Arbeitsunfall – Verletzungsfallen am Arbeitsplatz

Wann liegt ein Arbeitsunfall vor?

Wann liegt ein Arbeitsunfall vor?

Neben Produktivität und Effizienz sollte am Arbeitsplatz ein gewisser Wohlfühlfaktor auch nicht fehlen. Immerhin verbringen wir einen Großteil unserer Zeit an diesem Ort. Arbeitsunfälle hebeln genau diese Grundsätze auf und sorgen zudem für gesundheitliche Schäden. Sie sind also für Arbeitgeber und -nehmer gleichermaßen ein großes Übel.

Im ersten Halbjahr 2016 wurden sage und schreibe 434.603 Arbeitsunfälle registriert. 198 davon waren gar tödlich. Es handelt sich also durchaus um ein ernstzunehmendes Phänomen. Daher sollte sich jeder Beschäftige mit einem Anstellungsvertrag einmal damit auseinandersetzen, wie Arbeitsunfall und Berufsgenossenschaft (kurz: BG) zueinander stehen und welche Mechanismen in einem solchen Fall greifen.

In unserem Ratgeber erhalten Sie eine Definition für den Arbeitsunfall. Sie erfahren beispielsweise, wer den Arbeitsunfall wann melden muss, welche Leistungen dem Betroffenen zustehen und ob er Schmerzensgeld nach einem Arbeitsunfall beantragen kann.

Arbeitsunfall – Eine Definition

Auch wenn in vielen Betrieben Unfallverhütung und Sicherheit am Arbeitsplatz an allererster Stelle stehen, lassen sich Missgeschicke niemals komplett ausschließen. Eine kleine Unachtsamkeit mit der Kreissäge auf der Baustelle, ein rutschiger Fußboden im Büro oder ein herabfallendes Paket in der Lagerhalle – ein Arbeitsunfall kann in verschiedensten Formen und den unterschiedlichsten Berufsumfeldern geschehen.

Daher ist es durchaus sinnvoll, sich mit der Thematik zu befassen und im Ernstfall zu wissen, wie vorzugehen ist. Ob Mini- oder Nebenjob, ein Arbeitsunfall wird immer gleich definiert.

Gemäß § 8 des Siebten Buches vom Sozialgesetzbuch (SGB VII) sind Unfälle, egal ob auf der Arbeit oder anderswo, zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Geschehnisse, welche Gesundheitseinbußen oder gar den Tod verursachen.

Arbeitsunfälle im Speziellen stellen derartige Ereignisse von Versicherten dar, die auf Tätigkeiten zurückzuführend sind, welche einen besonderen Versicherungsschutz erst begründen.

Arbeitsunfall: Ob Koch, Automechaniker oder Büroangestellter, sie alle sind bei einem Arbeitsunfall besonders versichert.

Arbeitsunfall: Ob Koch, Automechaniker oder Büroangestellter, sie alle sind bei einem Arbeitsunfall besonders versichert.

Ein Arbeitsunfall unterscheidet sich also von einem Freizeitunfall dahingehend, dass hier ein bestimmter Versicherungsschutz greift. Während bei einem Sturz im Supermarkt die Krankenkasse für etwaige Behandlungskosten aufkommt, finanziert bei einem Arbeitsunfall die Berufsge­nossenschaft die Leistungen, die der Verunfallte benötigt.

Die Berufsgenossenschaft ist wiederum einer der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, welche die Grundlage für die Zahlungen bildet. Diese Versicherungsform dient also dem personellen Schutz während der Ausübung gewisser Tätigkeiten.

Eine besondere Form vom Arbeitsunfall ist der Wegeunfall. Dieser liegt bei Schadensereignissen vor, die sich auf dem Weg zur Arbeitsstätte oder nach Hause zutragen. Kommt es auf dem unmittelbaren Weg zwischen Haus- und Eingangstür des Unternehmens zu einer Verletzung, kann diese meist als Wegeunfall deklariert werden. Innerhalb der Betriebssphäre kann definitorisch dann nur ein Arbeitsunfall geschehen.

Weiterführende Artikel zum Thema:

arbeitsunfall-rente

Arbeitsunfall: Welche Rente wird gezahlt?

Erfahren Sie hier, wann Sie einen Anspruch auf eine Unfallrente haben.

wegeunfall

Der Wegeunfall und seine Besonderheiten

Wann wird aus einem Arbeits- ein Wegeunfall? Wir klären auf!

Es stellt sich die Frage: Ist der Toilettengang versichert?

Der Arbeitsunfall auf der Toilette

Ist der Toilettengang versichert? Was sagt die herrschende Rechtsprechung?

Durchgangsarzt

Hier erfahren Sie, wenn Sie nach einem Arbeitsunfall einen D-Arzt aufsuchen müssen.

Es stellt sich die Frage: Ist der Toilettengang versichert?

Lohnfortzahlung bei einem Arbeitsunfall

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit es zur Lohnfortzahlung kommt?

Arbeitsunfall und Schmerzensgeld

Schmerzensgeld

Ob ein Arbeitsunfall Schmerzensgeldzahlungen rechtfertigen kann, erfahren Sie hier!

Es stellt sich die Frage: Ist der Toilettengang versichert?

Tödlicher Arbeitsunfall

Wer zahlt, wenn ein Arbeitsunfall unerwartet tödlich endet?

Wer zahlt bei einem Arbeitsunfall?

Wie bereits erwähnt, ist es für den Arbeitsunfall gerade entscheidet, wer die Behandlung zahlt. Denn hier wird nicht, wie sonst bei körperlichen Schäden üblich, die Krankenversicherung in Anspruch genommen. Stattdessen ist ein Arbeitsunfall immer eine Angelegenheit der gesetzlichen Unfallversicherung.

Diese Pflichtversicherung ist ein wichtiger Strang des Sozialstaates, weil sie nicht nur die Versicherten bei Verletzungen vollumfänglich unterstützt und entschädigt, sondern insbesondere auch Unfallverhütung betreibt. Die Gesundheit der Menschen steht demnach an erster Stelle.

Versichert sind konkret folgende Personengruppen:

  • Personen, die dem Interesse der Allgemeinheit dienen (z. B.: Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, Blutspender, Schöffen usw.)
  • Kinder, die in Kitas oder durch Tagespflegepersonal betreut werden
  • Personen, die selbstständig, als mitarbeitende Familienangehörige oder nach einem unbefristeten/befristeten Arbeitsvertrag in der Landwirtschaft beschäftigt sind
  • häusliches Pflegepersonal
  • Arbeitslose, die nach Aufforderung der Arbeitsagentur dieses Amt aufsuchen
  • gewisse im Ehrenamt tätige Personen
  • Personen während der Rehabilitation

Beim Arbeitsunfall greift das engmaschige Netz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Beim Arbeitsunfall greift das engmaschige Netz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Das Personenspektrum ist breitgefächert. Zudem besteht dieser Versicherungsschutz unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit oder Einkommen und steht somit grundsätzlich jedermann offen.

Hauptaufgabengebiet der gesetzlichen Unfallversicherung sind der Arbeitsunfall und die Berufskrankheit. Tritt einer dieser Versicherungsfälle ein, wird die gesetzliche Unfallversicherung bzw. der jeweilige Träger aktiv und übernimmt die versicherungstechnische Abwicklung des Schadensfalles.

Die Regulierung bei einem Arbeitsunfall im Rahmen eines Voll- oder Teilzeitjobs erfolgt üblicherweise über den jeweiligen Träger. Für Beschäftigte in privaten Wirtschafts­unternehmen sind das die Berufsgenossenschaften. Für in der Land- und Fortwirtschaft tätige Personen ist die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zuständig. Beschäftigte von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Kleinkinder, Schüler und Studenten fallen in den Zuständigkeitsbereich der sogenannten Unfallkassen.

Fazit: In der Regel kümmern sich Unfallkasse oder Berufsgenossenschaft um einen Arbeitsunfall.

Grundvoraussetzung für die Leistungspflicht

Eines der wesentlichen Merkmale eines Arbeitsunfalls ist die enge Bezüglichkeit von Schadensereignis und Beschäftigungsverhältnis. Das heißt, Sturz, Ausrutscher oder Missgeschick am Werkzeug müssen Teil der betrieblichen Tätigkeit sein, um als Arbeitsunfall kategorisiert zu werden.

Im Anstellungs- oder Ausbildungsvertrag sind die Aufgabenfelder zumeist genau festgelegt. Doch die Anwendbarkeit des Versicherungsschutzes unterliegt keinen derart engen Grenzen. Denn neben der Haupttätigkeit selbst werden einige weitere Aktivitäten davon erfasst, die nicht allzu eng mit der Sphäre der Arbeit verknüpft sind:

  • Verwahrung, Beförderung, Instandhaltung oder Erneuerung von Arbeitsgeräten
  • Betriebssport
  • Betriebsausflüge oder Betriebsfeiern
  • Klassenfahrten
  • Klassenfeiern
  • Pflege naher Angehöriger im eigenen Wohnhaus

Verletzt sich ein Kleinkind im Kindergarten, liegt versicherungsrechtlich ein Arbeitsunfall vor.

Verletzt sich ein Kleinkind im Kindergarten, liegt versicherungsrechtlich ein Arbeitsunfall vor.

Kommt es in einer dieser Situationen zu einem Schadensfall, liegt zumeist ein Arbeitsunfall vor. Ob die konkreten Voraussetzungen für eine Leistungs­erbringung der gesetzlichen Unfallversicherung vorliegen, prüft diese im Einzelfall. Kommt sie dabei zu einem positiven Ergebnis, reguliert sie den Schaden. Es greift ein umfassendes Betreuungs- und Entschädigungssystem, welches die Heilung des Verunfallten bestmöglich fördern soll.

Auch bei Überstunden besteht der Unfallversicherungsschutz fort. Und das sogar dann noch, wenn die gesetzlich festgelegte Höchstarbeitszeit von zehn Stunden am Tag bereits überschritten wurde.

Nimmt ein Angestellter nach einer Krankschreibung seine Tätigkeit früher wieder auf, als es auf der ärztlichen Bescheinigung vermerkt ist, greift auch hier wieder die gesetzliche Unfallversicherung, wenn es zu einem Arbeitsunfall kommt.

Auf dem Weg zum Mittagsessen einen Arbeitsunfall erlitten: Was nun?

Unklarheiten herrschen häufig bei Arbeitsunfällen auf dem Weg zur mittäglichen Nahrungsaufnahme, beispielsweise zur Kantine, in eine Gaststätte oder gar nach Hause. Sind derartige Entfernungen vom Arbeitsplatz noch versichert? Ja, allerdings erlöscht der Schutz mit dem Durchschreiten der Eingangstür zu Kantine, Restaurant oder Wohnhaus. Schneidet sich ein Mitarbeiter beim Essen mit dem Messer, ist dies kein Arbeitsunfall.

Wichtig: Auch bei fehlerhaftem Verhalten bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Hat der Verunfallte die Verletzung mitverursacht, stehen ihm dennoch die Leistungen nach einem Arbeitsunfall in voller Höhe zu. Nur, wenn der Schaden absichtlich herbeigeführt wurde, tritt die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse nicht in eine Leistung.

Beispiele, die nicht als Arbeitsunfall gelten

Wichtig ist beim Arbeitsunfall der betriebliche Zusammenhang. Stolpern Sie also beispielsweise beim Spazierengehen in der Pause, ist dies keine Obliegenheit der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch die gelegentliche Raucherpause zählt zu den sogenannten eigenwirtschaftlichen Tätigkeiten und entbehrt des gesetzlichen Unfallversicherungs­schutzes. Gleiches gilt, sobald das Betriebsgelände für die Erledigung privater Angelegenheiten verlassen wird.

Stürzt ein Mitarbeiter während der Raucherpause, liegt kein Arbeitsunfall vor.

Stürzt ein Mitarbeiter während der Raucherpause, liegt kein Arbeitsunfall vor.

Hat ein Mitarbeiter eine Abmahnung wegen Alkohol am Arbeitsplatz erhalten, hat dies nicht nur arbeits- sondern ebenfalls versicherungsrechtliche Konsequenzen. Führte der Alkoholkonsum nämlich zu einem Unfall, darf die Berufsgenossenschaft die Zahlungen verweigern.

Des Weiteren entfällt der Versicherungsschutz bei Verletzungen oder Gesundheitseinbußen, die ohne Außeneinwirkung eintraten. Ein plötzlicher Herzinfarkt am Schreibtisch wird daher nicht als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit klassifiziert.

Trotz des großen Anwendungsgebietes kann also nicht jedes Schadensereignis als Arbeitsunfall gelten. Doch was müssen Sie tun, wenn die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift? Natürlich stehen Sie auch dann nicht ohne Versicherungsschutz da, wenn die Berufsgenossenschaft einen Arbeitsunfall verneint. In diesem Fall geht die Leistungsverpflichtung auf die Krankenkasse über. Diese übernimmt dann wie gehabt die Kosten für die Heilbehandlung.

Arbeitsunfall: Das ist zu tun

Verletzt sich ein Beschäftigter im Rahmen einer versicherten Tätigkeit, sollte er direkt nach dem Arbeitsunfall einen Arzt aufsuchen. Hierbei muss unter Umständen ein sogenannter Durchgangsarzt konsultiert werden, welcher für die Behandlung von Unfallverletzten besonders geschult ist. Ein Durchgangsarzt muss in folgenden Fällen aufgesucht werden:

  • Verletzung führt zu einer Arbeitsunfähigkeit, die über den Unfalltag hinaus andauert
  • Die ärztliche Behandlung wird sich voraussichtlich auf mehr als eine Woche erstrecken
  • Es müssen Heil- oder Hilfsmittel verordnet werden
  • Vorliegen einer Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen

Nach einem Arbeitsunfall erhält der Betroffene finanzielle Unterstützung für seine Heilbehandlung.

Nach einem Arbeitsunfall erhält der Betroffene finanzielle Unterstützung für seine Heilbehandlung.

Sind nur leichte Verletzungen vorhanden, kann der Durchgangsarzt den Patienten an einen Allgemeinmediziner überweisen. Der behandelnde Arzt verfasst dann einen Bericht, den er an den Unfallversicherungsträger weiterleitet.

Parallel dazu muss bei einer Krankheit, die länger als drei Tage andauert, von Seiten des Unternehmens eine Unfallmeldung an die BG oder die Unfallkasse erfolgen. Für diese Meldung über den Arbeitsunfall ist der Arbeitgeber zuständig. Er kann den Vordruck nutzen, den die „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“ (DGUV) auf ihrer Homepage unter der Bezeichnung „Unfallanzeige“ zur Verfügung stellt.

Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse prüfen nun den Einzelfall, um zu bestimmen, ob es sich tatsächlich um einen Arbeitsunfall handelt. Hierzu sind Zeugenbefragungen ebenso möglich wie die Beauftragung von Gutachtern. Die Entscheidung über die positive oder negative Einstufung als Arbeitsunfall teilt die Unfallversicherung dem Versicherten schriftlich mit. Ob der Arbeitsunfall gegebenenfalls eine Rente begründet, wird im Rentenausschuss des Unfallversicherungsträgers festgelegt.

Arbeitsunfall: Diese Leistungen stehen Ihnen zu

Wurde das Schadensereignis von der BG als Arbeitsunfall anerkannt, stehen dem Versicherten verschiedene Leistungen zu.

  • Heilbehandlung und Rehabilitation
  • Allen voran steht die Finanzierung der Heilbehandlung sowie der Rehabilitation. Hierzu zählen die Erstversorgung sowie die Zahlung der Kosten für Arznei-, Verband- und weitere Heilmittel. Auch Krankengymnastik oder Bewegungs- oder Sprachtherapie werden von der Unfallversicherung abgedeckt.

    Zudem können orthopädische Hilfsmittel, eine häusliche Krankenpflege oder eine Arbeitstherapie beantragt werden.

  • Wiedereingliederung in die Arbeitswelt
  • Damit es nicht auf eine Kündigung nach dem Arbeitsunfall hinauslaufen muss, wird dem Verunfallten durch Umbauarbeiten am Arbeitsplatz oder Mobilitätshilfen die Rückkehr in das Unternehmen ermöglicht. Können die bisherigen Tätigkeiten nicht fortgeführt werden, werden Aus- oder Weiterbildungen sowie Umschulungen unterstützt.

    Nach einem Arbeitsunfall werden beschädigte Hilfsmittel, z. B. Brillen, ersetzt.

    Nach einem Arbeitsunfall werden beschädigte Hilfsmittel, z. B. Brillen, ersetzt.

  • Rückkehr ins Sozialleben
  • Handelt es sich um einen derart drastischen Arbeitsunfall, dass der Betroffene zukünftig auf einen Rollstuhl angewiesen ist, werden ihm durch Therapiemaßnahmen und ähnliches notwendige Kenntnisse im Umgang mit dieser neuen Lebenssituation vermittelt. Dazu gehört auch Hilfe bei der Beschaffung einer behinder­tengerechten Wohnung.

  • Leistungen bei einer Pflegebedürftigkeit
  • Verunfallten steht es frei, einen Antrag auf Pflegegeld oder –personal zu stellen. Auch bei der Unterbringung in einer geeigneten Einrichtung kann die Unfallversicherung unterstützend tätig werden.

  • Geldleistungen
  • Die Berufsgenossenschaft zahlt unter Umständen Verletztengeld bei einem Arbeitsunfall. Außerdem können Betroffene Übergangsgeld für den Zeitraum berufsfördernder Maßnahmen sowie gegebenenfalls eine Versichertenrente einfordern. Der Versicherungsträger kann zudem für Hinterbliebenenleistungen, wie Sterbegeld oder Witwenrenten, in Anspruch genommen werden.

    Krankengeld bei einem Arbeitsunfall

    Nach einem Arbeitsunfall Krankengeld zu erhalten, schließt sich in der Regel aus. Denn hierbei handelt es sich um eine Leistung der Krankenkasse. Die BG zahlt stattdessen sogenanntes Verletztengeld, wenn Unfälle am Arbeitsort vorliegen.

    Doch beachten Sie: Für die Auszahlung des Verletztengeldes beauftragt die Berufsgenossenschaft häufig die zuständige Krankenkasse.

  • Sonstiges
  • Schließlich kommt die Unfallversicherung für Rehabilitationssport, Betriebs-, Haushalts-, Kraftfahrzeug- und Wohnungshilfen auf. Kinderbetreuungskosten können ebenfalls von der BG übernommen werden.

Die gesetzliche Unfallversicherung gewährt dem Betroffenen nach einem Arbeitsunfall diverse finanzielle Leistungen.

Die gesetzliche Unfallversicherung gewährt dem Betroffenen nach einem Arbeitsunfall diverse finanzielle Leistungen.

Wichtig: Sachwerte werden üblicherweise nicht von der gesetzlichen Unfall­versicherung erfasst. Nur derartige Einbußen, die im Rahmen einer Erste-Hilfe-Maßnahme verursacht wurden, oder beschädigte Hilfsmittel, zum Beispiel Brillen oder Hörgeräte, werden ersetzt.

Schmerzensgeld bei einem Arbeitsunfall: Was gilt?

Viele verunfallte Versicherte mit einem begrenzten oder unbefristeten Arbeitsvertrag versuchen, nach einem Arbeitsunfall Schmerzensgeld durchzusetzen. Allerdings ist dies nur in sehr begrenztem Maße möglich. Denn diese Entschädigungsform steht Betroffenen nur zu, wenn der Arbeitsunfall von einem Kollegen oder dem Vorgesetzen vorsätzlich herbeigeführt wurde.

Ein Verstoß gegen Sicherheitsbestimmungen bei der Arbeit reicht dabei in der Regel nicht aus. Ohnehin ist für eine Schmerzensgeldzahlung nicht die gesetzliche Unfallversicherung in Anspruch zu nehmen, sondern nur der konkrete Schädiger. Das heißt, die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zahlen grundsätzlich kein Schmerzensgeld. Die gilt im Übrigen auch für Wegeunfälle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.