Ist ein mündlicher Arbeitsvertrag gültig?

Grundsätzlich ist auch ein mündlicher Arbeitsvertrag gültig.

Grundsätzlich ist auch ein mündlicher Arbeitsvertrag gültig.


Wann ein Vertrag wirksam zustande gekommen ist, wird gerade im Arbeitsrecht oft heiß diskutiert. Gerade, wenn nach einem Bewerber nach dem Bewerbungsgespräch eine mündliche Zusage gegeben wurde, die später wieder zurückgezogen wird, ist die Unsicherheit beim Arbeitnehmer groß.

Wie sollte er sich jetzt verhalten? Ist ein mündlicher Arbeitsvertrag bindend für den Arbeitgeber? Wir klären in diesem Ratgeber über alles zu Thema mündliche Arbeitsverträge auf.

Ist ein Arbeitsvertrag, der mündlich geschlossen wurde, wirksam?

Arbeitnehmer sind gemäß Dienstvertrag von ihrem Auftraggeber sozial abhängig. Die Bedingungen werden in der Regel in einem schriftlichen Arbeitsvertrag festgehalten. Doch nicht immer wird dieser unmittelbar vor Arbeitsantritt vorgelegt, geschweige denn unterschrieben. Nun stellt sich die Frage: Gilt auch ein mündlicher Arbeitsvertrag bzw. die entsprechende Zusage?

In Deutschland sieht das Privatrecht vor, dass Verträge dann wirksam werden, wenn die Vertragsparteien inhaltlich übereinstimmende und aufeinander bezogene Willenserklärungen äußern. Macht der Arbeitgeber also ein Angebot, das der Arbeitnehmer annimmt, gehen sie ein Arbeitsverhältnis ein. Es kommt also ein Arbeitsvertrag zustande.

Als mündliche Zusagen zu einem Angebot gelten Antworten wie „Ja“, „Akzeptiert“ oder „einverstanden“. Demnach gilt: Ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist nicht zwingend vonnöten. Die Vertragsparteien können sich auch mündlich und formlos einigen.

Darf ein befristeter Arbeitsvertrag mündlich geschlossen werden?

Welche Regelungen für ein befristetes Beschäftigungsverhältnis gelten, ist im Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG) festgehalten. Im dritten Abschnitt, Paragraf 14 Absatz 4 „Zulässigkeit der Befristung“ hält es fest:

Die Befristung eines Arbeitsvertrages bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

Und was ist, verstößt der Arbeitgeber gegen diese Vorgabe? Gehen Sie eine zeitlich befristete Beschäftigung ein, deren Bedingungen nicht schriftlich festgehalten sind, gilt laut Arbeitsrecht: Eine Auswirkung auf die Wirksamkeit Ihres Arbeitsvertrages hat dies nicht. Dieser ist rechtens, was hingegen nicht auf die Absprachen zur Befristung zutrifft. Das bedeutet: Treten Sie die Arbeit an, ist ein mündlicher Arbeitsvertrag unbefristet gültig.

Mündlicher Arbeitsvertrag: Welche Rechte und Pflichten haben Sie?

Da im Falle einer mündlichen Absprache der Nachweis über die Vertragsinhalte fehlt, haben Sie Anspruch darauf, vom Arbeitgeber die Aushändigung eines Nachweises über die wesentlichen Vertragsbedingungen zu erhalten. So ist es im Nachweisgesetz (NachwG) niedergeschrieben.

Ein befristeter Arbeitsvertrag darf nicht mündlich geschlossen werden. Hier bedarf es zwingend der Schriftform.

Ein befristeter Arbeitsvertrag darf nicht mündlich geschlossen werden. Hier bedarf es zwingend der Schriftform.

Es sieht vor, dass der Arbeitgeber diese unterschriebene Niederschrift allerspätestens einen Monat nach dem Beginn des Arbeitsverhältnisses beizubringen hat.

Kommt der Arbeitgeber dieser Pflicht nicht nach, hat der Arbeitnehmer das Recht, seine Ansprüche im Rahmen einer Arbeitsgerichtsklage durchzusetzen.

Diese sollte erst nach Ablauf von sechs Monaten eingereicht werden, um von den allgemeinen Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes zu profitieren. Des Weiteren verfügen sie über ein Zurückbehaltungsrecht hinsichtlich ihrer Arbeitsleistung.

Die Niederschrift muss laut Gesetz folgende Inhalte aufweisen und darf nicht elektronisch übermittelt werden:

  • Name und Anschrift von Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Datum, wann das Arbeitsverhältnis beginnt
  • absehbare Dauer des Beschäftigungsverhältnisses (wenn befristet)
  • Arbeitsort
  • Definition bzw. Beschreibung der zu leistenden Tätigkeit
  • Höhe des Arbeitsentgelts (Lohn) inkl. Fälligkeit
  • Arbeitszeit
  • Höhe des Jahresurlaubs
  • welche Fristen für die Kündigung gelten
  • allgemeiner Hinweis, ob Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen gelten
Vorrübergehend, für maximal einen Monat lang eingestellte Aushilfen haben kein Anrecht auf den Nachweis von Vertragsinhalten (§ 2 NachwG). Die Niederschrift der wesentlichen Vertragsinhalte ist nicht mit einem Arbeitsvertrag gleichzusetzen. Zu einem solchen wird sie erst, wenn beide Vertragspartner unterschrieben haben.

Liegt lediglich ein mündlicher Arbeitsvertrag vor, kommen die allgemeinen gesetzlichen Regelungen zum Tragen. Der Arbeitgeber kann für sich Vorteile herausholen, wird ein schriftlicher Vertrag geschlossen. Diese Form ist deshalb wesentlich geläufiger.

Ist es besser einen Arbeitsvertrag schriftlich oder mündlich zu vereinbaren?

Grundsätzlich gilt: Auch ein mündlicher Arbeitsvertrag bindend ist, empfiehlt sich immer der Abschluss eines schriftliches Vertrages, den beide Vertragspartner unterschreiben. Kommt es nämlich zum Streit, fällt es dem Arbeitnehmer schwer, die Inhalte der mündlichen Verabredungen nachzuweisen. Ihm bleibt in diesem Fall nur die Möglichkeit, Zeugen aufzurufen, die bestimmte Absprachen bestätigen oder auch nicht.

Als Zeugen kommen in der Regel nur Kollegen und Mitarbeiter in Frage. Da diese in Details der Verabredungen zum Arbeitsverhältnis von Kollegen in der Regel meist nicht eingeweiht sind, ist der Nachweis zur Höhe des vereinbarten Arbeitslohns häufig schwierig. Eine Option, die hier bleibt, ist das Anführen der Lohnabrechnungen. Sie können als Indikator dafür herangezogen werden, welche Lohnhöhe vereinbart wurde. Denn auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist gültig.

28 Gedanken zu „Ist ein mündlicher Arbeitsvertrag gültig?

  1. Paschuhn I.

    Hallo, ich habe ein Problem. Und zwar habe ich ein arbeitsAngebot zugesagt, alle Konditionen geklärt und soll ab 1 September anfangen. Morgen soll ich den Arbeitsvertrag unterschreiben habe aber ein besseres Angebot bekommen. Muss ich jetzt dort anfangen?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Frau Paschuhn,
      ein Zurücktreten ist nach einer bereits erfolgten mündlichen Zusage in der Regel nicht möglich. In diesem Fall bleibt Ihnen nur die Kündigung. Eine andere Option besteht natürlich darin, das Gespräch mit dem künftigen Arbeitgeber zu suchen und eine gütliche Einigung herbeizuführen.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

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    2. Ralf G.

      Guten Tag.
      Ich habe mich aus persönlichen Gründen um eine neue, Unbefristete Arbeitsstelle in Vollzeit beworben, und auch einen Termin zu einem Vorstellungsgespräch bekommen. Während dieses Gespräches einigten wir uns auf folgende Parameter für den neuen Job: Wochenarbeitszeit, Urlaub, Arbeitsorte (bis September außerhalb, ab Oktober im Heimatort)
      Weil alles im gegenseitigen Einverständnis geklärt war, kündigte ich fristgemäß meinen alten, sicheren Arbeitsplatz.
      Nun kam der neue Arbeitsvertrag zur Unterschrift mit der Post. Dort war plötzlich nur noch eine Befristung von 12 Monaten und ein Arbeitsplatz außerhalb dokumentiert.
      Sind die vorab getroffenen Vereinbarungen und der in der Bewerbung geäußerte Wunsch nach Festeinstellung in Vollzeit nicht mehr gültig?
      Kann ich Rechtsmittel einlegen und auf die Erfüllung der mündlichen Zusagen pochen? Immerhin habe ich eine 14 jähre alte Festanstellung aufgrund der getroffenen Zusagen gekündigt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ralf G.

      Antworten
      1. Arbeitsvertrag.org

        Hallo Ralf,

        grundsätzlich ist auch ein mündlich geschlossener Vertrag gültig. Sie sollten deshalb zunächst mit Ihrem neuen Arbeitgeber über die Vereinbarungen sprechen und ihn bitten, einen neuen Vertrag aufzusetzen. Wenn das nicht hilft, haben Sie die Möglichkeit, eine Klage einzureichen. Im Zweifelsfall steht dann allerdings Aussage gegen Aussage, wenn Sie keinen Beweis vorbringen können (z. B. eine E-Mail o.ä.). Wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht, um den Sachverhalt zu klären.

        Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

        Antworten
  2. Marie

    Hallo, ich habe ein standort wechsel zugesagt. Umzug gemacht, alte arbeit übergabe usw.
    Bei der neue standort seit 1 Monat angefangen, auf der warte die Schriftliche Bestätigung (vertrag) des neues standort.
    Jetzt sagt mir die Fa. die konnen mir nicht einstellen und ich sollte zurück. Bin aber schon umgezogen! und kann nicht mehr zurück! Kann der Fa. sowas machen?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Marie,
      auch mündliche Verträge sind prinzipell wirksam, jedoch müssen ihre Konditionen nachgewiesen werden können. Hierzu dient der gemäß Nachweisgesetz vom Arbeitgeber zu erbringende Beleg der wesentlichen Vertragsbedingungen. Da wir keine Rechtsberatung erteilen dürfen, empfehlen wir Ihnen deshalb, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  3. Sasha F.

    Hallo,

    ich habe am 12.9.16 eine mündliche Zusage zu einem Abteilungswechsel zum 1.1.17 ausgesprochen, das ich dann nach Rückfrage der Personalabteilung am 18.10.16 per Email wiederholt habe. Aufeinmal kam heute die Absage (vorerst nur mündlich)
    Was für Rechte habe ich jetzt genau bzw. was für Rechte habe ich wenn ich die Absage schriftlich bekomme?
    Kann ich auf Schadenserstz klagen?

    Für die Antwort schonmal vielen Dank

    MFG

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Sascha,
      zwar ist auch eine mündliche Zusage rechtlich bindend, doch kommt es bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung darauf an, was Sie an Beweisen vorbringen können. Hier braucht es nicht zwingend schriftliche Zusagen – auch die Benennung von Zeugen kann hilfreich sein. Ihre Erfolgschancen bemessen sich hieran. Sollten Sie keinerlei Beweise für die mündliche Zusage vorbringen können, ist es um Ihre Chancen vermutlich eher schlecht bestellt. Ein Arbeitsrechtsanwalt steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Es kann daher helfen, sich rechtlichen Beistand zu suchen.
      Das Arbeitsvertrag.org-Team

      Antworten
  4. Daniel

    Hallo,

    ich habe am 20.12.16 bei einem Bewerbungsgespräch eine mündliche Zusage für den 01.02.17 erhalten. Diese nahm ich dann auch mündlich an. Bei diesem Gespräch wurde ausschließlich das Bruttogehalt festgelegt – sonst nichts weiteres. Ab dem 26.01. soll ich dort die ersten vier Tage quasi als Praktikant eingearbeitet werden. Für diese vier Tage wurden auch keine Konditionen festgelegt.
    Stand heute würde ich allerdings 90km weiter weg ziehen.
    Könnte ich nun von diesem Arbeitsvertrag noch zurücktreten?
    Mfg.

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Daniel,
      Sie können nicht einfach so zurücktreten. Durch die mündliche Zusage ist der Vertrag rechtskräftig geworden. Sie haben die Möglichkeit zur Kündigung oder einen Auflösungsvertrag mit dem Arbeitgeber zu schließen. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arbeitgeber. Einfach wegbleiben, hätte weitreichende Konsequenzen und können eventuell auch eine Vertragsstrafe nach sich ziehen.
      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  5. Günter G.

    Moin ich habe nur einen Münlichen Arbeitsvertrag ,ab den 01.12.2016,keine weitere vereinbahrung.ich habe ein besseres angebot bekommen.Und möchte Aufhören wie muß ich mich Verhalten ?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Günter,
      liegt ein mündlicher Vertrag vor, gelten die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen. Die Kündigungsfrist liegt hier bei vier Wochen. Sie können entweder zum 15. eines Monats oder zum Monatsende kündigen.
      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  6. Christa F.

    Hallo, ich arbeite seit 17 Jahren ununterbrochen als Menükurier und beliefere alte Leute mit Essen. Mein Arbeitgeber ist Subunternehmer einer namhaften Firma. Mein Arbeitgeber hat seinerzeit einen sogenannten „amerikanischen Arbeitsvertrag“, einen Arbeitsvertrag per Handschlag mit mir gemacht. In 17 Jahren habe ich keinen bezahlten Urlaub bekommen und im Krankheitsfall kein Geld. Ich habe mich nicht beschwert, weil ich meinen Job eigentlich gerne ausübe und für mich privat auch als sportliche Herausforderung sehe (täglich ca 800 Stufen, da die alten Leute meist keinen Fahrstuhl haben).
    Vor Kurzem jedoch fiel mir ein Schreiben unserer Firma an die Essenkunden in die Hände, wonach zum 31.01.2017 die Preise erhöht werden sollen, Begründung: Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes auf Euro 8,84. Die Firma stellte fest, dass sie den gesetzlichen Mindestlohn zahle und auch ihre Subunternehmer in die Lage versetze diesen an die Menükuriere weiterzugeben. Daraufhin bat ich meinen Arbeitgeber mit Schreiben vom 06.01.17 meinen Lohn auf dieser Basis zu aktualisieren, bis heute erhielt ich keine Antwort, aber auf Ebay Kleinanzeigen ist ab heute (14.01.17) genau meine Essentour als „suche ab sofort Menükurier“ ausgeschrieben.
    Frage: Kann mich der Subunternehmer, mein Arbeitgeber, nach 17 Jahren ohne jeglichen Grund einfach kündigen, weil ich keinen schriftlichen Arbeitsvertrag habe?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Christa,
      grundsätzlich gelten in Ihrem Fall die gesetzlichen Regelungen bezüglich der Kündigungsfrist. Gilt das Tarifrecht in Ihrem Fall, ist dieses anzuwenden; unabhängig davon, ob Sie den Arbeitsvertrag schriftlich oder mündlich geschlossen haben. Den gesetzlichen Kündigungsschutz können Sie in § 622 BGB nachlesen.
      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

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  7. Vera H.

    Hallo, darf ein Arbeitgeber ohne Grund kündigen, auch wenn es sich um eine Nebenbeschäftigung ohne schriftlichen, also nur mündlichen, Vertrag handelt?
    Meiner Meinung nach muss er den Grund der Kündigung im Kündigungsschreiben angeben, auch wenn der Arbeitsvertrag nur mündlich zustande gekommen ist, stimmt das?
    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Vera,
      der Grund für eine Kündigung muss normalerweise nur im entsprechenden Schreiben genannt werden, wenn die Kündigung fristlos erfolgt (§ 626 BGB).

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  8. Irma

    Hallo, ich arbeite seit 1995 in einer Zahnarztpraxis (seit meiner Ausbildung danach Übernahme,dazwischen war ich 2mal im Erziehungsurlaub je von 3 Jahren) also eine 22 Jahre Betriebszugehörigkeit.Nun wurde die Praxis ab Januar 2016 verkauft, somit habe ich einen neuen Chef bekommen.Aber keinen neuen Arbeitsvertrag.Nun wurden im Jahre 2015 mit dem altem Chef Paar mündliche Änderungen (zwecks meinen Lohn und Arbeitszeit ) gemacht.Leider nicht schriftlich.
    Sind diese Änderungen rechtlich gültig ?
    Wäre ein neuer Arbeitsvertrag zu meinem Vorteil ?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Irma,
      wurden die mit Ihrem vorherigen Chef getroffenen Änderungen nicht schriftlich festgehalten, können Sie diese nun im Regelfall auch nicht bei Ihrem neuen Chef geltend machen. Wir würden Ihnen empfehlen, die Sache bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber anzusprechen und sich um eine Klärung zu bemühen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  9. Ivan L.

    Hallo!! Ich arbeite als Servicekraft. Habe zuerst ein mündlichen Vertrag 100h-10€. Habe ich auch seit 15 Monaten bekommen. Ich hatte auch einen schriftlichen Vertrag bekommen, der aber nicht identisch mit dem mündlichen Vertrag war. Ich habe dem Chef sofort mitgeteilt das was ganz anderes abgesprochen war.Vetrag habe ich nicht unterschrieben.Am 31.12.2016 kam es zum Gespräch wo mir mitgeteilt ist dass ich zu wenige Stunden leiste und dass ich für das gleiche Lohn 19 Stunde mehr leisten muss ( genau das was in dem Vertrag stand denn ich nicht unterschrieben wollte ). Der Wochen und stunden Plan wird von Service Leiterin geplant.Ende die Geschichte ist das mein Dezember Abrechnung um die fehlende 19h ausbezahlt ist(habe wie immer 100hgeleistet).Darf er das????Danke in voraus

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Ivan,
      wir würden Ihnen in diesem Fall empfehlen, sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden, damit dieser den Sachverhalt genau prüfen und Sie über Ihre Rechte und Pflichten informieren kann. Es ist immer etwas schwierig, nachzuvollziehen, was in einem mündlichen Vertrag vereinbart wurde und was nicht.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  10. Stephanie

    Hallo,

    ich habe ein Jobangebot telefonisch angenommen. Das Arbeitsverhältnis soll zum 01.06. beginnen. Den Vertrag habe ich nicht unterschrieben. Im Vertrag ist allerdings eine Vertragsstrafe enthalten, die besagt, dass ich eine Zahlung i.H. eines Monatsgehalts veranlassen muss, wenn ich die Arbeit nicht aufnehme. Bin ich an den schriftlichen Vertrag gebunden? Wenn man der Klausel ihre Wirksamkeit unterstellen würde, müsste ich dann trotz fehlender Unterschrift aufgrund der mündlichen Zusage die Zahlung vornehmen?

    LG

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Stephanie,

      auch ohne Unterschrift kann dem Arbeitgeber ein Aufwendungsersatzanspruch zustehen, wenn Sie die Stelle nicht antreten – je nachdem wie weit die mündlichen Vertragsverhandlungen fortgeschritten sind. Der Anspruch ergibt sich aus den Aufwendungen, die der Arbeitgeber im Vertrauen der Unterzeichnung gemacht hat. Hier kommt es auf den Einzelfall an. Generell dürfte die Strafzahlung aber niedriger ausfallen. Die genannte Vertragsstrafe kann erst dann wirksam werden, wenn Sie den Vertrag unterschrieben haben. Im Zweifelsfall sollten Sie die Sache aber mit einem Anwalt für Arbeitsrecht absprechen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  11. Andreas

    Hallo, ich habe einen mündlichen Arbeitsvertrag per Telefon zum 01.04.2017 angenommen und der Arbeitgeber möchte mich jetzt nicht mehr einstellen. Gilt dieser Arbeitsvertrag schon als gültig, obwohl er erst zum 01.04.2017 beginnt?

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Andreas,

      in der Tat gilt ein mündlicher Arbeitsvertrag als verpflichtend. Ihnen steht die Möglichkeit einer Arbeitsgerichtsklage offen. Ein Anwalt für Arbeitsrecht kann Sie hierzu beraten.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  12. Mink.ron

    Hallo
    Wollte mich mal informieren und zwar
    Ich habe anfang januar in einer küche als hilfe angefangen der 2te chef meinte ich bekomme die probe arbeit voll ausgezahlt. So war ich da 5oder6 tage arbeiten. Und habe mit mindestlohn natürlicherweise gerechnet ist ja klar. Der oberste chef hat einen imbis aufgemacht und ich bin da natürlich auch mal ausprobieren gegangen als ich nach der küche da ausprobieren sollte hatte ich ein gespräch mit dem oberchef der meinte ich sei ja auf 450€ mündlich eingestellt und er versuchte mit zwingend zu erklären dass der mindestlohn bei ca 6,50netto liegt wobei ich natülich gesagt habe dass er bei 8.84€ euro liegt und er meinte nur so ne das stimmt nicht die steuern wurden noch nicht abgezogen nun ja dann stand ich da wie ein depp ich hatte schon alles ausgerechnet das ich die miete zahlen kann und genug stunden hatte ich auch aber da er mit 6.50 pro stunde gezahlt hat was ich nicht wusste was er mir erst nach der arbeit gesagt hat fehlten mir nun knapp 125€ wo er damit unterschlagen und erlogen hat. Er ist am 3 ten ztag wo viel los war in die küche gekommen und meine so du bist jetzt auf 450€ eingestellt und dann drückte er mir eine stempel katörte in die hand wo ich ein oder 2 tage nicht eingetragen habe und ich das nicht wusste habe ich in dem gutem gewissen ihm vertraut da ich die zettel mir 2 tagen drauf einer mitarbeiterin gegeben habe. Können sie mir helfen ich habe morgen ein gespräch mit ihm wo er mit 5 Stunden auszahlen muss und ich habe nochmals am telefon erwähnt dass meine vermögensberaterin mir gesagt hat dass der mindestlohn bei 8.50€ liegt und er meinte frech was laberst du fürn scheiss….

    Antworten
    1. arbeitsvertrag.org

      Hallo Mink.ron,

      der Mindestlohn beträgt 2017 genau 8,84 Euro pro Stunde (Brutto). Alles darunter ist gesetzeswidrig. Bei einem 450-Euro-Job werden davon auch keine Steuern abgezogen. Das ändert sich jedoch, wenn Sie mehr als 450 Euro im Monat verdienen.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten
  13. Tim F.

    Hallo ,

    meine Schwangere Freundin wurde in ihrer Ausbildung zu einem Aufhebungsvertrag (nachdrücklich und wissend der Unwissenheit meiner Freundin) überredet, im Anschluss wurde ihr ein 450 Euro Job zu gesagt , nachdem es leichte Probleme gab (Übelkeit) und Sie keine Pause machen durfte , Würde sich für 2 Wochen Krank geschrieben , im Anschluss wurde sie vom Arbeitgeber mehrfach gebeten sich eine Ärztliche Erlaubnis zu holen welche das Arbeiten nach 20 uhr und an Wochenenden erlauben sollte.Dieses habe ich natürlich untersagt da es A Nacht dem MuschU verboten ist und B ich natürlich nicht das Kindeswohl gefährden wollte.
    Meine Lebensgefährtin dem Chef per WhatsApp mitteilte das Sie Kündigungsschutz habe und er für angemessene Arbeitszeiten sorgen solle , Würde mit „du bist ja nicht gekündigt“ geantwortet.

    2 Tage später wurde dann dem ganzen Betrieb per WhatsApp mitgeteilt das Sie nicht mehr kommen würde aufgrund ihrer nicht vorhandenen Flexibilität.
    Auf erneuter Nachfrage ob sie gekündigt sei, Würde ihr dann mitgeteilt das sie ja keinen Arbeitsvertrag gehabt hätte …
    Ist das Rechtens ?

    MfG
    Tim

    Antworten
    1. Arbeitsvertrag.org

      Hallo Tim,

      auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist grundsätzlich gültig. Wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht, der Ihnen bei diesem Sachverhalt mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

      Ihr Team von Arbeitsvertrag.org

      Antworten

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