Krankschreiben lassen: Nach einer Augen-OP besteht diese Option nur bedingt

Wann ist das Krankschreiben nach einer Augen-OP zulässig und wann nicht?

Wann ist das Krankschreiben nach einer Augen-OP zulässig und wann nicht?

Beim Auge handelt es sich um eines der empfindlichsten und anfälligsten Organe des Menschen. Kein Wunder also, dass sich wohl die meisten Personen fürchten, wenn eine Operation an den Augen bevorsteht. Je nachdem, welches Ergebnis durch den Eingriff erzielt werden soll, bedeutet dies für Arbeitnehmer, dass sie ihrer Tätigkeit entweder nur einige Tage, teilweise allerdings auch mehrere Wochen lang nicht nachgehen können.

Einige überlegen sich daher, sich aufgrund ihrer Arbeitsunfähigkeit krankschreiben zu lassen. Nach einer Augen-OP sollte dies schließlich kein Problem sein, oder? Dieser Frage gehen wir im folgenden Ratgeber auf den Grund. Weiterhin klären wir, nach welcher Augen-OP überhaupt eine Krankschreibung vonnöten wäre.

Wann ist eine Krankschreibung nach einer Augen-OP notwendig?

Wie bereits erwähnt, kommt es in Bezug auf eine Krankschreibung bei einer Augen-OP stets darauf an, weshalb Sie sich überhaupt am Sehorgan operieren lassen müssen bzw. wollen. Einige möchten lediglich ihre Weit- oder Kurzsichtigkeit korrigieren lassen, andere leiden unter gesundheitlichen Beschwerden wie z. B. dem „Grauen Star“, der im schlimmsten Fall zur Erblindung führt.

Doch wann kann ein Augenarzt Sie letztendlich krankschreiben? Und nach welcher Augen-OP sind Sie wie lange außer Gefecht gesetzt? Im Folgenden haben wir Ihnen zwei Beispiele aufgeführt, die verdeutlichen sollen, wann das Krankschreiben nach einer Augen-OP zulässig ist und wann nicht.

Bye Bye Brille: Erhalten Sie nach dem Augenlasern eine Krankschreibung?

Erhalten Sie eine Krankschreibung nach einer Katarakt-OP?

Erhalten Sie eine Krankschreibung nach einer Katarakt-OP?

Sind Sie kurz- oder weitsichtig und möchten diese Tatsache durch eine Operation richten lassen, bieten sich verschiedene Laser-Methoden an, die sich jedoch fast ausschließlich auf Eingriffe an der Hornhaut beschränken.

Besonders gängig sind dabei die Verfahren LASEK und LASIK. Bei ersterem wird die oberste Zellschicht der Hornhaut entfernt, die im Anschluss wieder nachwachsen muss.

Bei einer LASIK OP hingegen wird lediglich ein kleiner Schnitt an der Hornhaut vorgenommen, damit ein Läppchen entsteht, welches weggeklappt und nach dem Lasern wieder zurückgeklappt wird. Dementsprechend muss hier nicht die gesamte Schicht wieder zusammenwachsen, sondern nur dieser Schnitt, weshalb Patienten nach einer Behandlung mit LASEK ca. eine Woche benötigen, bis sie wieder richtig sehen können, bei LASIK hingegen dauert das Ganze häufig nur einen Tag.

Doch kann Sie Ihr Augenarzt für diese Zeit krankschreiben? Nach einer solchen Augen-OP ist dies normalerweise nicht möglich, da es sich schlichtweg nicht um einen Eingriff von medizinischer Notwendigkeit handelt, wenn Sie lediglich Ihre Weit- oder Kurzsichtigkeit korrigieren lassen möchten. Sie erhalten daher in diesem Fall keine Krankschreibung nach dem Augenlasern, sondern müssen Urlaub für die Zeit des Heilungsprozesses beantragen.

Begründet eine Grauer-Star-OP eine Krankschreibung?

Beim Grauen Star („Katarakt“) handelt es sich um eine Eintrübung der körpereigenen Augenlinse, die dazu führen kann, dass die betroffene Person erblindet. Diese Krankheit kann jedoch in der Regel problemlos durch einen Austausch gegen eine künstliche Linse behoben werden.

Wie lange wird eine Krankschreibung nach Grauer-Star-OP ausgestellt? Das Krankschreiben nach einer Augen-OP liegt im Ermessen des Arztes.

Wie lange wird eine Krankschreibung nach Grauer-Star-OP ausgestellt? Das Krankschreiben nach einer Augen-OP liegt im Ermessen des Arztes.

Da in diesem Fall ein medizinisch notwendiger Eingriff vorliegt, erhalten Patienten eine Krankschreibung nach einer Grauer-Star-OP. Die Dauer der Krank­schreibung beschränkt sich dabei normalerweise auf zwei Wochen, das letzte Wort hat allerdings stets der behandelnde Augenarzt.

Ähnlich verhält es sich, wenn Sie Ihre Netzhaut lasern lassen. Eine Krank­schreibung wird Ihnen in der Regel nur dann ausgestellt, wenn die Operation medizinisch notwendig ist. Da es bei einer OP dieser Art jedoch meist darum geht, Risse oder Löcher in der Netzhaut zu reparieren, ist dies hier meist der Fall und Ihr Arzt kann Sie krankschreiben. Nach einer Augen-OP dieser Art sollten Sie nach etwa zwei Tagen wieder arbeiten können.

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