahlt 40% Zuschlag für Sonntag .
    Wir sind der Meinung 100% ??

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Silvia,
      bitte lassen Sie diese Frage gegebenenfalls von einem Anwalt klären. Wir biete keine Rechtsberatung an und können dies daher nicht beurteilen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  14. Ronny

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    der Arbeitgeber gewaehrt fuer die Arbeit an Sonntagen einen Ausgleichstag. Ist eine Auszahlung dieser Ausgleichstage gesetzlich moeglich?

    Antworten
  15. Ronny

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    unsere Firma gewährt dem Arbeitnehmern Ausgleichstage. Ist eine Auszahlung der Ausgleichstage gesetzlich möglich?

    Antworten
  16. Lars

    Hallo,

    ich fahre Sonntags auf 450€ Basis bei einem Bäcker Backwaren aus, hierbei entstehen Überstunden welche als Freizeit abgegolten werden. Die Bäckerei bezahlt auf die geleisteten Stunden den 50% Sonntagzuschlag. Wenn ich die Überstunden als Freizeit abbaue wird da ebenso der Sonntagzuschlag fällig da die Überstunden ja rein aus Sonntagsarbeit zustande kommen.

    Gruss

    Antworten
  17. TiBa

    Hallo,

    ich arbeite 30 Std pro Woche (mo-Fr je 6 Stunden, 9-15.30, 30 Minuten Pause). Am Freitag arbeitete ich regulär von 9-14 Uhr. Von 14-16 Uhr fuhr ich als Beifahrer zu einem Teamworkshop, der dann noch von 16.30-19.45 Uhr ging. Samstag ging der Workshop von 9-12.45 und von 15-19.30 Uhr. Sonntag wieder von 9-13.45 Uhr. Danach fuhren wir nach Hause. Als Ausgleich sind nun 9 Stunden vorgesehen. Für den Sa pauschal einen regulären Arbeitstag von 6 Stunden und für Sonntag einen halben regulären Arbeitstag also 3 Stunden. Es gibt weder einen Tarifvertrag noch eine Überstundenregelung im Arbeitsvertrag. Ist es rechtens, nur 9 Stunden auszugleichen, obwohl ich viel länger gearbeitet habe?

    Antworten
  18. Birgit

    Hallo,

    ich als Dauer-Nachtwache musste jetzt leider feststellen, dass ich in den ganzen Jahren keine Sonntagszuschläge erhalten habe, obwohl ich laut “Standortsicherungsvertrag” Anspruch darauf gehabt hätte.
    Mir ist bewusst, dass es auch mein eigener Fehler ist, dass es mir nie aufgefallen ist.
    Kann ich die Zuschläge nachträglich und rückwirkend einfordern?

    Mit freundlichen Grüßen, Birgit

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Birgit,
      dies sollten Sie mit einem Anwalt für Arbeitsrecht erörtern.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  19. Sabrina

    Hallo,
    ich habe eine Frage.
    Ich arbeite im Einzelhandel, letzte Woche war verkaufsoffener Sonntag. Steht mir da ein Zuschlag zu?
    MfG

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Sabrina,

      der Gesetzgeber sieht keinen Zuschlag für die Arbeit an einem Sonntag vor. Ein Anspruch könnte sich aus einer entsprechenden Klausel im Arbeits- oder Tarifvertrag ergeben.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  20. Hilde

    Hallo,
    ich arbeite im Einzelhandel und muss öfters im Jahr Sonntags arbeiten. Sonderzuschläge bekomme ich, auch den Ausgleichstag. Meine Frage : Ich bin 62 Jahre, wie lange muss ich Sonntags noch arbeiten/ ab wann kann ich ablehnen?
    MfG

    Antworten
  21. Eichenseer

    Hallo,

    meine Tochter (18, Schwerbehindertenausweis 80 %) arbeitet in einem Krankenhaus in der Hauswirtschaft. Sie hat zwar einen 40 Std. Vertrag, kommt aber unter der Woche organisatorisch bedingt (die Hauswirtschafter arbeiten nur von 6.15 bis 13.45 abzgl. 30 Min. Pause) mit Berufschule auf ca. 35,5/36 Std.
    Dafür muss Sie dann aber 2 Wochenenden im Monat einen Samstag und einen Sonntag arbeiten. D. h. Sie hat jede 2. Woche eine 6 Tage-Woche. Begründet wird das Wochenende-Arbeiten damit, dass sie dann ungefähr auf die 40 Std. kommt.

    Einen Monat hat sie dann statt einen Samstag an einem Feiertag gearbeitet. Auf die Nachfrage, ob Sie dann einen Ausgleichstag bekommt, bekam sie die Antwort “das wurde bei uns noch nie so gemacht”.

    Wie verhält es sich mit den Arbeitszeiten am Sonntag? Müsste ihr da mehr berechnet werden, z. B. doppelte Arbeitszeit oder mal 1,5?
    Wie ist es mit dem Feiertag? Müsste sie da nicht einen Ausgleichstag bekommen oder dann wenigstens Überstunden?
    Ist es denn rechtens, dass sie immer jede 2. Woche eine 6-Tage-Woche hat?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Eichenseer,

      grundsätzlich sieht der Gesetzgeber keinen finanziellen Ausgleich vor, sondern ein Ersatzruhetag. Dennoch sollten Sie sich in Ihrer speziellen Situation noch einmal den Rat eines Anwalts einholen, der sich eingehender mit Ihrem Fall beschäftigen und entsprechend genauere Ratschläge erteilen kann.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  22. Angestellte

    Hallo,

    Ich arbeite in einem Möbel Konzern. Wir arbeiten auf Provision und müssen einen gewissen Umsatz bringen um diese auch zu erhalten. Tun wir das nicht, beträgt das Grundgehalt 8€ die Stunde.

    Bisher gab es für die Mitarbeiter, die den Sonntag von 13 – 18 Uhr gearbeitet haben eine extra Pauschale von 75€ oben drauf. Diese soll nun wegfallen. Jetzt möchte natürlich keiner mehr freiwillig Sonntags arbeiten und wir Mitarbeiter fragen uns, ob wir dazu verpflichtet sind, da an Sonntagen nicht mal was los ist, wir also auch keine Provision machen und für 5×8€ = 40€ Brutto arbeiten gehen…

    Antworten

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